Ich seh' sie schon, die Fotos mit den (fröhlichen) Mädchen - Gesichtern, eingepfercht in einen Blau-Mann (!) eines Kfz-Mechanikers mit einem viel zu großen Schutzhelm, im Hintergrund die Gleichstellungsbeauftrage einflüsternd: "Das könnt Ihr auch!" Und das in einer Zeit, in der die Arbeitslosigkeit von männlichen Jugendlichen (gerade in typisch männlichen Berufen) immere größer wird als die der weiblichen. Deswegen ist die Veranstalterin auch nicht die Agentur für Arbeit, sondern ein Kompetenzzentrum für " Diversity und Chancengleichheit"....
Haben sich die Veranstalterinnen vom Kompetenzzentrum eigentlich mal in die Seele eines Jungen versetzt, der all die glücklichen und leistungswilligen Mädchen sieht, die ihm seine zukünftige Arbeitstelle wegnehmen? Bestimmt nicht. Denn sonst würden sie am "girl's day" nicht einen "boy's day" so nebenher laufen lassen. Das entsprechende Jungens-Foto sieht dann so aus: gar nicht fröhliche Jungengesichter beim Wickeln von Säuglingen in der Kinderkrippe.
Die Mädchen und Jungen sind für die Veranstalterinnen nicht von Bedeutung, denn sonst würden sie vermutlich erfahren, dass die Mädchen und Jungen viel lieber Eis essen oder Fussball spielen würden. Ergo: diese Jugendlichen am Girl's Day werden für Ziele der Politik mißbraucht. Ein Ziel heißt: Frauen an die Macht und lt. Spiegel: Umerziehung einer Nation mit Hilfe von "Gender Mainstreaming", deren Hohepriesterinnen im Familienministerium sitzen .
Wenn ich eine Gesellschaft umerziehen will, muß ich mit der Jugend anfangen. Das wissen Diktatoren am allerbesten. Glücklicherweise leben wir in keiner Diktatur, aber die Methoden von Gender Mainstreaming sind ähnlich: Gender Mainstreaming will die Mädchen auf die lukrative Männerwelt vorbereiten (girl's day) und die Jungen (boy's day) feminisieren. So können mittelfristig die freiwerdenden, weiblichen Niedriglohn - Arbeitsplätze durch Männer ersetzt werden. Das nennt das Familienministerium dann "Neue Wege für Jungs".