Die Initiative Soziale Marktwirtschaft plädiert für eine intelligente Ordnungspolitik. Allerdings mangelt es der aktuellen Krisenanalyse an ordnungspolitischer Prinzipientreue.
Sechs Verstöße gegen die Soziale Marktwirtschaft“. Anschließend geht es jedoch drunter und drüber:
Während die verfehlte US-Geldpolitik, aber leider weder die europäische noch die japanische, und die „Häuser-für-jedermann-Politik“ als Krisentreiber benannt werden, bleibt das gigantische Staatsversagen analytisch völlig unterbelichtet. Dafür werden Gier und Ratingagenturen pauschal angeklagt. Auch die wohlfeile Schelte der „fetten Gehälter“ der Banker fehlt nicht. So muss die Forderung nach einem „intelligenten Ordnungsrahmen“ unerfüllt bleiben.
Woran liegt das? Eine Ursache fällt ins Auge: Die richtigen Fragen werden nicht gestellt und viele wichtige Antworten fehlen. Nicht gestellt wird etwa die Frage, warum Banker überhaupt hohe Risiken eingehen können. Die Antwort würde auf den Systemfehler des staatlichen Geldmonopols mit seinem inflationären Teilreservesystem hinauslaufen, deren Zwängen die Geschäftsbanken als Transmissionsriemen unterworfen sind. Außerdem liegt es in der Natur von Politikern in Verbindung mit staatlicher Geldproduktion, das Missmanagement von Banken durch Rettung mit Steuergeldern zu belohnen. Man mag das kritisieren, aber es die allen Akteuren bekannte Geschäftsgrundlage. Und die von Ulrich van Suntum vorgeschlagene Sanierung der Banken stößt bislang auf keinen politischen Widerhall.
Die „Chronologie des Subprime Schreckens“ zeigt nicht, was in den USA bei intelligenten Ordnungsökonomen längst bekannt ist: Der Staat ist der wesentliche Subprime-Krisen-Treiber durch seine Geldpolitik, seine Staatstrusts Fannie Mae und Freddie Mac sowie seine Politik des massiven Drucks auf private Finanzinstitute, risikoreiche Kredite zu vergeben
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