| |
| |
Kevin Fuchs
Zur Person und Archiv
Email an diesen Blogger schreiben
Mythen des Feminismus
Weitere Themen:
AllgemeinWarum der Feminismus tradierte Verhältnisse zementiert, statt sie aufzulösen
Wie hoch ist der Anteil weiblicher Täter bei partnerschaftlicher Gewalt? Die Antwort auf diese Frage hängt davon ab, wer gefragt wird. Ein Polizist wäre aller Wahrscheinlichkeit nach der Ansicht, dass weibliche Täter respektive männliche Opfer nur mit einem einstelligen Prozentsatz vertreten sind. Häusliche Gewalt ist männlich, so die landläufige Überzeugung. Ein Kriminologe oder Soziologe hingegen würde uns mit der Behauptung überraschen, dass Frauen in 51 bis 53 Prozent aller Fälle die Täter stellen. Der Unterschied zwischen beiden Aussagen - der des Polizisten und jener des Kriminologen oder Soziologen - entspricht dem zwischen Hellfeld und Dunkelfeld. Ersteres beinhaltet lediglich durch Polizei, Krankenhäuser oder Beratungsstellen bekannt gewordene Fälle. In den 80er Jahren veröffentlichte der Gewaltforscher Murray Straus Untersuchungen, die zum ersten Mal dieses Missverhältnis zwischen Hell- und Dunkelfeld aufdeckten. Straus entwickelte in diesem Zusammenhang die sogenannten "Conflict Tactic Scales", die heute ein bedeutendes Instrument in der Gewaltforschung sind. Grundlage einer jeden Dunkelfelduntersuchung ist die sorgfältige Befragung nach etwaigen Gewalterlebnissen.
Da Gewalt ein äußerst scham- und tabubesetztes Thema darstellt, hängt das Ergebnis einer solchen Befragung entscheidend davon ab, wie die Fragestellung formuliert ist. Die simple Frage "Haben sie schon einmal Gewalt durch Ihren Partner / Ihre Partnerin erlebt?" wird immer einen verschwindend geringen Anteil männlicher Opfer zu Tage fördern. Fragt man hingegen präzise nach bestimmten Gewalthandlungen wie etwa "hat Ihre Partnerin sie mit der flachen Hand geschlagen" oder "Hat Ihre Partnerin Sie mit der Faust geschlagen", so erhält man völlig andere Ergebnisse. Straus' Untersuchungen zeigten ein ausgeglichenes Verhältnis von männlichen und weiblichen Tätern. Mittlerweile gibt es mehr als 300 internationale Studien und Meta-Analysen, die zu demselben Ergebnis gelangen.
Der Grund hierfür besteht in der unterschiedlichen Sozialisation von Männern und Frauen. Gewalt gegen Männer, ob in den Medien oder in der Wirklichkeit wird weit eher toleriert als Gewalt gegen Frauen. Jede dritte Frau habe in ihrem Leben schon einmal Gewalt erfahren heißt es. Allerdings gilt das ebenso für beinahe jeden Mann. Gewalterfahrungen sind fester und leider auch selbstverständlicher Bestandteil männlicher Sozialisation, so selbstverständlich, dass kleinere Gewalthandlungen gegen Männer nicht einmal als Gewalt wahrgenommen werden, auch nicht von den betroffenen Männern selbst. Die selben Handlungen gegen Frauen werden hingegen glasklar als Gewalt interpretiert und verurteilt.
Angenommen eine Frau und ein Mann wurden jeweils von ihrem Partner bzw. ihrer Partnerin geohrfeigt. Auf die Frage, ob sie schon einmal Gewalt in der Partnerschaft erlebt hätten, würde die Frau mit Ja, der Mann wohl mit Nein antworten, obgleich beide dasselbe erlebt haben. Der Mann allerdings würde die Ohrfeige womöglich nicht einmal als Gewalthandlung erinnern. Aber ist Gewalt nicht das, was als Gewalt empfunden wird? Nein! Denn Männer empfinden vieles nur deshalb nicht als Gewalt, weil sie diese gewohnt sind oder man ihnen zumindest beigebracht hat sich "nicht so anzustellen". Das macht die Dinge aber nicht besser. Im Gegenteil beweist es, wie verroht die gesellschaftliche Haltung gegenüber Männern ist.
Dieses "under reporting" gewaltbetroffener Männer stellt in der Dunkelfeldforschung ein relevantes Problem dar. Die "Conflict Tactic Scales" bieten nun einen Ansatz, mit dem genau dieser Effekt eliminiert wird. Zunächst werden Gewalthandlungen wertneutral als "Konflikttaktiken" und nicht als "Gewalt" beschrieben. Dies soll helfen, Gewaltwiderfahrnisse zu entstigmatisieren und so innere Hemmnisse bei den Befragten abzubauen. Wesentlich bei dieser Methode ist, dass ganz konkret nach "Konflikttaktiken" wie dem Schlagen mit der flachen Hand oder der Faust, dem Bedrohen mit einem Messer etc. gefragt wird. dem Befragten wird damit jede Möglichkeit genommen, das Erlebte selbst zu interpretieren und als Gewalt oder nicht-Gewalt einzuordnen. Er antwortet lediglich mit Ja oder Nein. Darüber hinaus wird auch die Vorgeschichte berücksichtigt, sprich von welchem der beiden Partner die Gewalthandlungen ausgingen.
Eine, die Straus' Ansichten teilt ist die Frauenrechtlerin Erin Pizzey, sie gründete eines der ersten Frauenhäuser in Großbritannien und machte bereits früh darauf aufmerksam, dass sie in ihren Einrichtungen auf viele Frauen stieß, die selbst in erheblichem Maße Gewalt gegen ihre Partner und Kinder ausübten. Pizzey sprach in diesem Zusammenhang von "Familienterroristinnen". Der Soziologe und Geschlechterforscher Gerhard Amendt etwa fordert die Abschaffung reiner Frauenhäuser und wünscht sich statt dessen eine gleichberechtigte Unterstützung sowohl männlicher als auch weiblicher Opfer. Der Mainzer Kriminologe Michael Bock erstellte 2001 anlässlich des Gewaltschutzgesetzes ein Gutachten für den deutschen Bundestag, in welchem er auf diese Probleme aufmerksam machte. Es geschah nichts.
Straus, Pizzey, und Amendt haben neben ihrer Überzeugung noch etwas anderes gemeinsam: den geballten Hass diverser Radikalfeministinnen. Alle drei wurden terrorisiert erhielten Gewalt- bis hin zu Morddrohungen, Telefonterror, aufgeschlitzte Autoreifen. Pizzey verließ deshalb Großbritannien und Gerhardt Amendt benötigte für sein Erscheinen auf einem Männerkongress gar Personenschutz.
Es geht nicht um die Opfer
Es stellt sich uns nun die Frage, warum Radikalfeministinnen so viel daran liegt, an einem längst entlarvten Irrtum festzuhalten und warum sie dies mit einer derartigen Aggressivität tun. Es scheint, als müsse hier ein letztes Tabu verteidigt werden - als gelte es, eine hässliche, ungeliebte Wahrheit buchstäblich mit aller Gewalt niederdrücken zu wollen. Aber warum? Viele derjenigen, die sich heute auch für männliche Opfer häuslicher Gewalt stark machen, standen früher auf der "anderen Seite" und waren im Glauben, dass die Opfer ausschließlich Frauen seien. Selbst Murray Straus ging zunächst davon aus, in seinen Untersuchungen nur auf männliche Täter und weibliche Opfer zu stoßen.
Die Wahrheit ist, dass diese Leute niemals die Seiten wechselten, sondern lediglich ihre Zielgruppe und ihre Arbeitsweise an neue Erkenntnisse anpassten. Sie standen stets auf der Seite der Opfer, gleich welchen Geschlechts. Solange sie von hauptsächlich weiblichen Opfern ausgingen, richtete sich ihr Augenmerk auf Frauen. Alsbald sich die Erkenntnis durchsetzte, dass auch Männer zum gleichen Teil betroffen sind, wurde die Zielgruppe eben auf diese erweitert. Ginge es besagten Radikalfeministinnen tatsächlich um den Schutz von Opfern, sollte es ihnen eigentlich keine allzu großen Schmerzen bereiten, auch männliche Opfer und weibliche Täter als solche anzuerkennen. Doch es geht ihnen gerade nicht um die Opfer. Das letzte zu verteidigende Tabu ist etwas anderes, etwas Grundlegenderes, etwas, das dem modernen Feminismus als innerster Kern zu Eigen ist.
Ein polarisierendes Männer- und Frauenbild
Simone de Beauvoir beschrieb das Verhältnis zwischen den Geschlechtern noch als ambivalent. Zwar behauptete sie, dass der Mann sich selbst als das überlegene Geschlecht, genauer gesagt als das Absolute setze, während die Frau von ihm als das Andere, das zweite Geschlecht definiert werde. Dennoch ging sie auch davon aus, dass Männer und Frauen sich auch in gegenseitiger Interaktion definieren. Darum sprach de Beauvoir den Frauen durchaus noch eine gewisse Mitverantwortung zu.
Ich stimme mit den meisten von de Beauvoirs Thesen nicht überein (wie könnte ich auch). Das Wesentliche jedoch ist, dass es durchaus einen Unterschied macht, ob jemand wie de Beauvoir Aussagen trifft, mit denen man nicht übereinstimmen muss und die anfechtbar sind, oder ob solche Thesen mit totalitärem Anspruch vertreten werden, wie dies bei vielen heutigen Feministinnen durchaus der Fall ist. Es macht ebenfalls einen Unterschied, ob man Geschlechterverhältnisse schlicht anprangert oder die Welt stur in Gut und Böse im Sinne von weiblich und männlich unterteilt. Tatsache ist, dass sich in den vergangenen Jahrzehnten ein polarisierendes Männer- und Frauenbild etablierte, das Männern die alleinige Schuld am sogenannten "Patriarchat" zuschreibt und Frauen zu bloßen Objekten stilisiert. Frauen tauchen hier nie als Gestalterinnen auf. Ihre Rolle wird auf die des kollektiven Opfers reduziert.
Ein Machtgefälle zwischen Männern und Frauen?
Einem Naturgesetz gleichend wird dabei festgeschrieben, dass zwischen Männern und Frauen ein grundsätzliches Machtgefälle besteht, mit Männern als Machthabern und Frauen als Unterlegenen. Als Beweis hierfür dient der Umstand, dass Männer in der Arbeitswelt und in der Politik in der Regel an den Hebeln der Macht sitzen. Hierbei werden geflissentlich ganz simple Dinge übersehen: Männer dominieren nicht nur die Spitze, sondern auch den Bodensatz der Gesellschaft. Sie sind hierzulande häufiger arbeitslos, doppelt so oft ohne Schulabschluss, stellen 90 Prozent aller Obdachlosen, stellen zwei Drittel aller Suchtkranken und sterben vier mal häufiger durch Suizid. Auch wenn die UNO einen Tag gegen Gewalt an Frauen ausruft, sind weltweit 70 Prozent aller Gewaltopfer Männer. Auch wenn Medien und Politik sich ausschließlich für weibliche Kriegsopfer interessieren, besteht die überwiegende Masse aller zivilen Kriegsopfer aus Jungen und Männern im Alter zwischen 15 und 55 Jahren.
Die Grundlage für die Annahme besagten Machtgefälles ist die Behauptung, dass Männer durch die Geschichte hindurch stets im Besitz sämtlicher Machtressourcen waren. Das ist richtig. Allerdings, und hier liegt der entscheidende Irrtum, nur sofern man ausschließlich materielle Machtressourcen in die Überlegung einbezieht. Entscheidend sind aber auch immaterielle, soziale und emotionale Ressourcen wie etwa die Beziehung zum Nachwuchs. Wenn Mütter Kinder stärker an sich binden als Väter, wenn sie letzteren die Kinder entziehen und entfremden können, wenn Frauen die Erziehung dominieren und damit über die nächste Generation verfügen, so ist dies ein Menge Macht, jedoch eine subtilere Form derselben.
Es ist nicht nur ein Klischee, dass Frauen in Partnerschaften und Beziehungsangelegenheiten den Ton angeben, die meisten Kaufentscheidungen treffen, oft über sämtliche Freizeitaktivitäten und sogar über den gemeinsamen Freundeskreis entscheiden. Die Macht der Frauen war und ist durchaus groß, sie ist lediglich nicht quantifizierbar und spielt sich weniger im öffentlichen Leben ab. Männliche Macht ist hingegen klar beschreib- und damit anklagbar. Seien es Gehaltsunterschiede oder der Anteil an Führungskräften. Alles was Männern Macht verleiht, ist zumeist mit Geld aufzuwiegen und lässt sich darum wunderbar zu hübschen Statistiken verarbeiten.
Gewalt ist kein "männliches Prinzip"
Männer, so eine Kernthese der Patriarchatstheorie, nutzen Gewalt um Macht über Frauen auszuüben. Gewalt wird damit zu einem "männlichen Prinzip" (z)erklärt, das maßgeblich der Unterdrückung von Frauen dient. Allerdings richtet sich Männergewalt größtenteils gegen Männer. Wenn es tatsächlich um Macht geht, so scheinen sich Männer für die Frauen am wenigsten zu interessieren. Im Gegenteil wird man feststellen, dass die gewalttätigsten Männer auch meist die machtlosesten sind. Gewalt konzentriert sich in der gesellschaftlichen Hierarchie dort, wo es den Menschen am schlechtesten geht - am sozialen Bodensatz. Und da dieser offensichtlich wie die gesellschaftliche Spitze männlich ist, erscheint uns auch Gewalt als solches männlich. Mit derselben Logik könnten wir aber auch von Gewalt als einem schwarzen Prinzip oder einem Migrantenprinzip sprechen, es wäre genauso widersinnig.
Das feministische Zerrbild hegemonialer Männlichkeit konnte sich deshalb so gut etablieren, weil es Geschlechterstereotypen par excellence abbildet und sich der menschlichen Denkfaulheit geradezu anbiedert. Der körperlich überlegene Mann und die ihm unterlegene Frau sind das, was als äußerer Schein den tiefsten Eindruck in der menschlichen Wahrnehmung hinterlässt. Hier spielt die Natur den Männern einen bösen Streich. Das Kindchenschema - eine durchaus sinnvolle Erfindung der Natur - findet sich bei Jungtieren, Kindern und bei Frauen. Es dient dazu, im menschlichen Verhalten den Beschützerinstinkt anzusprechen. Diesen Mechanismus hat die Natur bewusst eingerichtet, um die Erhaltung der Art zu sichern. Da Männern dieses Kindchenschema fehlt, verfügen sie über keinen Opferappeal. Sie wirken nicht bedürftig, egal wie schlecht es ihnen geht, sie sind sozusagen von der Natur benachteiligt.
Die äußere Stärke der Männer war folglich auch schon immer ihre größte Schwäche. Sie führt bis heute dazu, dass Männer "verheizt" und Frauen geschont werden. Auch aus diesem Grund wird eine maskulistische Bewegung es wesentlich schwerer haben als die feministische. Besonders gilt dies, wenn eine solche Bewegung sich feminismuskritisch geben, also gegen diejenige Gruppe mit dem größeren Opferappeal ankämpfen muss. Und in der Tat - das muss sie. Denn feministische Interessen stehen heute männlichen Belangen oft diametral gegenüber.
Unterstützung für Frauen, Disziplinierung für Männer
Angehörige der Männerbewegung wurden in der Vergangenheit von Feministinnen und Gleichstellungspolitikerinnen eiskalt aufs Abstellgleis rangiert. Wurde auf männliche Benachteiligungen aufmerksam gemacht, so bestand die übliche Strategie darin, zu leugnen, zu verharmlosen oder nach Gesterkampscher Art zu diffamieren. Der Widerstand der Frauenbewegung, ihr Opfermonopol aufzugeben, war enorm. Die gemäßigte, Dialog-orientierte Männerbewegung versuchte dieses Problem zu lösen, indem sie zunächst teilweise die Perspektive des Feminismus übernahm um schließlich ganz von ihm absorbiert zu werden. Männer wurden mit ihrem Engagement geduldet, solange sie anerkannten, die Privilegierten zu sein und sich darauf beschränkten, an sich zu arbeiten und sich zu bessern.
Ein Blick auf Art und Inhalt staatlich geförderter Jungen- und Männerprojekte zeigt, welche Blüten dieser Gynozentrismus treibt. Was zunächst auffällt, ist, dass das Angebot hier von vornherein eher spärlich ausfällt. Zweitens ist auffallend, dass die allermeisten Projekte, wie z.B. "Neue Wege für Jungs" im Kern die "kritische Auseinandersetzung mit Männlichkeitsmustern" zur Grundlage haben oder - wie der Verein Dissens - darüber hinaus einen dekonstruktivistischen Ansatz verfolgen, bei dem die männliche Rolle grundsätzlich als destruktiv betrachtet wird und dementsprechend in eine sozial verträglichere Form gebracht werden soll.
Für Projekte, welche in Jungen und Männern nicht nur Patriarchen, Gewalttäter und Mängelwesen sehen, gibt es keine Fördermittel. Für deren Vergabe sind zu einem großen Teil nämlich Gleichstellungsstellen zuständig. Deren Aufgaben sind wiederum durch diverse Gesetzte geregelt, die in ihrer Formulierung offenbaren, welch rudimentäres Verständnis der Gesetzgeber von "Gleichstellung" hat: Frauenförderung und sonst nichts. "Gleichstellung von Männern und Frauen",so die Gesetzestexte, dienen der "Beseitigung bestehender Benachteiligungen". Nur sieht der Gesetzgeber "bestehende Benachteiligungen" ausschließlich auf weiblicher Seite. "Gleichstellung von Männern und Frauen" kann dann nur bedeuten, den Frauen etwas zu geben und den Männern etwas zu nehmen. Gleichstellung bedeutet in diesem Sinne plumpe Umverteilung von den Männern zu den Frauen. Gleichstellungsstellen sind demnach verpflichtet, Gelder so zu verteilen, dass sie Frauen nutzen. Jungen und Männer zu unterstützen nutzt Frauen nichts, sie zu disziplinieren und umzuerziehen jedoch sehr wohl.
Somit steht Feminismus zwangsläufig für die Maximierung weiblicher Privilegien. Wie so etwas aussehen kann, demonstrierte jüngst die UNO, als sie sich unter dem Einfluss feministischer Lobbies dafür entschied, der Unterstützung weiblicher Kriegsopfer absolute Priorität einzuräumen. Und das obwohl der Hauptanteil unter zivilen Kriegsopfern Jungen und Männer sind. Auch unter den militärischen Opfern findet sich eine Vielzahl junger Männer, die im Rahmen einer Wehrpflicht oftmals unter gewaltsamen Zwang keine andere Wahl haben und eigentlich mit zivilen Opfern gleichzusetzen wären. Während der Balkankriege etwa versteckten sich manche Männer zusammen mit ihren Söhnen in Wäldern und Erdlöchern um dem Zugriff der Armee zu entgehen. Genau darum ist die Wehrpflicht eine Form der Menschenrechtsverletzung und gehört weltweit geächtet.
Doch wenn Männer getötet, verwundet, gefoltert und verfolgt werden, ist das nichts weiter als Kollateralschaden. Den Frauen freilich nutzt diese Haltung. Sie können sich sicher sein, dass sie schneller, besser und umfänglicher versorgt werden, gelten doch sämtliche Aufmerksamkeit und jedwedes Mitgefühl bevorzugt ihnen. Zudem trägt die Tatsache, dass Frauen sich an Kriegshandlungen im Gegensatz zu den wehrpflichtigen Männern nicht beteiligen müssen, dazu bei, dass sie "sauber" bleiben, und sich selbst als das bessere, friedlichere Geschlecht empfinden dürfen, derweil den geschundenen Männern der böse Zeigefinger gilt. Ganz nebenbei bemerkt finden sich unter den Unterstützern der Männer-Wehrpflicht bezeichnenderweise meist mehr Frauen als Männer.
Die einfache Formel "Die Männer zetteln doch die ganzen Kriege an, das geht uns Frauen nichts an", gilt nicht. Ohne die vielen Kriege der Vergangenheit würden wir heute noch unter Königen und Kaisern leben und nicht unter Kanzlern und Präsidenten. Demokratie und Menschenrechte sind nicht vom Himmel gefallen. In Kriegen ging es neben dem Kampf um Ressourcen auch um den Kampf für Ideen, die uns die Freiheit und den Wohlstand brachten, der heute für uns selbstverständlich ist. Das ist das Doppelsinnige und somit die unangenehme Kehrseite des Ganzen. Desweiteren sind und waren es nicht Männer, die Kriege führen, sondern Machthaber, darunter Männer wie Frauen. Richtig ist, dass es ausschließlich Männer waren und sind, welche diese Kriege oftmals unter Zwang ausführen.
Männliche Benachteiligungen werden ausgeblendet
Durch die dogmatische Festschreibung des Machtgefälles zwischen Männern und Frauen werden Männer nicht nur durch ständige Schuldzuweisungen zu fortwährender Wiedergutmachung genötigt. Sie führt auch dazu, dass Benachteiligungen von Männern allein per Definition nicht existieren können oder präziser gesagt nicht existieren dürfen. Statt dessen werden sie unsichtbar gemacht. Diese Marginalisierung führt zur Ausblendung selbst ganz banaler Tatsachen und Zusammenhänge. Menschen sind nicht fähig, die Welt ungefiltert in ihrem Rohzustand zu erfassen. Sie können diese lediglich durch ihre eigene, soziokulturell geschliffene Brille so sehen, wie sie es beigebracht bekommen haben. So geschieht es, dass viele Männer und Frauen sich durchaus der Probleme bewusst sind, diese aber nicht in den Kontext "Benachteiligung" oder "Diskriminierung" einordnen.
Während schon äußerst mittelbare, vielleicht nur materielle Benachteiligungen von Frauen eine Welle der Empörung nach sich ziehen, werden unmittelbare und existentielle Benachteiligungen von Männern schlicht hingenommen und als selbstverständlich akzeptiert. Sei es die im Schnitt sechs Jahre niedrigere Lebenserwartung, die vier mal höhere Suizidrate, die Wehrpflicht, die neun mal höhere Obdachlosigkeit und vermehrte Arbeitslosigkeit, die wesentlich höhere Anzahl von Berufserkrankungen oder Arbeitsunfällen, die schlechteren Schulabschlüsse, die doppelt so hohe Anzahl an Schulabbrechern usw., entweder sind die Männer selbst schuld, oder es ist einfach nicht wichtig genug oder - und das ist eine besonders populäre Methode - es wird als Ausgleich für die angeblich viel schwerwiegenderen Benachteiligungen der Frauen angesehen.
Ebenso ist es zur Mode geworden, männliche Opfer von Beginn an vollständig auszublenden, sie der Wahrnehmung von vornherein zu entziehen. Eine in den Medien häufig anzutreffende Formulierung - und darauf sollten Sie einmal achten - lautet: "Frauen sind besonders betroffen", z.B. vom Klimawandel, Naturkatastrophen, Kriegen, Erdbeben. Aber Vorsicht! "besonders betroffen" bedeutet nicht, dass Frauen "häufiger" betroffen sind. Sie dürfen, wie im Falle von Kriegen, auch durchaus in der Minderheit sein. Was "besonders betroffen" bedeutet, ist dabei jedem selbst und seiner Fantasie überlassen.
Feminismus zementiert Geschlechterstereotypen
Feminismus sei für Männer erholsam, meinen die Spaßfeministinnen Meredith Haaf, Susanne Klingner und Barbara Streidl, Autorinnen des Blogs "Mädchenmannschaft". Er sorge dafür, dass Männer "nicht das testosterontriefende Alphamännchen markieren" müssten. Weit gefehlt! Eher bewirkt Feminismus mittlerweile das Gegenteil. Einerseits fordert er von Männern, ihre harte Schale abzulegen, mehr Innensicht zu betreiben und ihre verwundbaren Seiten nicht nur zuzulassen, sondern auch nach außen zu tragen. Dies ist sozusagen die erzieherische Mission des Feminismus, zumindest was seine Selbstdarstellung anbelangt. Gleichsam aber reagieren dieselben Feministinnen äußerst empfindlich, sollten Männer dies nicht in ihrem Sinne tun. Alles ist statthaft und erlaubt, solange Männer sich selbst anklagen. Machen Männer aber gesellschaftliche Benachteiligungen geltend und überschneiden sich ihre Forderungen gar mit feministischem Hoheitsgebiet, so wird der Ton der Feministinnen schnell gouvernantig aggressiv.
Männer sind Menschen und als solche verletzlich - eine Banalität, die von Feministinnen hart geleugnet wird. Männliche Benachteiligungen kann und darf es per se nicht geben. Feminismus ist somit für Männer alles andere als erholsam, er ist mörderisch anstrengend, verlangt er doch von ihnen, noch schweig- und duldsamer zu sein. Auf paradoxe Weise zementiert der moderne Feminismus somit genau jene Stereotypen und tradierten Rollen, die er eigentlich vorgibt, auflösen zu wollen. Für Frauen ist Feminismus indessen tatsächlich erholsam. Männer, die funktionieren, ertragen und schweigen - Männer, davon beseelt, es den von ihnen unterdrückten Frauen so recht wie nur irgend möglich zu machen und stetig ihre Schuld an ihnen zu sühnen - Männer, deren Häupter sich bei jeder noch so absurden Schuldzuweisung zu Boden senken - dagegen Frauen, die von jeder Schuld und Verantwortung freigesprochen sind - all das ist Frauen durchaus dienlich. Feminismus setzt sich für die Interessen der Frauen ein, nicht für die der ganzen Gesellschaft, das vergessen oft insbesondere die Männer.
Ich möchte noch einmal zusammenfassen, welche Mechanismen hier am Werk sind. Da wäre zunächst die kategorische Ausblendung männlicher Bedürftigkeit und Opferschaft einhergehend mit der vollständigen Vereinnahmung der Opferrolle für den weiblichen Teil der Bevölkerung. Diese Vereinnahmung führt den Ausschluss der Männer von gesellschaftlicher Unterstützung und Mitgefühl mit sich. Der Abbau tradierter Rollen wird dort betrieben, wo dies Frauen nützt und dort vereitelt wo es für sie einen Verlust von Privilegien bedeutet.
Die Aufrechterhaltung tradierter Rollen ist insofern im Sinne des Feminismus, als dies das Abwälzen unangenehmer Aufgaben auf die Männer ermöglicht und legitimiert. Der Feminismus fordert von Männern eine Entwicklung, die er selbst blockiert. Die damit absichtlich nicht vollzogenen Veränderungen werden zynischerweise den Männern zur Last gelegt. Zuguterletzt haben wir als wichtigstes Element die Diffamierung der Männer als Unterdrücker und Tätergeschlecht, damit einhergehend die Induzierung von Schuldgefühlen und der entsprechenden Verpflichtung zur Wiedergutmachung. Letzteres bildet die Grundlage für feministische Denk- und Sprechverbote, denn die Männer sind schuldig, also haben sie zu schweigen. Wer Zeilen wie diese schreibt, läuft Gefahr als Frauenfeind beschimpft zu werden. Diese Wirkweisen sind es, was ich als weibliche Hegemonie bezeichne. Der Staatsfeminismus mit seinen nur auf Frauenförderung ausgerichteten Gleichstellungsstellen und -Beauftragten ist indessen nichts weniger als die Institutionalisierung dieser Hegemonie.
An dieser Stelle komme ich auf das einleitende Thema zurück. Am Beispiel häuslicher Gewalt wird deutlich, welcher grundlegende Konstruktionsfehler dem feministischen Weltbild innewohnt. Das Verhältnis zwischen Männern und Frauen wird hierin definiert wie dasjenige einer Regierung zu seinem Volk. Gewalt von Männern gegen Frauen scheint jener Gewalt zu gleichen, derer sich eine Unrechts-Regierung gegenüber ihren Bürgern bedient, um sie unter Kontrolle zu halten. Es scheint so, als ob die geistigen Architekten der Patriarchatslehre den Fehler machten, die Machtverhältnisse staatlicher Systeme eins zu eins auf die Beziehung zwischen den Geschlechtern zu übertragen. Es ist völlig verständlich, dass weibliche Täter und männliche Opfer nicht in ein solches Bild passen.
Ein weiterer, oft begangener Denkfehler ist der Glaube, Frauen seien aufgrund ihrer körperlichen Unterlegenheit überhaupt nicht in der Lage, Männer zu verletzen. Hierzu ein Beispiel: Wir denken uns Klaus und Holger. Klaus verpasst Holger eine Ohrfeige, Klaus aber hat Schwierigkeiten, sich dagegen zu wehren, sei es weil er zu schüchtern oder schlicht zu gut erzogen ist. In der Folge wiederholt Klaus seine Angriffe und drangsaliert Holger regelmäßig. Nach der zehnten Ohrfeige entscheidet sich Holger möglicherweise, sich zu wehren. Zwischen den beiden hat sich inzwischen aber eine Hierachie aufgebaut. Für Klaus ist es mittlerweile normal, dass er Holger so behandelt. Würde Holger sich aus dieser Situation lösen wolle, so müsste er nun wesentlich mehr Energie aufbringen, als wenn er sich sogleich bei der ersten Ohrfeige zur Wehr gesetzt hätte. Ob Holger zum Opfer wird oder nicht hängt entscheidend davon ab, ob er frühzeitig genug Grenzen setzen kann, dies wiederum hängt von seiner Persönlichkeit und seiner Beziehung zu Klaus ab, nicht von seiner Körperkraft.
Dieses Beispiel zeigt, dass die körperlichen Kräfteverhältnisse zweitrangig, ja nahezu unbedeutend sind, wenn sich Gewalt zwischen Menschen abspielt, die in enger Beziehung zueinander stehen. Maßgebend sind die Persönlichkeit von Opfer und Täter, emotionale, soziale oder finanzielle Abhängigkeit sowie die Kenntnis der Schwächen des anderen. Körperliche Überlegenheit ist nutzlos, wenn die Hemmschwellen zu hoch und die Entschlusskraft zu gering sind um die eigene Körperkraft zu nutzen.
Die Einsicht, dass Frauen in Partnerschaften ebenso gewalttätig sind wie Männer, verleitet zu der Frage, wie weiblich Gewalt im Allgemeinen ist. Im kriminologischen Journal stellte Maud Kips in einem Aufsatz [1] die gewagte aber interessante These auf, dass das Strafrecht hauptsächlich männliche Lebens- und Schaffenswelten reguliere und somit viele von Frauen begangene Taten überhaupt nicht als kriminell kategorisiert würden. Die meisten Tatbestände bezögen sich auf Bereiche wie Wirtschaft, Diebstahl und Drogenhandel. Weibliche Domänen wie die Kindererziehung, Pflege von Angehörigen oder die Hauswirtschaft würden nicht kriminalisiert. Nun sind die Grenzen zwischen männlichen und weiblichen Lebenswelten seit geraumer Zeit in ihrer Auflösung begriffen. Müsste weibliche Gewalt mit der Vermengung männlicher und weiblicher Welten dann nicht sichtbarer werden? In der Tat hat der Anteil der von Frauen begangenen Gewaltdelikte in den vergangenen Jahrzehnten einen teilweise zweistelligen, prozentualen Zuwachs erfahren. Das kann bedeuten, dass weibliche Gewalt schlicht und ergreifend in andere Lebensbereiche verschoben und somit einer stärkeren Kriminalisierung unterzogen wird.
Die Soziologin Ulrike Popp erläutert in "Geschlecht, Gewalt, Gesellschaft" [2], wie das Bild von Gewalt als männliches Phänomen sozial konstruiert wird. Zunächst geschehe dies durch eine besondere, "terminologische Verwendung des Gewaltbegriffes". So fallen soziale und psychische Gewalt, und diese sind weiblich dominiert, generell nicht unter den üblichen Gewaltbegriff und werden auch nicht strafrechtlich sanktioniert. Desweiteren werde weibliche Gewalt oft bagatellisiert und verharmlost. Ebenso werde Gewalt oftmals geschlechtsspezifisch bewertet und begründet. Wir dürfen also davon ausgehen, dass uns die Kriminalstatistiken einen nicht unerheblichen Teil weiblicher Gewalt und Kriminalität verschweigen, weil viele von Frauen begangene Delikte schlicht nicht als solche wahrgenommen und so einer Kriminalisierung entzogen werden.
Die Gewaltfrage als Kriegserklärung an den Feminismus
Man muss sich darüber gewahr werden, dass die Entstellung des Mannes zum Tätergeschlecht dem modernen Feminismus als universelle Formel für die Begründung seiner Forderungen dient. Ferner wurde es dadurch möglich, männliche Opferschaft nicht nur zu leugnen sondern als nicht existent erscheinen zu lassen und somit die Hälfte der Wirklichkeit vollständig dem öffentlichen Bewusstsein zu entziehen. Nährboden und Legitimationsgrundlage für feministische Opfer- und Forderungsrhetorik ist die Schuldigsprechung der Männer. Von elementarer Wichtigkeit ist hierfür die Aufrechterhaltung des Bildes von männlichen Tätern und weiblichen Opfern, sowie der Gewalt als ein "männliches Prinzip".
Die Gewaltfrage wird von Feministinnen folglich deshalb wie eine letzte Bastion verteidigt, weil sie der Schlüssel zum Fortbestand feministischer Deutungshoheit ist. Wer wie Erin Pizzey, Murray Straus oder Gerhard Amendt die Gewaltfrage stellt, der tut nichts Geringeres, als eben dieses Fundament des modernen Feminismus in Frage zu stellen. Radikalfeministinnen empfinden dies nachvollziehbarerweise als Kriegserklärung, wobei es ihnen nicht um die Gewaltopfer sondern einzig und allein um den Erhalt ihrerselbst geht. Das Bild von bösen, mächtigen Männern und guten aber unterjochten Frauen birgt eine gewisse Ästhetik, mehr aber auch nicht. Das Verhältnis zwischen den Geschlechtern war und ist weitaus ambivalenter, das scheinen manche Feministinnen begriffen zu haben.
[1] Maud Kips: Kriminologisches Journal 1991, S. 125 Strafrecht für Männer, Psychiatrie für Frauen
[2] Geschlecht, Gewalt, Gesellschaft von Siegfried Lamnek und Manuela Boatca 2003
Artikel weiterlesen 
ANZEIGE | | |
|

| |
| |
Kommentare (13)
Viki, 02.12.2011 10:09
Way to use the itnerent to help people solve problems!
nometa, 21.11.2011 02:09
@M: "fair wäre die Frage, ob man/frau Angst hat vor dem Verhalten des Partners!
Denn DAS wird meist der Grund dafür sein, dass Männer eine Ohrfeige oder Schläge seitens der Frau nicht als Gewalt wahrnehmen: sie empfinden keine Schmerzen und keine Bedrohung durch die Handlung.
Anders als geschlagene Frauen müssen sie auch nicht fürchten evtl. vergewaltigt zu werden."
1. Sie verallgemeinern: Es gibt viele Beziehungen, in denen die Frau körperlich wesentlich stärker ist als der Mann - und ich meine nicht nur aufgrund von Übergewicht.
2. Dass Männer keine Schmerzen empfinden, ist mir neu, aber Sie werden's schon wissen (außerdem greifen Frauen bekanntermaßen öfter zu Gegenständen, um den Mann zu prügeln).
3. Es ist falsch, dass Frauen ihre Partner nicht vergewaltigen. Das berühmte Klischee, dass Frauen nicht vergewaltigen können, weil sie keinen Penis haben...
Aber offenbar habe ich es mit einer Feministin zu tun, da möchte ich mich nicht engagieren - verschwendete Zeit. Man kann so viel Fakten bringen, wie man will, FeministInnen lügen weiterhin: "Frau=Opfer, Mann=Täter"...
Zum Artikel: Wow, sehr gut geschrieben, sehr umfangreich - eigentlich, wenn die Menschen rationale Wesen wären, müsste das jeden davon überzeugen, dass Männer mehr diskriminiert werden als Frauen.
Die wichtigsten Bereiche, in denen Männer benachteiligt sind, hier kompakt als Video:
http://www.youtube.com/watch?v=57EWApOypIQ
qed, 20.11.2011 22:28
Toll, Kevin Fuchs!
Bei derartigem Scharfblick wird einem auch klar, warum Sie in der sog. 'Piratenpartei', dem sprichwörtlich fünften Rad am grünlinkslila- Einheitsparteiwagen in den Zustand der Verzweiflung gerieten.
Anläßlich der letzten Wahl war es heiß diskutiertes Thema unter den Männern, ob man bei den Piraten eine politische Heimat fände. Und Arne Hoffmann hatte sich ja stark engagiert.
Ich war indes skeptisch: zuviel grün- lilaner Mainstream- Brei schwappte mir da herum und ich sollte Recht behalten: spätestens nach dem Affront von Konstanz mit Desavouierung des wackeren, kompetenten Manndat- Mitglieds Köhler war die Sachlage klar: grünrotlilane SA gibt den Ton an.
Die Piraten sind nichts weiter als linke U- Boote wie die Occupier. Vgl. die Machtübernahme in der grünen Partei durch radikalrote Terroristen wie Fischer und Trittin, die sich fortan mit der Friedenstaube schmückten.
Und der eierlose schwedische Überraschungspirat im kastrierten EU- Kaffeekränzchen genannt 'Parlament' hatte nichts Besseres zu tun, als seine Dienste den Geschlitzten der grünen Fraktion dort anzudienen!
Der Durchbruch dieser sog. 'Partei' hier kam in Berlin, der Hauptstadt aller Parasiten des Sozialstaates und der Dekadenz. Biedermann und die Brandstifter lassen auch schön grüßen. Was als Strömung aus Berlin kommt, kann niemals Gutes verheißen- eine Erfahrung, die der Verständige seit Adolfs Zeiten macht.
Die sinnlose Piratenparteiepisode der Männerbewegung hatte Folgen: Hoffmann strich beleidigt die Segel und outete sich als Linker mit einem nicht zu übersehenden Bekenntnis zur 'repressiven Toleranz' im Sinne des Neomarxisten Marcuse. Siehe seinen Disput mit Heike Tiefenbach und Michael Klein auf 'sciencefiles', Sie wissen schon, was ich meine.
Schauens, Herr Fuchs, Sie werden verstehen: wir warten ab, was noch so kommt.
FloHA, 19.11.2011 23:31
Fragen sie mal einen Jungen, der eine Schwester hat, nach seiner Gewalterfahrung.
M, 19.11.2011 23:02
Zur partnerschaftlichen Gewalt:
fair wäre die Frage, ob man/frau Angst hat vor dem Verhalten des Partners!
Denn DAS wird meist der Grund dafür sein, dass Männer eine Ohrfeige oder Schläge seitens der Frau nicht als Gewalt wahrnehmen: sie empfinden keine Schmerzen und keine Bedrohung durch die Handlung.
Anders als geschlagene Frauen müssen sie auch nicht fürchten evtl. vergewaltigt zu werden.
Erin Pizzey wiederum stellte fest, dass die Frauen, die in Frauenhäusern Zuflucht suchten, vorallem die Partnerinnen von Ärzten, Rechtsanwälten und Polizisten waren. Wenn das immernoch so wäre (sicher ergänzt durch die Gruppe der Ausländerinnen), erschiene der Widerstand gegen derartige Einrichtungen in neuem Lichte...
Bernhard, 26.05.2011 10:45
Gewalt durch Frauen ist in Beziehungen sehr häufig. Angefangen mit Gegenständen, die geworfen werden, Zerstörung von Eigentum, oder auch psychischer Gewalt.
Wer Frauen kennt, hat aber sicher auch schon Rippenprellungen (sehr schmerzhaft) und ähnliches erlebt.
Männer nehmen das schon als alltäglich hin. So sind Frauen eben.
Die Gründe für solche Gewaltausbrüche sind oft gänzlich trivial. Die Gefühlswelt der Frau kann innerhalb von Minuten von Liebe in Hass umschlagen.
Natürlich verschweigt das die feministische Opferideologie.
Lachender Hans, 26.05.2011 08:12
Hierzu: http://de.wikipedia.org/wiki/Conflict_Tactics_Scales#Kritik
Die auf diese Weise erhaltenen Zahlen wurde immer wieder als Beleg für die Hypothese benutzt, häusliche Gewalt zwischen Paaren würde gleich oft von Frauen wie von Männern ausgehen und Männer würden gleich oft Opfer häuslicher Gewalt, wie Frauen - und dies, obwohl auch der Autor der Methode darauf hinweist, dass diese Interpretation ohne weitere Untersuchungen nicht zulässig sei. Diese Hypothese rief in sozialwissenschaftlichen, kriminologischen und viktimologischen Kreisen einen Methodenstreit hervor, der bis heute anhält, da die Zahlen mit anderen Methoden bisher nicht verifiziert werden konnten. Auf der anderen Seite werden geschlechtersymmetrische Rohdaten aus CTS-Untersuchungen von politischen Kreisen immer wieder dazu benutzt, die hauptsächlich auf Frauen und Kinder zugeschnittene Opferschutzpolitik westlicher Länder zu kritisieren und infragezustellen.
Um der berechtigten Kritik zu begegnen und die Methode für Untersuchungen häuslicher Gewalt anzupassen, wurde sie von Straus 1990 revidiert, verfeinert und der Fragenkatalog erweitert (CTS2, siehe dazu Weblink 1).
http://pubpages.unh.edu/~mas2/CTS15.pdf
rufus, 26.05.2011 07:16
Besser als in diesem Artikel könnte man den :
Feminismus nicht beschreiben!
Am bezeichnendsten wird die Minderbewertung des Mannes in der Gesellschaft, wenn es um männliche Zwangsdienste wie den Militärdienst geht: Hier wird ohne jeden Zweifel klar, wer das höherwertige Geschlecht ist, für das das minderwertige, entbehrliche im Ernstfall sein Leben opfern soll. Eine an widerlichem Zynismus nicht zu überbietende Denkweise!
Oliverr, 26.05.2011 05:37
Richtig Ben, aber auch für Israel gilt: Frauenwehrdienst light:
Israels Armee hat ein Problem: Zu viele bevorzugte Frauen verweigern den Wehrdienst mit der Begründung, sie seien streng-gläubig, mehr als 1/3 der Frauen ist so vom Wehrdienst befreit.
Des weiteren dürfen sie Gefechtsdienst an der Front ablehnen.
Männer MÜSSEN den Wehrdienst leisten. Er dauert für das männliche Kanonenfutter 3, für die allseits bevorzugten Frauen jedoch nur 2 Jahre.
Auch wird Frauen ein Dienst auf U-Booten erspart, Männern zugemutet.
Zudem kann Frau ja mal eben die Pille vergessen. Der Zellklumpen lässt sich ja wieder problemlos entfernen, wenn die Gefahr vorbei ist.
Also auch in Israel:
Wummen-Bevorzuging äs usual in the world!
;-)
Ben, 24.05.2011 23:45
Respekt vor der Denkleistung, einzige Anmerkung: es gibt in manchen Armeen, wie in Israel, auch Frauen, die da nicht freiwillig sind. Ein "fast durchgehend", statt "nur" wäre angemessener.
Kommentar schreiben
*=Pflichtfelder
|
|
|
|
|
|
| |
|
Spruch des Tages |
"Persönlichkeiten, nicht Prinzipien, bringen die Zeit in Bewegung." - Oscar Wilde |
|
|
|
Umfrage |
Würden Sie sich für die Einführung eines "Nord-Euro" aussprechen?
Ergebnis |
|
|
|
|