Heute ist Weltmännertag, einer jener unzähligen Welt-xy-Tage, die das Bewusstsein für xy erweitern sollen.
Nach der englischen Wikipedia, wird der in Wien 2000 begründete und unter der Schirmherrschaft von Michail Gorbatschow (!) stehende Tag nicht mehr mit Events begangen. Dafür gibt es weiterhin - und schon am 19. November - den "Internationalen Männertag".
Alles, was ich zu diesen Veranstaltungen gerne selbst gesagt hätte, hat Hajo Schumacher heute in einem unterhaltsamen Artikel auf Welt-Online gesagt, den ich hiermit empfehle und den Weltmännertag ansonsten unbeachtet verstreichen lasse.
PS: Laut Wikipedia, beziehungsweise dem "Mens Activism News Network" lassen sich im November Männeraktivisten Oberlippenbärte wachsen, um Spenden zu sammeln für die Prostatakrebsforschung.
Das bringt mich doch noch auf ein Thema, dass eine vergnügliche Debatte anregen könnte: Gibt es einen Zusammenhang zwischen dem - bedauernswerten? - Rückgang des Schnauzbartes und der Veränderung des Geschlecherverhältnisses in der Gesellschaft? Ist die Tendenz zum nackten Gesicht (vom Niedergang der Brust- und sonstiger männlicher Körperbehaarung gar nicht zu reden!) die Kapitulation des Mannes vor dem effeminiertem Schönheitsideal?
Wie dem auch sei, ich freue mich bei jeder Reise ins heimische Saarland, dass dort noch der eine oder andere Schnauzbart zu sehen ist. Auch wenn ich selbst mich nicht dazu traue. Aber immerhin lasse ich meine Kotteletten wachsen. Das ist angeblich auch total out.
Hat einer meiner Leser Schnurrbarterfahrung?