Im Schatten der arabischen Rebellionen vollzieht sich in der Region ein Allianzenwechsel, der in den westlichen Staatskanzleien tiefe Besorgnis auslöst. Das Schlüsselland Ägypten nähert sich den radikaleren Kräften an, allen voran Iran und dessen Vasallen Hamas.
Jüngster Ausdruck dieser Annäherung: Am Mittwoch wird in Kairo ein Abkommen zwischen der Hamas und der Fatah ratifiziert, das zu einer Einheitsregierung und Wahlen in den Palästinensergebieten führen soll. Schon jetzt wurde im Gegenzug die ägyptische Grenze zum Gaza-Streifen geöffnet, die Hamas kann jetzt wieder in größerem Umfang importieren – auch Waffen. Denn nur Naive vom Schlag der EU-Außenbeauftragten Ashton werden glauben, dass auf diesem Wege nicht massiv Waffenlieferungen in den Gaza-Streifen gelangen.
Für Israel ist diese Einigung Bedrohung und Geschenk zugleich. Die Bedrohungslage: Zum einen bedeutet die Annäherung Kairos an die radikalen Kräfte eine Entfremdung Ägyptens zu Israel.
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