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17.05.2012
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     Birgit Kelle
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Eine frustrierte Frauengeneration
Weitere Themen: Justiz, Familie

Was ist eigentlich schief gelaufen in der Emanzipationsbewegung, dass sich heute zeigt, dass die Frauenfrage eindeutig auch eine Generationenfrage ist? In der neu entbrannten Debatte rund um eine gesetzliche Frauenquote scheint zumindest eines eindeutig: Ältere Frauen wollen die Quote, jüngere Frauen nicht. Da die Quote aber vor allem der jungen, gut ausgebildeten Generation zugute kommen soll, wäre es da nicht angebracht auch genau auf diese Generation und ihre Wünsche zu hören, anstatt sie bevormundend ans Händchen zu nehmen, frei nach dem Motto: Ihr wisst es halt nicht besser?

Ich lese eine ganz große Frustration aus all den Statements für eine gesetzliche Quote für Frauen in der Wirtschaft. Mehrere Generationen von Frauen haben sich langsam aber stetig in Machtpositionen vorgekämpft. Und ich wage die Behauptung, dass man den Dingen einfach nur ihren Lauf lassen müsste und es würde sich automatisch ein höherer Frauenanteil in Spitzenpositionen ergeben. Wir haben zahlreiche Ministerinnen in unserem Land, das von einer Bundeskanzlerin geführt wird. Ich denke, selbst ihre politischen Gegner würden niemals auf den Gedanken kommen, dass Angela Merkel als Quotenfrau unser Land regiert. Sie hat sich mit großem Geschick und eisernem Willen an der hungrigen Meute ihrer Neider und Konkurrenten vorbei manövriert und sich selbst an die Spitze gesetzt. Da war keine Quote nötig und kein Freifahrschein, sondern Mut und Wille. Verzicht auf Familienleben, lange Arbeitszeiten, wenig Freizeit. Ich habe Respekt vor dieser Leistung, auch wenn ich zahlreiche ihre Ansichten nicht teile. Den Fehler, sie zu unterschätzen, machen die Männer nicht mehr und das zu Recht. Ich will, dass alle Frauen in Spitzenpositionen mit dem gleichen Respekt behandelt werden. Mit einer Quote würden wir die harte Arbeit, die tausende von Frauen in ihren Berufen investieren auf eine Quote herunterreden. Mit welchem Respekt wird man einer Frau in einem Vorstand begegnen, die auf Grund einer gesetzlichen Quote an sicher ebenfalls fähigen Konkurrenten vorbei auf ihren Stuhl gehievt worden ist? Karriere machen ist kein Kindergeburtstag – auch wenn ich nach so mancher Feier in meinem eigenen Haus mit der These schwanke.

Das ist genau der Punkt, der junge Frauen in der Debatte stört. Sie wollen nicht als Quotenfrauen irgendwo sitzen. Ich auch nicht. Ich will mit meinem Können wahr genommen werden und muss die Frustration des Scheiterns ebenfalls aushalten können – wie zahlreiche Männer übrigens auch. Ich will keine Dekoration auf dem Gruppenbild sein, sondern mitentscheiden wie alle anderen auch. Wir Frauen nehmen uns selbst etwas von unserem hart erkämpften Status, wenn wir uns einen gesetzlichen Sessellift installieren.

Und was für ein Signal ist das eigentlich an all die gut ausgebildeten, intelligenten und selbstbewussten Frauen im Land, die daran glauben, dass sie es auch ohne Quote schaffen können? Hat nicht gerade der Feminismus Jahrzehnte lang darum gekämpft, dass wir Frauen endlich so werden? Dass wir den Mut haben uns zu  nehmen, was uns zusteht? Und jetzt sagen uns die gleichen Frauen, ihr schafft es nicht ohne Quote? Da kann doch die gesamte Emanzipation nach Hause gehen, wenn wir daran wirklich glauben sollen. Dann brauchen wir uns jetzt auch fortan nicht mehr bemühen, wenn der Lohn nur unendliche Frustration und Enttäuschung ist. Natürlich ist es nicht einfach, sich durchzusetzen. Einem anderen den Stuhl wegzunehmen. Männer scheinen da skrupelloser zu sein, aber dürfen wir tatsächlich erwarten, dass sie den Platz, den sie sich selbst hart erkämpft haben einfach räumen? Würden wir einer Frau auch einfach den Stuhl wegnehmen?

Vor in paar Wochen war ich beim WDR in eine Diskussionsrunde um die Frauenquote geladen. Natürlich saßen nur Frauen in der Runde, denn in diesen Debatten ist eines immer schon im Vorfeld nicht zu hinterfragen: Mit Männern braucht man darüber nicht diskutieren. Also saßen wir unter uns und als ich (als Jüngste in der Runde) wagte auszusprechen, was mir meine Erfahrung und unzählige Gespräche mit Frauen immer wieder bestätigt haben: Dass nämlich junge Frauen oft gar nicht den Wunsch verspüren, sich bis an die Spitze hochzuarbeiten. Dass sie gerne ihre Kinder großziehen. Dass sie kein Problem damit haben, dass ihr Mann die Familie ernährt. Da war kollektiver Atemstillstand in der Runde. Das Unaussprechliche stand im Raum. Sie wollen es nicht! Die Entrüstung ließ nicht lange auf sich warten.

Ich möchte nicht falsch verstanden werden. Ich finde es großartig, wenn Frauen sich Spitzenpositionen erkämpfen. So wie vor der Leistung unserer Bundeskanzlerin, habe ich auch vor der Leistung der vielen anderen Frauen einen sehr großen Respekt. Aber es ist nicht mein Weg. Und es ist nicht der Weg von vielen anderen Frauen. Und genau hier müssen wir anfangen, wenn wir tatsächlich von Frauenförderung sprechen. Warum wird Emanzipation immer nur mit beruflichem Erfolg gleichgestellt? Bin ich als Frau unemanzipiert, wenn ich nicht gewerblich arbeite? Da ist ein Zickenkrieg wenig hilfreich, sondern Respekt vor persönlichen Lebensentwürfen nötig.

Unsere Familienministerin Frau Schröder hat da jetzt schon keine Chance mehr. Sie kann ihr Kind noch nicht mal in den Armen halten, da gibt es schon aus dem Blätterwald der Nation fertige Lebensentwürfe für sie, ihren Mann und ihr noch ungeborenes Kind. Sie hat jetzt schon keine freie Entscheidung mehr. Egal wie sie es nach der Geburt ihres Kindes machen wird, es wird haufenweise Kommentare geben, warum es falsch ist, warum es nicht genug ist, warum sie das Kind zu früh weggibt, oder zu spät. Sie ist die erste Familienministerin unseres Landes, die im Amt ein Kind bekommt. Ich beneide sie nicht. Respekt. Auch hier weit und breit keiner. Ungefragte Ratschläge für eine höchst private Entscheidung. Wir müssen damit aufhören, den Familien und vor allem den Frauen zu erklären, welcher Lebensentwurf der einzig richtige ist.

Vor einigen Monaten hat das Kölner Rheingold Institut eine Studie zum inneren Befinden der Mütter heute gemacht und kommt zu dem Ergebnis, dass Frauen heute sich ständig selbst überfordern. Dass sie an ihren eigenen Ansprüchen täglich scheitern. Dass sie sich selbst so sehr unter Druck setzen, in allen Bereichen perfekt zu sein, dass der normale Menschenverstand von Vornherein weiß, es ist nicht zu schaffen. Aber sind es tatsächlich ihre eigenen Ansprüche, die sie nicht erfüllen, oder sind sie nicht viel mehr getrieben von der öffentlichen Meinung? Und die ist spätestens seit der siebenfachen Mutter und ehemaligen Familienministerin von der Leyen ganz klar: Frauen müssen alles gleichzeitig können. Gut aussehen, viele Kinder bekommen und Karriere machen. Die Prominenz macht es in den Gazetten ebenfalls täglich vor. Dass die persönliche Lebenssituation der Ministerin und der gestylten Spätgebärenden aus den bunten Blättern gerade auch unter finanziellen Aspekten nicht repräsentativ für unser Land ist und auch rein gar nichts mit der täglichen Lebenssituation der normalen Familie in Deutschland zu tun hat, ist da gerne mal zweitrangig. Und was hat das eigentlich mit mir zu tun, wie andere ihr Leben gestalten, stellst sich die Frage aus weiblicher Sicht? Bin ich wirklich von zu Hause ausgezogen, um mir fortan die guten Ratschläge im Familienministerium abzuholen? Stattdessen bekomme ich als Frau ständig gesagt: Stell dich nicht so an, die anderen schaffen das doch offensichtlich auch. Der Druck, in allen Bereichen perfekt zu sein zu müssen ist allgegenwärtig. Reichte es früher aus, wenn  man als Frau den Haushalt führte und die Kinder anständig groß zog, so ist das als Lebensaufgabe heute nur noch ein müdes Lächeln wert, wenn überhaupt. Macht die denn auch was Richtiges oder kriegt sie bloß Kinder?

Und ich greife hier nicht die Männer an, es sind Frauen unter sich, die am härtesten gegen den Lebensentwurf als Mutter und Hausfrau vom Leder ziehen. Was nicht gewollt ist, darf nicht sein. „Der Konflikt: Die Frau und die Mutter“, titelt die französische Feministin Elisabeth Badinter in ihrem neuen Buch. „Die Feigheit der Frauen“ thematisiert aktuell die ehemalige taz-Chefin Bascha Mika in ihrem Buch und wirft den Frauen vor, sich hinter der Abhängigkeit vom Mann und dem Kinderkriegen aus der Verantwortung zu stehlen. Sie hat zumindest eines erkannt: Viele Frauen wollen es so haben. Aber das es verurteilt werden muss, ist klar. „Latte-Macchiato“-Frauen nennt sie diese Artgenossinnen geringschätzig. Den ganzen Tag Milchkaffe schlürfen und den Mann das Geld ranschaffen lassen. Ist nicht mein Weg, ich hab keine Zeit für Latte-Macchiato, ich hab vier Kinder großzuziehen. Aber wenn man das aufgebauschte Klischee mal hinterfragt: Ist das wirklich so unemanzipiert, dass man einen Mann dazu bekommt, dass er hart arbeiten geht, man selbst nicht arbeitet und die Tage mit Milchkaffee verbringt, während er an frühem Herzinfarkt stirbt und ein Vermögen hinterlässt? Werden hier wirklich die Frauen ausgenutzt? Das zu beurteilen ist immer subjektiv aber auch hier kommen wir letztendlich an den Punkt: Wir urteilen über die Lebensentwürfe von anderen Menschen und maßen uns an, ein richtig oder falsch definieren zu dürfen.

Gleichzeitig erleben wir eine Generation junger Mädchen, die nur noch schön sein wollen, oder berühmt, oder beides. Für jede noch so erniedrigende Casting-Show stehen sie Schlange, Schönheitsoperationen haben Hochkultur. Sie hungern sich zu Tode und lassen sich in Nacktmagazinen - natürlich rein ästhetisch-künstlerische Bilder – vorführen. Die Welt liegt ihnen zu Füßen, die Universitäten stehen offen, aber sie wollen Popstars oder Supermodels werden. Sicherlich ein bisschen überspitzt, aber nicht weniger besorgniserregend. Trotz Girls-Day und Mädchenförderung. Trotz besserer Schulabschlüsse und wissenschaftlich verbriefter Teamfähigkeit ziehen sich immer mehr junge Mädchen auf ihr äußeres Erscheinungsbild als einzigen Garanten für ein glückliches Leben in einer übersexualisierten Gesellschaft zurück. Für mich ein Zeichen der völligen Überforderung  durch die große neue Welt voller Möglichkeiten. Da ist es einfacher, sich auf eine Sache zurück zu ziehen und damit sein Glück zu versuchen. Das bereitet mir viel mehr Kopfzerbrechen als die wenigen Frauen in Dax-Unternehmen.

Dass Frauen ihr Äußeres als Machtfaktor einsetzen ist ja keine neue Entwicklung und hat sich aus Frauensicht vielfach bewährt. Schon vor Kleopatra wussten Frauen ihren Körper gezielt einzusetzen, um ihren Willen durchzusetzen. Mag sein, dass es uns die Männer da auch nicht wirklich schwer machen. Aber heute läuft die Entwicklung langsam aber sicher aus dem Ruder. Immer noch liegt bei Lebenszielen in Umfragen „sich einen reichen Mann angeln“ ganz weit Vorne und treibt Feministinnen in den Wahnsinn.

Bezeichnend ist nicht zuletzt das Schweigen der Männer in dieser Debatte. Die einzigen Worte, die zu hören sind von männlicher Seite, sind die Befürworter der Quote. Welcher Politiker stellt sich auch schon vor die versammelte Nation und spricht sich offen gegen die Frauenquote aus, auch wenn er heimlich absolut dagegen ist? Jeder kann sich wörtlich ausmalen, welcher Proteststurm der versammelten Feminismuselite ihn erwartet. Also halten sie den Mund und harren der Dinge.

ursprünglich erschienen auf: frau2000plus.net

und im

KOMMA,-Magazin



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Kommentare (28)




 
  Kommentare (28)

private museum tours in St.Petersbsurg, 19.02.2012 08:54
Jetzt bin ich froh, dass ich www.freiewelt.net bemerkt, genau das passende Informationen, die gesucht!

buy winstrol, 02.02.2012 08:35
Das ist wie eine gro?e Ressource, die Sie bereitstellen und du gibst es umsonst. Ich genie?e es, Websites, die den Wert der Bereitstellung eines wichtigste Ressource fur freie verstehen. Ich liebte das Lesen Ihrer Thema www.freiewelt.net. Vielen Dank!

femina, 28.02.2011 09:25
Ja, ich wäre gerne Vorbild und ja, ich bin für Familie. Aber nein, ich bin nicht für ein weibliches Dasein als "Nur-Hausfrau und Nur-Mutter" im Sinne einer anstatt Berufstätigkeit. Ich bin Akademikerin und ja, ich arbeite in der Welt "draußen" und "innen",und nein, ich wollte nie nur "innen" sein.

Aber, da wir unsere Kinder alleine ohnen Großelternhilfe aufziehen mussten, haben wir uns dafür entschieden, dass einer für das "sichere" Geldverdienen arbeiten geht. In unserem Falle, war das der Mann. Das hätte auch ich, die Frau, sein können, wenn ich bei gleichem Zeiteinsatz geanuso viel Geld verdient hätte.

Nein, ich bin nicht eine von den "ewig gestrigen" und ich verwahre mich ausgesprochen dagegen, dass dies einer von annhmen könnte.

Frauen und Männer sollten ihre Kinder lieben und sich dafür Zeit nehmen und beide sollten zum Gelingen der Familienarbeit beitragen. Da es hier sowohl um die emotionale als auch geistige Entwicklung von Kindern (im spziellen von Kleinkindern) geht, brauchen diese kleinen Menschen verlässliche Bezugspersonen.Diese Bezugspersonen sollten ihnen erhalten bleiben, möglichst lange. Auch neben Kindergarten, Schule und Ausbildung.

Karriere ist für Frauen und Männer mit Familie nicht ohne ein Großmaß an Zeiteinsatz erreichbar. Wer das will, muss verzichten, und auf den muss auch verzichtet werden. Wer da behauptet, er könne beides zu gleichen Teilen unter einen Hut bringen, der lügt bewusst oder unbewusst. Wer Nächte als Ministerin in Konferenzen sitzt, der wird zu diesem Zeitpunkt abends doch sicher keine Gutenachtgeschichte vorlesen können.

Ja, man muss wissen, was man will.Ich habe das, was ich mir gewünscht habe und bis jetzt bin ich sehr zufrieden mit meiner Leistung. Ich habe viel dafür getan. Das einzige,dass wir bedauern, ist mein Rentenkonto. Das hat kaum was vorzuweisen. Das ist ein politisches Thema. Menschen in Familienarbeit müssten hier eine Gleichstellung erfahren. Aber nicht nur die Frau.

Eine Auffassung von Familie, wie im Nazideutschland hat keiner verdient.
Und Frauen brauchen keine Männer, die ihnen sagen, was sie sich wünschen sollten und was sie zu tun und zu denken haben, weder religös noch politisch geprägt.

Demokratisch, partnerschaftlich, menschenwürdig und liebevoll, miteinander Gesellschaft und Leben gestalten. Dafür setze ich mich in meinem alltäglichen Leben ein.

femina


Rudi Gems, 26.02.2011 17:25
Liebe femina!

Ich finde Ihre Einstellung gut. Ja, mehr noch, Sie bringen es auf den Punkt. Und, Sie haben m.E. sogar Seltenheitswert. Sie gehören zu den wenigen Frauen, die wissen was sie wollen, und versuchen, eingeschlagene Wege, auch zu gehen.

Was war denn an dem Weg so schlecht, den unsere Eltern (Großeltern) noch gegangen sind? Hatte denn die Familie, mit Ernährer, viele Kinder und einer Hausfrau, die sich um den Haushalt kümmerte, nicht ihren eigenen Wert? Sind es nicht gerade die jungen Menschen (frustrierte Frauen) von heute, die ins Schwärmen geraten, wenn sie sich eine solche "Familie" überhaupt nur vorstellen?

Einige "interessierte Kreise", haben hier Porzelan kaputt geschlagen, das es nur so geklirrt hat. Nun merken sie mit Schaudern, was sie angerichtet haben. Anstatt aber Einsicht zu zeigen, werden sie frech, und schleudern einem ein "Jetzt erst Recht", entgegen. Sie machen weiter, und wenn die Erde unter geht. Das ist bedenklich.

Natürlich, darf man niemals einem Menschen, Freiheit unnötig beschneiden. Größtmögliche Freiheit, für jeden Menschen, gehört als Kategorischer Imperativ, in das unabdingbare Repertoire eines jeden intelligenten Menschen. Insofern versteht es sich von selber, das auch eine Frau, niemals unnötig unterdrückt wird.

Für mich war es eben ein Fehler, das man die Familie, so behandelt hat, wie sie die letzten 40 Jahre behandelt worden ist. Bei allen Unzulänglichkeiten die Familien haben, und immer hatten, besitzen sie trotzdem Werte, wo man auf eigene Ansprüche auch mal verzichten muss, um das Große, in diesem Falle die Familien, nicht zu gefährden, bzw. sie ganz in Frage zu stellen. Etwas mehr Priorität für die Familien, bei den Regierungen, den Juristen, den Radikalfeministinnen oder eben den "frustrierten Frauen", könnte uns allen gut tun und vielleicht sogar Wunder wirken! Und Sie Fr. femina, könnten dafür, m.E., ein positives und achtbares Beispiel sein.

Grüße, Rudi Gems


ginny, 26.02.2011 14:55
@böhm:
liebe frau böhm, sie übersehen leider den freien willen des menschen. die biologie steht einer beziehung des mannes zum kind nicht entgegen. der mann kann alles was die frau kann mit asunahme des "Gebährens". meine güte man muss doch nicht stillen wenn man nicht will, die beziehung zwischen mutter und kind wird in deutschland künstlich hochgehoben und geradezu idealisiiert ( s. Hitlerzeit, deshalb hällt es sich auch noch)- ich sage dass ein vater alles kann was eine mutter kann und das zu 100%, frauen die das nicht einsehen wollen, so glaube ich halten sich aufgrund der eigenen unsicherheit an dieser ideologie fest


femina, 24.02.2011 10:26
@ Frau Dr.Böhm,

wenn Kinder haben bedeutet: Schwangerschaft, Geburt und Stillen, dann wäre das ja nur eine recht kurze Zeit. Aber zum Kinder groß werden lassen und sie dabei begleiten, braucht es mehr als Bauch und Brust.
Ich weiß wovon ich rede, bin selber als Akademikerin Mutter von 5 Kindern. Sie sind erwachsen und aus allen sind hervorragende Menschen geworden,takmit Ausbildung und Studium. Und das ist ein Produkt einer gemeinsamen langjährigen Partnerschaft und gemeinsam gtragener Elternschaft.
Liebe, Rücksichtnahme, gegenseitige Unterstützung, gewolltes Miteinander und partnerschaftlicher Umgang haben dies ermöglicht.
Freundliche Grüße. femina


Rudi Gems, 21.02.2011 12:39
Liebe Ruth!

Ich glaube Dir! Ja, es hört sich in deinem Kommentar, sogar so an, als wenn Du hinter der Sache stehst. Aber, Du solltest nie vergessen, das ich auch zwischen den Zeilen lese.

Du hast sehr gut erkannt, das Frauen oft ganz anders sprechen, als sie denken. Es ist tatsächlich so, das sie ständig wiederholen, was für einen lieben Mann, sie haben wollen, der im Haushalt hilft, und sich um die Kinder kümmert. Das hindert sie aber in keiner Weise daran, solche lieben Menschen, noch nichtmal mit dem nackten Po, anzusehen wenn es um gesellschaftliche Ereignisse oder Bindungen geht. Ja, mehr noch, eine Frau, die so einen Mann hat, macht sich oft, über solche Männer sogar lustig. Am Traualtar, schlägt dann die Stunde der Wahrheit. Dort kann man dann sehen, welche Männer den Vorzug haben.

Es ist traurig, das Frauen, ihre "Emanzipation", soweit getrieben haben, das sich heute die Männer "emanzipieren" sollen, und in deinem Kommentar, sogar noch Hilfe angeboten bekommen, sich zu emanzipieren. Es ist eben traurig, das einige Frauen, nie verstanden haben, das man mit seiner Freiheit, da aufhört, wo die Unfreiheit des anderen anfängt. Überhaupt, Emanzipation, musste man schon immer, gegen Dummköpfe, durchsetzen. Es ist eben ein Merkmal, von Intelligenz, das man größtmögliche Freiheit, selbstverständlich, jedem Menschen zubilligt.

Grüße, Rudi Gems


Ruth, 19.02.2011 20:38
Hallo Horst,
besten Dank für ihr Kommentar. Ich freue mich, wenn Männer sich so konstrukitv wie sie mit dr Thematik auseinandersetzten.
Ja, auch erlebe viel Verunsicherung bei jungen Männern und ich gebe ihnen Recht, dazu tragen Frauen ihren Teil bei. Sie senden sehr unterschiedliche Signale. Sie wollen emtionale + fürsorgliche Männer, die aber stark sind, an die sie sich anlehnen können und die Ihren Mann stehen....Sie wollen Männer an denen sie aufschauen können, die aber nicht herab schauen..
Mal ehrlich, nur wenige Alkademikerinnen
heiraten einen Nichtakademiker...
Frauen tuen ihren Teil. es wird Zeit,dass sich Männer emanzipieren, auf den Weg machen, ihren Weg finden, mutiger werden! Z.B. bereit sind die Kultur in Führungsenbenen zu verändern; Sich trauen zu sagen: Ich gehe heute pünktlich, weil ich mit meinem Sohn...möchte!"
Nur Mut ihr Männer verändert was! Wir unterstützen euch dabei gerne!
Ruth


Dr. Dorothea Böhm, 18.02.2011 17:32
@femina (Kommentar 7.2.): Die Forderung nach einem Engagement beider Eltern für die Erziehung eines Kindes ist berechtigt, aber Sie übersehen, dass die Beziehung zwischen einem Kind und seiner Mutter einerseits bzw. seinem Vater andererseits asymmetrisch beginnt. Selbst dem besten Vaterwillen stellt sie die Biologie entgegen, ob es uns passt oder nicht. Falls Sie einen Mann finden, der Ihnen Schwangerschaft, Gebären und Stillen abnimmt, lassen Sie es mich wissen!

Horst Ritter, 15.02.2011 11:39
Chapeau! für dieses ehrliche und kritische Statement!

Wenn Emanzipation so aussieht, dann ein klares weiter
so von mir als Mann!

Aber ich bleibe mal vor der eigenen Haustüre. Es ist
in der Tat beschämend, das es kaum Männer gibt, die
sich vorne an die Front stellen und so deutlich Farbe
bekennen wie Frau Kelle. Und wenn, werden sie zerrissen
(siehe Sarrazin).

Sehr bezeichnend für die Männer und die Gesellschaft
von heute. Männern fehlt die Integrität und der Schneid,
Kante zu zeigen. Woher auch? Während Väter ihren Mann
im Beruf stehen, fehlt dem Sohn Zuhause die Präsenz
und das Vorbild als Mann. Das ist der Tribut der
Karriere, den Männer mit einem 12 bis 14 Stunden Tag
bezahlen und den Frauen - verständlicherweise - dann
doch nicht zahlen wollen.

Folglich bleiben wesentliche männliche Eigenschaften, die
eine Mutter einem Sohn nun bei bestem Willen nicht vermitteln
kann, auf der Strecke! Wie fühlt sich Männlichkeit generell an,
wie grenzt sich ein Mann (emotional) von der Frau ab,
welche (männlichen) Werte bekommt der Sohn mit auf
den Lebensweg? Wie soll ein Junge eine ausgewogene
Persönlichkeit entwickeln, wenn er Fürsorge und Liebe,
emotionale und körperliche Nähe nicht auch
durch einen Mann/Vater erfährt? Oder mitzuerleben, wie
Vater und Mutter, sofern sie wirklich gleichberechtigt
sind, Konflikte hart aber fair und konstruktiv austragen.

Ohne den männlichen Einfluss entsteht ein Ungleichgewicht,
der Junge saugt am Rockzipfel der Mutter zuviel "Weiblichkeit"
auf, im Kindergarten wird es durch "Erzieherinnen" fortgeführt
und am Ende beklagen Frauen den Mangel an "echten" Männern.
Ketzerisch gesagt: Mütter machen Männer!

Auch wenn es viele nicht wahrhaben wollen, eine falsch verstandene
Emanzipation schadet sich selbst. So gesehen hat jede Seite ihre
Hausaufgaben:

Anstatt sich feige der Political Correctness zu beugen, sollten
Männer lernen aufrechten Hauptes für sich und ihre Werte einzustehen
und zu kämpfen. Frauen hingegen sollten sich Fragen, ob sie den Preis
für eine berufliche Karriere oder Top-Führungspositionen in der Wirt
schaft wirklich bezahlen wollen: Aufopferung des privaten Lebens,
Burn-out, gescheiterte Beziehungen, gesundheitliche Probleme unter
diesen Arbeitsbedingungen. Ist es das wirklich wert? Eine Frage, die
übrigens auch für Männer gilt!

In diesem Sinne,

H. Ritter




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