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17.05.2012
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     Dedo Schwerin von Krosigk
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Steuerhöhung für Diesel
Weitere Themen: Allgemein, Wirtschaftspolitik

Die EU-Kommission will die Versteuerung von Diesel in Kraftfahrzeugen ändern, und d.h. natürlich: massiv erhöhen. Die Bundeskanzlerin hat erklärt, sie sei dagegen. Wer das glaubt, hat die letzten Jahre in einem Land ohne Nachrichten verbracht.

 

 

Genauso unglaubhaft ist, daß der Bundesverkehrsminister nichts sagt, der doch sonst immer vorne dabei ist, wenn es gilt, die Bevölkerung zu schikanieren. Er will offensichtlich den Eindruck erwecken, er sei auch dagegen. Wer das glaubt, kennt Ramsauer nicht.

 

Die weitere Entwicklung ist leicht vorherzusagen.

 

Es vergehen einige Monate, bis die Bundeskanzlerin und ihr Verkehrsminister glauben, jetzt sei die Ablehnung der Änderung aus dem Munde von Frau Merkel in Vergessenheit geraten und durch Wichtigeres überholt oder sie falle auf dem riesigen Haufen der ruckzuck geänderten und abgelegten Ansichten sowieso nicht weiter auf.

 

Dann stimmt der Bundesverkehrsminister dem Kommissionsvorschlag, der ohne seine Zustimmung nicht verbindlich werden würde, still und heimlich zu. Und danach beginnt die übliche verlogene Heuchelei, indem die ganze Bundesregierung erklärt, sie sei leider, leider gezwungen eine verbindliche EU-Richtlinie „umzusetzen“. Dieses dreckige Spiel kennen wir mittlerweile.

 



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Kommentare (8)




 
  Kommentare (8)

Hinweiser, 17.04.2011 23:04
Im Geheimen JUBELT unsere Super-Schuldenregierung über dieser Erhöhung. Kann sie doch dann noch mehr Steuern dem Michel aus der Tasche ziehen, ohne direkt "Schuld" zu haben. Vermutlich hat diese Merkelregierung sogar dem Öttinger heimlich diese Idee übermittelt!!!!

Klaus Kolbe, 16.04.2011 21:19
Wer da immer noch dem Irrglauben verfallen ist, wir lebten in einer Demokratie (in der ja bekanntlich das Volk der Souverän ist), der sollte langsam aufwachen. Dies ist eine Parteien- oder auch Wirtschaftsdiktatur, in der die (austauschbaren) Politiker lediglich Handlanger der Hochfinanz sind – nichts anderes.
Sehen wir uns doch nur einmal das an, was im Euro-Raum so passiert. Werden dort die Bürger gerettet oder die Banken? Ist das vom Volk, vom Souverän also, legitimiert?
Außerdem hat dieses ganze sogen. westliche (parlamentarische) Demokratiesystem mit einer Demokratie, wie sie die alten Griechen praktizierten, nicht das geringste zu tun. Viel näher kommt da schon das der Schweiz mit der Direktdemokratie. Aber auch hier gibt es schon Zersetzungsbestrebungen von außen.
Man sollte sich aber vielmehr schon jetzt auf das Ende des auf Schulden basierenden Fiatmoney-Systems einstellen. Diese gigantischen Schulden, die diejenigen des Weltwirtschaftszusammenbruchs der zwanziger Jahre des letzten Jahrhunderts um ein Vielfaches noch übersteigen, werden niemals zurückgezahlt werden können. Alle Währungen, die auf ungedecktem Papiergeld basieren, werden nicht mehr lange Bestand haben. Vorher aber werden die Bürger noch so richtig geschröpft durch immer höhere Steuern und Abgaben (siehe Kern des Beitrags von Dedo Schwerin von Krosigk). Die schon laufende Inflationierung = Geldentwertung wird, falls man nicht vorher schon die Notbremse zieht und eine Währungsreform durchführt, zur Hyperinflation mit all den schrecklichen Begleiterscheinungen, wie man in der Geschichte sehen kann, ausarten. Das Volk aber wird so oder so ohnehin wieder einmal enteignet, da alle Ersparnisse in diesem wertlosen Papiergeld-System dann sozusagen „verpuffen“. Man denke gerade auch an Deutschland, in dem die Sparer mit der Währungsreform von 1948 zum zweiten Mal innerhalb von nur etwas mehr als zwei Jahrzehnten alles verloren hatten.


Spruance, 16.04.2011 09:13
Ja, so wird es kommen. Wie wir es mittlerweile gewöhnt sind. Dabei hätte man das Ziel, die Besteuerung nach dem Energiegehalt zu staffeln, auch durch eine Senkung der Steuern auf Benzin erreichen können. Seltsam, daß daran Niemand gedacht hat...

Christiane W., 15.04.2011 23:17
Es formiert sich kein Widerstand im Bundestag weil wir längst in der Post-Demokratie angekommen sind. Was wir im Berliner Reichstag besichtigen können, ist eine hübsche Theateraufführung zur Unterhaltung, Beschäftigung und Ablenkung politisch aktiver Bürger, ein Potemkinsches Dorf vom Feinsten. Ein Teil unserer MdBs weiß das, macht aber mit, um die eigene Bedeutungslosigkeit nicht offenbar werden zu lassen, ein anderer Teil hat keine Ahnung und macht sich vor, seine parlamentarische "Arbeit" sei wichtig und unverzichtbar.
Derweil verkauft die gelernte DDR-Bürgerin Merkel uns ungestört an die internationalen Großabzocker.


Günter, 15.04.2011 21:52
Das sehe ich anders. Frau Merkel läuft massiv gegen diese neue Absicht der EU Sturm. Sie kommt damit der deutschen Autoindustrie mit ihren schweren Dieselkarosserien zu Hilfe. Damit bräuchte sich das unbewegliche Management der deutschen Autofirmen nicht umstellen. Die EU hat dagegen mit der Initiative völlig Recht, nach Verbrauch zu besteuern. Um die Klimaerwärmung in wenig in Grenzen zu halten, ist dies ein logischer und praktischer Vorstoß der EU.

Der Unternehmer, 15.04.2011 18:59
@ So ist es!

Meinen Sie im Ernst, dass das unter einem anderen Kanzler anders wäre?

Wer in diesem Land noch auf eine bessere Politik wartet oder gar glaubt, Politik würde für die Menschen gemacht soll weiter träumen.

Unser gegenwärtiges politisches System des demokratischen Wohlfahrtsstaates mit marxistischen Geldsystem wird in der näheren bis mittleren Zukunft kollabieren. Das wars dann.


Dunken Sadovic, 15.04.2011 17:54
Von Mitgliedern der Regierung und des Parlamentes muss sich niemand für das, was er tut oder mitveranlasst, jemals verantworten. Es wird Zeit auch daran etwas zu ändern. Einer Aussage von Frau Merkel schenke ich keinen Glauben mehr, mit anderen Politikern ist es genauso. Lügen, Lügen und nochmals Lügen. Und wir werden immer zahlen dürfen.

So ist es!, 15.04.2011 13:04
...und nicht anders. Warum nur kommt dieses Merkel-Ungehuer damit laufend durch? Weil es im Parlament keine Revolte gibt. Die Abgeordneten murren leise vor sich hin, manche etwas lauter- aber es formiert sich kein WIDERSTAND.


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