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11.02.2012
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     Dr. Klaus Peter Krause
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Glauben Sie an einen guten Sinn von Strom aus Sonne und Wind?
Weitere Themen: Wirtschaftspolitik

Vorsicht! Lieber nicht weiterlesen! Sie könnten Ihren Glauben verlieren

 

Was sinnvoll erscheint, muss es nicht sein. Denn Sonnenstrom ist 18mal so teuer wie Strom aus Braunkohle und Kernkraft, Windstrom 3,6 bis 6mal so teuer, je nachdem, wo die Anlagen stehen: an land oder im Meer. Trotzdem wird er uns aufgezwungen.

Das geschieht mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Dieses Gesetz ermöglicht allen Erzeugern von Strom aus Wind- und Sonnenkraft, jede erzeugte Strommenge in das allgemeine Stromnetz einzuspeisen, und zwingt alle Netzbetreiber, diesen Strom abzunehmen.

Das EEG ist für die Wind- und Solarindustrie ein Selbstbedienungsladen und ein Goldesel. Deswegen werden die Landschaft und sogar das Meer mit immer noch mehr Windkraftanlagen übersät und Hausdächer mit immer noch mehr Fotovoltaik-Anlagen bestückt.

Das EEG legt den Preis für Strom aus Wind- und Solarkraft höher fest als für ihn am freien Markt erzielt werden könnte. Sonst wäre dieser Strom für die Hersteller nicht rentabel, sonst würde keiner diese Anlagen bauen und betreiben. Zum freien Marktpreis würden Hersteller und Betreiber für den Wind- und Sonnenstrom keine Abnehmer finden. Deshalb hat der Staat zusätzlich  zum staatlichen Garantiepreis noch den staatlichen Abnahmezwang für diesen Strom verordnet.

         Traumhaft – nur nicht für uns Stromverbraucher

Das EEG schreibt sogar vor, dass die Stromnetzbetreiber den Wind- und Sonnenstrom abnehmen müssen, auch wenn sie dafür keinen Bedarf  haben. Und kann das Netz den Strom nicht aufnehmen, bekommen die Anlagenbetreiber für ihren Strom trotzdem das garantierte Geld. Traumhaft, nicht wahr? Nur nicht für uns Stromverbraucher.

Das EEG subventioniert Menschen mit Vermögen. Es sichert ihnen für die Anlage des Vermögens in Wind- und Solarstrom eine hohe Rendite. Mit dieser Rendite belastet werden alle übrigen Menschen. Mit dem EEG beuten unsere Politiker alle diese übrigen aus.

Daher ist das EEG ein sehr unsoziales Gesetz. Es ist unsozial, weil es in seiner Auswirkung eine gesetzliche Umverteilung von unten nach oben mitsichbringt. Es ist eine Umverteilung von wenig oder gar nicht betuchten Menschen zu vermögenden Menschen. Oder plakativ gesagt: von Arm zu Reich.

Die hohen Einspeisevergütungen kassieren nur etwa 1 Prozent der Bevölkerung, dafür aufkommen muss der große Rest.

                                                                                           Wird fortgesetzt



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Kommentare (10)




 
  Kommentare (10)

Freigeist, 25.08.2010 14:04
Nachtrag. Aktuelles: Gasprom will die Gaspreise erhöhen. Damit wird Strom aus Gas teurer. Ich vermute, die Preiserhöhungen für Kohle, Gas, Öl rücken langsam aber sicher auf zu den Kosten für erneuerbare Energien. Nur, die Ölscheichs können den Wind bei uns an der Küste nicht abschalten. Wie beruhigend. Ich sehe es als Rüstungswettlauf, ähnlich dem Militärischen. Verteidigung kostet Geld, leider.

Freigeist, 21.08.2010 13:02
Wenn endlich wieder die Primärenergiepreise steigen, Öl, Erdgas, Kohle etc.. sehen alle diese Berechnungen schlagartig anders aus. Vielleicht haben die Grünen dank den himmlischen Vaters im Himmel die Chance, richtig zu liegen, mittel- bis langfristig. Die vielen Geschenke Gottes, die Babys der Dritten Welt, werden schon für steigende Nachfrage sorgen und die Rohstoff-Preise treiben.

Petra, 21.08.2010 12:46
Die Windrad-Ideologie ist genauso schlimm wie die sozialistische Ideologie.

Klaus Peter Krause, 20.08.2010 19:12
Hier die Antwort an Ben:
Das EEG ist Ende März 2000 in Kraft getreten. Seit 2000 bis einschließlich 2007 sind die Strompreise um rund 50 Prozent gestiegen. Für einen Drei-Personen-Haushalt beliefen sich die Stromkosten im Jahr 2000 bei einem jährlichen Verbrauch von 3500 kWh (ohne Nachttarif-Anteil) auf monatlich 40,66 Euro, und im April 2007 waren dafür 60,22 Euro zu zahlen. In den folgenden drei Jahren sind die Kosten weiter gestiegen.
Quelle: http://www.vzbv.de/mediapics/hintergrundinfos_stromkampagne_2007.pdf

Dieser Anstieg ist aber nicht nur dem EEG anzulasten, sondern vor allem den gestiegenen Brennstoffpreisen (Öl, Gas). Doch für dire wesentliche Stromverteuerung sorgt der Staat. Die von ihm auferlegten Abgaben, Steuern und Umlagen belasten den Strompreis mit allein rund 40 Prozent. Ohne diesen Staatsanteil könnte Strom also um 40 Prozent billiger sein. An diesen 40 Prozent ist (nach dem Stand von 2007) die Mehrwertsteuer mit 16 Prozent beteiligt, die Stromsteuer mit 10 Prozent, die Konzessionsabgabe mit 8,8 Prozent, der Zuschlag nach dem EEG mit 4 und der Zuschlag nach dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz mit 1,4 Prozent.

Wenn also der EEG-Zuschlag 4 Prozent von den monatlichen Stromausgaben eines privaten Haushalts 60,22 Euro im Jahr 2007 ausmachte, ergaben diese 4 Prozent 2,4 Euro. Weil in der Folgezeit bis heute (August 2010) immer mehr Windkraft- und Fotovoltaikanlagen dazugekommen sind, dürfte der EEG-Zuschlag mit seinem Anteil an den Stromausgaben inzwischen über diesen 4 Prozent und 2,4 Euro liegen – mit gesetzlich zwangsläufig weiter steigender Tendenz. Vor dem EEG waren es Null Prozent und Null Euro. Nach einer Studie der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes (Autor: Uwe Leprich) im Auftrag der Bundestagsfraktion der Grünen würden die Strompreise heute noch unter dem Niveau von 1998 liegen würden, wenn sich Steuern und staatliche Abgaben auf den Strompreis inzwischen nicht auf 40 Prozent erhöht und damit mehr als verdoppelt hätten.

Die restlichen 60 Prozent vom Verbraucher-Strompreis sind die Kosten für die Erzeugung, die Übertragung (Netzkosten) und den Vertrieb. Im internationalen, europäischen Vergleich lagen die Strompreise in Deutschland 2007 im oberen Drittel. Stromkunden in Deutschland zahlten 30 Prozent mehr als Verbraucher in Großbritannien und sogar doppelt so viel wie in der Schweiz.
Quellen: http://www.vzbv.de/mediapics/hintergrundinfos_stromkampagne_2007.pdf und http://www.wirtschaft.t-online.de/energieversorgung-strompreis-seit-2000-um-50-prozent-gestiegen/id_13830650/index


lepus, 20.08.2010 18:13
@Ben
Kleine Ergänzung (Wikipedia ist Klasse!)
Der Strompreis für einen Privathaushalt mit mittlerem Verbrauch ist vom Jahr 1996 mit ca. 13 Cent über ein Tief im Jahr 2000 mit ca. 12 Cent auf heute ca. 14 Cent gestiegen. Der Staatsanteil in Form von Steuern und Abgaben liegt bei ca. 41%. Noch Fragen?


lepus, 20.08.2010 17:35
@Ben:
Darf man Ihre Frage auch beantworten ohne Ideologe zu sein?
Gut - ich versuch's mal: (o.k., keine Antwort - weil irrelevant - nur eine Gegenfrage) Ist Sinn oder Unsinn des EEG in irgendeiner Weise davon abhängig, ob oder in welcher Höhe die Stromversorger auch aus anderen Gründen die Preise zusätzlich erhöhen?
Und gleich noch eine Nebenfrage:
Kann es sein, dass die Basis für die Verabschiedung des EEG eine Ideologie ist, an die so inbrünstig geglaubt wird, dass dafür sogar soziale Aspekte von den Ideologen über Bord geworfen werden, für die sie sich sonst immer stark machen (wollen)?


Ben, 20.08.2010 14:13
Ich wiederhole diese Frage gerne noch tausendmal, liebe Ideologen, bei jedem einzelnen Artikel, wenn es sein muss: Laut Aussage des Autors kostet uns der EEg-Strom 2 Cent + Mehrwertsteuer por Kilowattstunde. Okay. Und um wie viel sind die Strompreise seit Einführung des EEG gestiegen?

Meier, 20.08.2010 12:36
Zu dem von Ihnen dargestellten Sachverhalt erinnere ich mich einer kürzlich gesehenen Fernseheportage (ARTE ?)in der italienische Staatsanwälte folgende Aussagen u.a. sinngemäß im Interview machten:

Die Mafia wäre in der Bundesrepublik unauffälliger und viel erfolgreicher, als in Italien, in lukrative Wirtschaftsbereiche vorgedrungen. Das italienische Engagement der Mafia im Müllgeschäft, wie überhaupt mit staatlichen Auftraggebern im Bereich Versorgung, Straßen- und Wohnungsbau, sei nach Norden in ein El Dorado aufgebrochen und hätte dort viel Geld in den Ökomarkt/Erneuerbareenergie investiert.
Vorallem in Deutschland stünden der organisierten Kriminalität nahezu unbegrenzte Möglichkeiten offen, da dort - im Unterschie zu Italien - weder in der Bevölkerung noch in Politik und Justitz ein Bewußtsein für effizient vereinnahmende Organisationen bestehe, die sich gezielt legale Bereicherungsysteme einrichteten.

Ohne hier Verschwörungstheorien das Wort zu reden, diese Aussagen eines im Dienst ergrauten Mafiaverfolgers haben mich sehr nachdenklich werden lassen, angesichts so mancher politischer Forderungen, bzw. Parteiaktionen im Land.


Freigeist, 20.08.2010 11:26
Sinn kann weder Sonne noch Wind, noch Kernkraft haben. Sinn kommt nur im menschlichen Verstand vor, nicht in der Steinkohle oder im Strom-Kupferkabel.
Die Strategie, mit den Erneuerbaren das Erpressungspotential der Scheichs etc.. zu verringern ist der "Sinn" den die Menschen in dieser Strategie sehen. Entwicklung hat schon immer Geld gekostet. Ich betrachte dieses Geld als eine Art von Rüstungsausgaben im Sinne von Verteidigung (Schutz). Den Militaristen auf diesen Seiten wird dies ganz besonders gut gefallen, diese Sichtweise.


Elmar Oberdörffer, 20.08.2010 11:22
Der Abnahmezwang für nicht benötigten Wind- oder Solarstrom führt gelegentlich sogar zu der perversen Situation, daß die Stromversorger dem Abnehmer dieses Stroms noch Geld dazugeben, nur daß sie ihn loswerden. Auch diese Kosten werden natürlich auf die hiesigen Verbraucher umgelegt.


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