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17.05.2012
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     Christiane Lambrecht
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Wer darf leben und wer nicht?
Weitere Themen: Allgemein, Familie

Wünscht sich nicht jeder ein gesundes Kind, möchte nicht jeder lange gesund leben?

Ein Mensch, der beeinträchtigt ist – weil er entweder mit einer Behinderung geboren wurde oder sie im Laufe des Lebens erwirbt – ist genauso viel wert wie ein Mensch ohne Beeinträchtigung. Die Würde eines jeden Menschen hängt nicht am Chromosomensatz, nicht am Intelligenzquotienten und auch nicht an Augenfarbe oder Geschlecht. Unsere Verfassung trägt uns auf, menschliches Leben zu schützen, gerade auch das ungeborene, das mit der Verschmelzung von Ei- und Samenzelle beginnt. Überlegungen zur Freigabe der PID muss ein Stoppschild entgegen gehalten werden.

Eine PID - auch mit Grenzen und Einschränkungen - wird uns zu einer TÜV-Gesellschaft führen, die ungeborenen Kindern nur dann die Einpflanzung in die Gebärmutter und damit die Geburt gestattet, wenn sie einen Test bestehen. Es wird zwischen "gutem" und "schlechten" Leben unterschieden.

Prognosen zu eventuellen Krankheiten werden lebensentscheidend, ein Laborergebnis entscheidet, ob diese Kinder in unserer Gesellschaft erwünscht sind oder nicht. Aber es sind stets nur Prognosen, denn jeder Mensch trägt das Risiko für vier bis fünf schwere Erbkrankheiten in sich. Diese bleiben jedoch bei den meisten Menschen nur als Gen und brechen nicht aus. Es eben nur sind Prognosen! Ein Beispiel: Meiner Freundin wurde gesagt, ihr Kind hätte das Down-Syndrom! Und auf die Welt kam - Dank der lebensbejahenden Eltern - ein kerngesundes Kind! Und selbst wenn: Ich möchte keine Gesellschaft, in der kleine und große Menschen mit Beeinträchtigungen unerwünscht sind. Jeder von uns kann morgen einen Unfall haben - und dann?

Wer den Lebensschutz am Anfang zurücknimmt, wird ihn am Ende des Lebens auch nicht bewahren können. Wir dürfen nicht staatlicherseits die Büchse der Pandora öffnen. Deshalb muss PID vollständig verboten sein.

Christiane Lambrecht ist Vorstandsmitglied der Christdemokraten für das Leben (Bayern)



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Kommentare (12)




 
  Kommentare (12)

Josef Pecht, 29.06.2011 08:51
Wichtigstes der Abtreibungs- und Selektionsbefürworter:

"Wir WISSEN NICHT, wann eine befruchtete menschliche Eizelle TATSÄCHLICH ein MENSCH ist."

Allein schon deswegen ist sogar nach IHERER EIGENEN LOGIK jede Tötung einer solchen die

*BILLIGENDE EINKAUFNAHME eines Mordes*


Josef Pecht, 29.06.2011 08:47
Wichtigstes der Abtreibungs- und Selektionsbefürworter:

"Wir WISSEN NICHT, wann eine befruchtete menschliche Eizelle TATSÄCHLICH ein MENSCH ist."

Allein schon deswegen ist sogar nach IHERER EIGENEN LOGIK jede Tötung einer solchen die

*BILLIGENDE EINKAUFNAHME eines Mordes*


S.Schwarz, 23.05.2011 13:20
Ich bitte sie sich das ganze zumindest teilweise zu ueberlegen. Uns betroffenen geht es nicht darum Embryos zu selektieren sondern schon im Vorfeld zu klaeren, ob das Kind sich im Mutterleib entwickelt.
Wir geben ueber 1500 Euro aus fuer eine IVF und noch mehr fuer eine ICSI. Da werden uns Frauen 2 Embryos eingesetzt. Waehlt man im Vorfeld schon aus, dass nicht ueberlebensfaehige Embryos nicht eingesetzt werden, dann haben wir Frauen eine hoehere Chance auf ein Kind.
Wir haben 3 Versuche von der Krankenkasse genehmigt bekommen. Ohne kuenstliche Befruchtung geht bei uns nichts. Haben wir Pech, bekommen wir die drei Mal Embyos, welche spaeter im Mutterleib sterben. Das ist nicht schoen.
Fehlgeburten kommen sicherlich vor, nur haben wir NICHT die Chance mehr als 3 Mal zu 'Ueben' fuer unser Kind.

Deshalb bin ich FUER die PID, damit wir Ihnen steuerzahlende Bundesbuerger gebaeren koennen.


Freigeist, 17.11.2010 01:56
Machen Sie mal weiter so, mit dieser Harspalterei.
In Asien kümmert man sich nicht darum. Die Durchbrüche in der Forschung werden von dort kommen. Wir Europäer behindern uns mal wieder selbst. Blockieren Sie mal schön weiter, Sie werden die Rechnung noch bekommen.


Reinecke54, 16.11.2010 00:00
Wir dürfen nicht staatlicherseits die Büchse der Pandora öffnen. Deshalb müssen Waffen vollständig verboten sein. Und die Wehrpflicht auch. Und Autos auch.

nonpc, 14.11.2010 18:55
an Uli Münch:

Zunächst einmal verweise ich bezüglich meiner Vertrautheit mit den Fakten auf meinen Beitrag an Oz74 (vor Ihrem gepostet!). Darüber hinaus dürften auch Sie erkennen, dass hier - ob nun vor der Einbringung in die Gebärmutter oder danach - von vielen unhinterfragt oder gar bewusst gewollt einer Selektion das Wort geredet wird (Wozu sonst die "vorgesehenen Eizellen auf schwere Erbkrankheiten [...] untersuchen"?).
Mir ist bewusst, dass niemand ein behindertes oder schwer krankes Kind bekommen möchte (ich selbst auch nicht!). Aber es soll erst recht niemand genötigt sein, sich für ein krankes oder behindertes Kind (es soll bereits vorkommen!) rechtfertigen zu müssen. Eine Gesellschaft, die es so weit treibt oder auch nur kommen lässt, ist selbst schwer krank...
Daher ist dem Fazit Christiane Lambrechts absolut zuzustimmen.


nonpc, 14.11.2010 10:12
an "Oz74":

Das Problem, das Sie benennen wäre keines, wenn es keine überzähligen befruchteten Eizellen gäbe (das mögen Sie als weltfremd und medizinisch unpraktikabel empfinden, spricht man jedoch jedem menschlichen Leben (jedem Menschen) das Recht auf Existenz zu, so sollte hier kein medizinischer Aufwand zu hoch sein; sollte es medizinisch unmöglich sein, ohne überzählige befruchtete Eizellen auszukommen, dann muss man es eben lassen).


Uli Münch, 14.11.2010 08:25
@nonpc,
es wäre hilfreich wenn Sie sich vor dem posten mit den Fakten vertraut machen würden. Das läuft so ab. Einer Frau wird eine Anzahl Eizellen entnommen und in der Petrischale befruchtet. Die meisten dieser Eizellen werden absterben, denn es sind mehr als benötigt werden. In dem Beitrag geht es nicht darum wieviele dieser Eizellen absterben werden, sondern darum ob es sinnvoll und geboten sein soll, die für das Einbringen in die Gebärmutter vorgesehenen Eizellen auf schwere Erbkrankheiten zu untersuchen.


Oz74, 13.11.2010 19:10
An „nonpc“:

Wenn Sie der Auffassung sind, daß eine befruchtete Eizelle so schützenswert ist wie ein geborenes Kind: Was wollen Sie mit befruchteten Eizellen tun? Sich oder einer Frau in Ihrer Umgebung einsetzen lassen? Ein neugeborenes Kind könnte von fast jedem Erwachsenen großgezogen werden. Eine befruchtete Eizelle allenfalls von Frauen im gebärfähigen Alter.

Wenn Sie die einzige Person wären, die sich um ein neugeborenes Kind kümmern könnte, dann würden Sie sich doch wahrscheinlich dazu verpflichtet fühlen und ein Nicht-Kümmern als unterlassene Hilfeleistung empfinden. Aber wenn eine Frau sich eine befruchtete Eizelle nicht einpflanzen lassen möchte: Könnte das jemals unterlassene Hilfeleistung sein?


nonpc, 13.11.2010 16:59
Ihr Beitrag, Herr Uli Münch, ist ein Pseudoargument: Einem ungeborenen Kind dürfte in einer etwas größeren Petrischale eine ebenfalls sehr kurze Überlebenszeit beschieden sein (ohne die Mutter bzw. medizinisch-maschinelle Unterstützung stirbt es), das wird im Übrigen auf Säuglinge und Kleinkinder bis zu einem gewissen Alter zutreffen. Ab wann also soll ein Mensch Mensch sein dürfen? - Der Willkür und damit der Tötung(eigentl. Ermordung) menschlichen Lebens jeden Alters wird so Tür und Tor geöffnet...



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