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Alexandra Maria Linder M.A.
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DDR-Verhältnisse in unseren Schulen?
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DDR-UnrechtBildungMaulkorberlasse und Angst von Eltern, sich öffentlich zu äußern - solche Zustände kannte man bisher bei uns nur aus Erzählungen. Das hat sich geändert. Die Lage in Finnentrop wird immer skurriler: ein Hauptschulrektor, der sich auf einem Elternabend als Vater eines betroffenen Kindes gegen die Einrichtung einer Gemeinschaftsschule ausgesprochen hatte, wurde nach Arnsberg zur Bezirksregierung zitiert, wo ihm weitere Äußerungen untersagt wurden. Eltern, die ihre Kinder mittlerweile an dieser Schule (mangels Information, mangels Alternativen oder mangels Interesse) angemeldet haben, trauen sich nicht, vor der Kamera etwas gegen die Schule zu sagen. Sie haben Angst, dass ihre Kinder gemobbt oder nicht angenommen werden.
Gegen Elternwillen, gegen Lehrerwillen, gegen Kinderbedürfnisse und ohne jegliche Notwendigkeit wird hier eine Experimentalschulform durchgepeitscht, die bisher nirgendwo funktioniert hat und die politisch als Regelschule in NRW mit der derzeitigen Minderheitenregierung nicht durchzusetzen ist.
Hierzu folgender Gesetzesauszug aus einem deutschen Land im Jahr 1946:
Gesetz zur Demokratisierung der deutschen Schule
§ 1 Ziel und Aufgaben der deutschen Schule
Die deutsche demokratische Schule soll die Jugend zu selbständig denkenden und verantwortungsbewusst handelnden Menschen erziehen, die fähig und bereit sind, sich voll in den Dienst der Gemeinschaft des Volkes zu stellen. Als Mittlerin der Kultur hat sie die Aufgabe, die Jugend frei von nazistischen und militaristischen Auffassungen im Geiste des friedlichen und freundschaftlichen Zusammenlebens der Völker und einer echten Demokratie zu wahrere Humanität zu erziehen. Sie wird, ausgehend von den gesellschaftlichen Bedürfnissen, jedem Kind und Jugendlichen ohne Unterschied des Besitzes, des Glaubens oder seiner Abstammung die seinen Neigungen und Fähigkeiten entsprechende vollwertige Ausbildung geben.
§ 2 Schulträger und Schulform
Die Form des öffentlichen Erziehungswesens ist ein für Jungen und Mädchen gleiches, organisch gegliedertes demokratisches Schulsystem – die demokratische Einheitsschule.
§ 3 Aufbau und Gliederung der demokratischen Einheitsschule
Die demokratische Einheitsschule umfasst die gesamte Erziehung vom Kindergarten bis zur Hochschule und gliedert sich nach den Aufgaben, die aus den gesellschaftlichen Bedürfnissen erwachsen.
(Eingeführt in Thüringen, 2. Juni 1946; in Sachsen, 31. Mai 1946)
(aus: Kleßmann, C.; Die doppelte Staatsgründung. Deutsche Geschichte 1945-55, Band 298 der Schriftenreihe Bundeszentrale für politische Bildung; S. 392-393)
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Kommentare (5)
Thomas Wasilewski, 28.02.2011 14:57
Meinung eines Vaters zur Bildungslandschaft NRW
Kinder sind von Natur aus neugierig und äußerst lernwillig - bis sie in die Schule kommen. Der Antrieb wird vielen Kindern erst in Schulen genommen und die vorher vorhandene Vielseitigkeit und Grenzenlosigkeit im Denken und Lernen in Schablonen gepresst. Viele Schüler werden häufig nicht individuell gefördert, sie werden nicht respektvoll behandelt, ihre Talente werden nicht zum Glänzen gebracht und der Spaß am Lernen geht vielen verloren, ihr Selbstbewusstsein oft auch. In jedem Fall ist das bitter und es tut mir für jedes einzelne Kind Leid! Ich hoffe sehr und glaube auch, dass sich Schule und der Umgang mit Kindern generell ändern wird. Immerhin gibt es schon einige Schulen, die anderes arbeiten und einen menschengerechten Unterricht anbieten.
Doch Wut, Ärger, Hilflosigkeit und Trauer begleiten mich, dass unsere Wertegemeinschaft zerfällt. In unserer Gesellschaft bezahlen die Schwächsten den höchsten Preis:
„Behinderte, Arme und Migranten“ werden aussortiert.
Eine „Doktorarbeit - Führerscheinentzug Margot Käßmann“ erzeugen mehr Schlagzeilen als ein Kind, das zur Förderschule abgeschoben wird. Ausländische Kinder werden bei Sprachdefiziten häufig auf die Förderschule abgeschoben, statt sie individuell zu fördern.
Lösungen sind durchaus vorhanden, werden aber leider beharrlich ignoriert, da sie bestehende Strukturen in Frage stellen. Die Schulen selektieren und sortieren fleißig weiter unter den Augen des Parlaments und des Volkes. Woher beziehen die Lehrer ihre Legitimation – aus der Verfassung, aus christlichen Wertvorstellungen? Die Trägheit des Bildungswesens, die Interessen der sonderpädagogischen Lehrer am bestehenden Sonderschulsystem, der Mangel am politschen Willen zu investieren führt dazu, dass die Eltern gegen die SELEKTION zur Förderschule klagen.
Hinzu kommt, dass der wirkliche Einfluss der Eltern in der Schule gegen Null tendiert. Das heißt, unsere Kinder sind der Schule ausgeliefert und wenn man etwas in der Schule kritisiert, bekommt es am Ende immer das eigene Kind zu spüren. „Blicken wir auf die blühende Schullandschaft“: Die Schüler werden behandelt wie Asylanten, man gibt ihnen das Nötigste und das muss reichen. Rein zufällig, wird beim Unterrichtsmaterial so geschludert, dass sich die Pulte biegen. Hinzu kommt, dass bezogen auf die Schülerzahl – gleich 25 Prozent weniger Lehrer da sind als im Schnitt der OECD. Überall sind die Klassen viel zu groß, die Fürsorge zu klein. Der Unterricht läuft nach Schema F ab, alle Kinder werden vom gleichen Lehrer mit den gleichen Lernmitteln im gleichen Tempo unterrichtet. Individuelle Förderung wird nicht praktiziert und wer in diesem System den Anschluss verliert, landet auf der Förderschule. Durch Pisa wurde es amtlich: „fast jeder vierte Fünfzehnjährige kann selbst einfaste Texte nicht lesen und verstehen sowie allenfalls auf Grundschulniveau rechnen. Die Nachhilfeindustrie lebt von den Defiziten unseres Schulsystems, da zu wenig investiert wird.
Wer sich Nachhilfe leisten kann oder aus guter Familie stammt, kriegt sogar für viele Fußnoten summa cum laude.
Von den Bürgern wird Zivilcourage gefordert, "für die Würde jedes einzelnen einzutreten". Sobald aber einer (Eltern) den Mainstream der herrschenden Rückwärtsgewandten und der Kleingeister verlässt, beginnt der alltägliche Kampf. Am meisten ängstigt es, allein zu stehen, wenn wir uns öffentlich einmischen und zum Schluss als Querulant dazustehen und das Kind die Schule wechseln muss.
"Kein Kind darf verloren gehen". Sprüche aus der Wahlkampfmaschine. Lippenbekenntnisse! Sicher nicht, doch durch die Lobbyarbeit der Lehrerverbände rücken die Interessen der Kinder in den Hintergrund. Entscheidungen werden auf den Nimmerleinstag vertagt und die Leidtragenden sind Kinder und Eltern. Nicht der Mensch steht im Mittelpunkt sondern die Wirtschaft, die Menschenzüchtung für den Markt darf natürlich nichts kosten.
U...
Gast 2 an Gast, 28.02.2011 12:54
Wenn aber der Staat die Erziehung unserer Kinder übernimm, dann Gnade uns Gott.
Gast, 26.02.2011 18:07
Es geht nicht nur um die Grünen. Der sozialistische Linkstrend von nahezu allen Parteien ist gefährlich. Das Menschenbild des "Gutmenschen" führt direkt in die "Versklavung" via DDR. Der Mensch ist nicht von Natur aus gut. Er wird erst gut durch eine konsequente Erziehung und durch eine Beziehung zu Gott. Letztendlich kann das Böse im Menschen nicht geheilt werden. Jesus ist dafür am Kreuz gestorben = Das Böse in uns muss sterben, sonst hat das Gute keine Chance.
An die Redaktion:
Ich weiß, das Sie das nicht veröfftentlichen werden! Es ist trotzdem die Wahrheit, die verkündet werden muss! Dies nennt man Evangelium = die gute Nachricht.
Meistersinger, 26.02.2011 09:56
Der Maulkorb für den Hauptschulrektor unterstreicht den Zustand in diesem unserem Lande.
Der Rektor sollte sich in das Grundgesetz vertiefen. Mein Tip: Art. 2 Abs. 1 und 5 Abs. 1 GG und z. B. die Entscheidung des BVerfGE 39, 337 : Es ist auch Beamten zugestanden an Erscheinungen dieses Staates Kritik üben zu dürfen, für Änderungen der bestehenden Verhältnisse - innerhalb des Rahmens der Verfassung und mit den verfassungsrechtlich vorgesehenen Mitteln - eintreten zu können, solange in diesem Gewand nicht eben dieser Staat und seine verfassungsmäßige Grundlage in Frage gestellt werden. Unverzichtbar ist, dass der Beamte den Staat und die geltende verfassungsrechtliche Ordnung bejaht, sie als schützenswert anerkennt, in diesem Sinne sich zu ihnen bekennt und aktiv für sie eintritt. Der Beamte, der dies tut, genügt seiner Treuepflicht und kann von diesem Boden aus auch Kritik äußern und Bestrebungen nach Änderungen der bestehenden Verhältnisse - im Rahmen der verfassungsmäßigen Ordnung und auf verfassungsmäßigen Wegen - unterstützen.
Und wo bleibt das „Volk“, der Souverän, der dieser Bezirksregierung einmal ihre Stellung im System als lediglich Sachwalter begreiflich macht. Auch die Regierung ist an das Grundgesetz gebunden, diesem unterworfen. Eine Regierung, die repressiv gegen Beamte und Bürger vorgeht, die Kritik äußern, ist wie folgt zu entkräften: Bei einem Dienstverhältnis, daß auf Grund besonderen Vertrauens übertragen zu werden pflegt ist die Kündigung fristlos jederzeit zulässig (§ 627 BGB).
Den schleichenden Weg in die Diktatur sehen einige, jedoch eine stetig wachsende Zahl von Bürgern. Systematisch werden Grundrechtsgarantien einfachgesetzlich beseitigt, außer Geltung gesetzt oder untergraben. Rechtsanwalt Plantico bezeichnet dies couragiert als „Verfassungshochverrat“. Interessanter Weise empören sich die überwiegende Mehrzahl aus den rechtsberatenden Berufen nicht.
Die das Recht durchsetzende Macht gebraucht täglich Verfahrensvorschriften, die den Rechtsweg nur dann eröffnen, wenn die Sache grundsätzliche Bedeutung hat oder der Fortbildung des Rechts dient oder wenn angezeigt ist, daß eine Grundrechtsverletzung vorliegt. Das Prinzip der Einzelfallgerechtigkeit wird mindestens ausgehöhlt. Die Erkenntnis, daß der z. B. Justizgewährleistungsanspruch ein uneingeschränktes Grundrecht ist, wird relativiert, geschweige denn wird geprüft, ob die einfachen Gesetze den Vorschriften entsprechen, die das Grundgesetz befiehlt.
Gehen die Beteiligten über diejenigen Grundsätze hinweg, die zum Zwecke des gemeinschaftlichen Zusammenlebens vereinbart worden sind, dann dürfen sich „die breiten Massen“ nicht wundern, daß sie als solche auch behandelt werden. Aber gerade sie sind der Souverän. Ihnen obliegt die Pflicht der Kontrolle ihrer bestellten Sachwalter.
Petra, 25.02.2011 15:15
Die Grünen sind sehr, sehr gefährlich.
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