Die Finanz- und Weltwirtschaftskrise nahm ihren sichtbaren Anfang im Sommer 2007 auf den Aktien-, Immobilien- und Hypothekenmärkten der USA. Sie ist in ihrem Kern eine Geldkrise und eine Krise des Wohlfahrtsstaates – ihre Ursachen bestehen weitgehend ungelöst fort.
1. So haben massive staatliche Hilfen für den amerikanischen Häusermarkt keine Lösung, sondern vor allem ein Hinauszögern verursacht – die Überkapazitäten wurden nicht abgebaut. Offenbar hat die US-Regierung Ursache und Wirkung verwechselt, indem sie hohe Preise aufrecht zu erhalten suchte, in der Annahme, steigende / hohe Häuserpreise seien die Quelle von Wachstum und nicht deren Folge. Christoph Eisenring urteilt in der NZZ mit Blick auf die anhaltende private Überschuldung, die geringste statistisch erhobene Zahl von Hausverkäufen und ein durch vorübergehend staatlich aufgeblähten Markt: „Die Politik hält jedoch an der Fiktion fest, Leute in Eigenheimen behalten zu wollen, die sie sich nicht leisten können.“
2. Das staatliche Geldangebotsmonopol mit der inhärenten Überproduktion von Geld besteht fort.
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