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04.02.2012
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     Almut Rosebrock
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Frau und Karriere
Weitere Themen: Finanzkrisen, Allgemein, Bildung

Es wird immer wieder festgestellt, dass Frauen, die Kinder bekommen, in puncto Karriere einen „Knick“ erleben. Die Sorge für ein Kind oder gar für mehrere ist eine gesellschaftlich unverzichtbare Aufgabe! Allein so geht das Leben in unserem Lande weiter. Dieses allerdings wird heutzutage kaum anerkannt. 

Kinder sind sensible Lebewesen, die auf dem Weg ins Erwachsensein äußerst komplexe und vielfältige Entwicklungsschritte gehen müssen. Dabei brauchen sie die liebende und verlässliche Fürsorge und Betreuung von engen Bezugspersonen. Natürlicherweise sind das zunächst Mutter und Vater. Die aktuelle Politik und auch die „Gleichberechtigungsbewegung“ negieren die im Zusammenhang mit Kindern und Familie hauptsächlich von Frauen erbrachte Betreuungs-, Sorge- und Ordnungsarbeit. Was jedoch aus Kindern wird, die diese intensive und liebevolle Sorge in ihrem Leben nicht oder zu wenig erleben, sehen wir in der heutigen Gesellschaft. 

Die familiäre Arbeit von Frauen ist unbezahlbar! Frauen werden ausgebeutet, indem man ihnen nicht Schaffbares abverlangt. Es grenzt bereits an Versklavung der Frau, ganz selbstverständlich von deren „perfekten Funktionieren“ in allen Bereichen auszugehen – natürlich möglichst ohne Bezahlung.

Die Gesellschaft trägt letztendlich die Folgen der „Mütterlosigkeit“, die Kinder erleben müssen, weil für ihre Mütter die Erwerbsarbeit, die „Karriere“ wichtiger ist, als sie selbst. Nicht zufällig liest man momentan öfters Meldungen über abnehmende Kinder- und Jugendgesundheit. Die Erwerbsarbeit tendiert zur Ausnutzung ihrer Mitarbeiter – auch mit entsprechenden negativen gesundheitlichen Folgen für diese.

Eine Mutter managt die Familie. Sie sorgt für ein gemütliches Zuhause, sorgt für gesunde Ernährung, passende Kleidung, altersgerechte Beschäftigung und Spielzeug. Sie begleitet die Kinder in ihren großen und kleinen Nöten, in ihren Schritten hinein in die Gesellschaft und in die große weite Welt. Bei Problemen steht sie mit ausgebreiteten Armen da, tröstet, verbindet, hilft weiter, ermutigt. Ihr Lebensstil prägt das Leben der Kinder und auch des Partners, der durch einen „geregelten Hintergrund“ seine Kraft voll auf seine Arbeit fokussieren kann. Wie das alles konkret aussieht, muss und darf jede Familie für sich selbst herausfinden. Es gibt keine Vorschriften, sondern persönliche Freiheit, die gelebt werden will – in der Verantwortlichkeit für das Leben der anvertrauten Menschen.

Wer diese Liebe und das tätige Miteinander erfährt, wird über die Jahre gerüstet für das selbständige Bestehen in der Welt. Und für das Fortführen des Gelernten in der eigenen Familie.

Gibt es eine bedeutendere Tätigkeit, ein wichtigeres Einsatzfeld im Leben?

Almut Rosebrock, Rheinblick 1, 53343 Wachtberg



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Kommentare (6)




 
  Kommentare (6)

Waltraud Lang, 08.09.2010 08:28
Ich pflichte Ihnen voll und ganz bei!Und es macht mich nach wie vor immer wieder wütend wenn ich an Frau von der Leyen denke, die wohl stolz darauf ist, dass sie die Trennung der Kinder aus der Symbiose der Mutter durch den Anspruch der 2jährigen auf einen Kindergartenplatz forciert hat!
Es gibt ein Memorandum http://www.psychoanalyse-aktuell.de/kinder/krippenausbau.html
Und nun kommt auch noch Herr Wowereit und fängt wieder an mit dieser Kindergartenpflicht!
Es geht alles in die falsche Richtung! Politik forciert die Arbeitsmöglichkeit der Mutter statt sie so zu stützen, dass sie nicht benachteiligt ist, wenn sie sich der Aufgabe widmet, die eben nur eine Frau leisten kann: Einem Kind den besten Start ins Leben zu geben an Zuwendung, Aufmerksamkeit, Unterstützung und Liebe! Wie will Frau das leisten zwischen Haushalt, Ehefrau, Beruf und Kind/ern? Wie soll sie da die Gelassenheit, die Geduld, die Zeit, eben all das leisten? Geht doch schon morgens los, wenn Mama pünktlich am Arbeitsplatz sein muss! Wieviele Kinder werden entgegen ihrem Ryhtmus aus dem Schlaf gerissen, trödeln, träumen ... wie viel Kindliches, das gelebt werden muss, bleibt auf der Strecke. Mahnen, tadeln, drängeln, Hektik..... wir wundern uns über die Erwachsenen, die diese Eigenschaften mehr leben als das, was Harmonie verbreitet. Und trotzdem wird die Berufstätigkeit der Mutter so hochgehalten!
Und keiner sieht die "Spätfolgen": Ehen die auseinandergehen, weil es nur noch Spannungen und Streit gibt durch die Überbelastung in Familie, Krankheit, weil der Körper streikt durch die Überbelastung....
Ich kenne keine Frau, die nicht sagt, sie würde sich lieber auf Familie und Haushalt einlassen, da ist sie genug damit ausgelastet zumindest bis die Kinder größer und eigenständiger sind, aber.... das Geld reicht kaum, Urlaub, Neuanschaffungen, sich mal was leisten... Und zurückstecken, sich damit auch irgendwie "ausgrenzen"....
Und alles wird "auf dem Rücken der Kinder" ausgetragen!!
Und keiner will sehen, dass die Seelchen ein Leben lang darunter leiden! Oder möchte Jemand behaupten, dass unsere Gesellschaft Harmonie ausstrahlt? Wir haben eine Ego-Gesellschaft, die durch das Umgehen mit der frühkindlichen Entwicklung diesen Zustand forciert!
Viele Menschen haben sich über eine Aussage "die Frau zurück an den Herd" masslos aufgeregt und ereifert und gerade die, die den tieferen Sinn wohl auch im Alltag wenig umsetzen, weil sie menschliche Werte über äussere Umstände kompensieren! "An den Herd" bedeutet doch, dass Mama zuhause ist und Familie den Vorrang hat mit all dem, was Harmonie schaffen ermöglicht. Wenn "Frau am Herd" ihren Haushalt erledigen kann bis die Kinder von Kindergarten/Schule wieder nach Hause kommt, hat sie doch viel mehr Zeit, als berufstätig "zwischen Tür und Angel" alle Pflichten erledigen zu müssen.
Wie können wir uns nur so über die traurigen Seelen hinwegsetzen?


Bärbel Fischer, 26.08.2010 14:07
Werte Frau Rosebrock, Ihr Statement fand ich so bedeutend, dass ich am 25. 08. 2010 darauf auf unserer Seite www.familiengerechtigkeit-rv.de hingewiesen habe. Allerdings muss ich anmerken, dass Frauen den "Knick" sehr wohl an ihrer eigenen Rente erleben. Kann und darf es denn sein, dass Mütter wegen der Kinderjahre in die Altersarmut rutschen? Oftmals müssen sie sich mit weniger als 500 Euro abfinden, während ihre erwachsenen Kinder die üppige Altersversorgung freiwillig Kinderloser finanzieren. Viele junge Mütter würden mit einem gerechten Erziehungsgehalt, wie es die ökologisch-demokratische Partei ÖDP vorschlägt, auf Erwerbsarbeit verzichten. Aber ihr angespanntes Budget erlaubt es ihnen nicht, sich zugunsten ihrer Kinder für Erziehungs- und Familienarbeit zu entscheiden.

Agape, 22.08.2010 03:04
Die WAHRHEIT liegt doch ganz woanders und ist totaliter aliter......

wer die mehr als schrillen Alarmglocken des uni-versalen Weltenweckes noch immer nicht hört,nicht hören will, blind und taub bleibt, bleiben will....die alten Träume immer weiter schläft und nicht endlich AUFWACHT....

http://www.myvideo.de/watch/4967691/Endzeit

Ich bin die WAHRHEIT und das LEBEN.
Mein Reich ist nicht von dieser Welt.


Heike, 19.08.2010 12:45
Ja das habe ich auch erlebt. Und ich kenne genügend Frauen denen es ebenso ergeht. Nur wenige können ihrer Qualifikation entsprechend arbeiten, weil kaum ein Arbeitgeber bereit ist, eine Frau in Teilzeit einzustellen. Das ist das größte Problem überhaupt. Und so arbeiten dann genügend in weniger qualifizierten Bereichen und nehmen Aushilfsjobs an.

Danke dass das mal gesagt wurde.


Friedemann, 18.08.2010 14:41
Genau so ist es, liebe Frau Rosebrock, aber die Gesellschaft wird wohl erst aufwachen, wenn es zu spät ist.

Gockeline, 16.08.2010 14:44
Leider sehen dies nicht mehr alle Menschen im Land auch so!
Eine Frau bekommt ihren Wert nur noch aus einer Karriere oder dem geldverdienen.
Keiner hat verstanden was Frauen wirklich geleistet haben.
Heute ,wo alles bezahlt werden muß,KITAS und die Pflege der Alten,merken nur ein paar welchen Wert Frauen früher hatten.
Man erkannte es einfach nicht.
Heute sind alle dreifach belastet und überfordert.
Der Staat und die Pflegeinrichtungen sind völlig überfodert!
Die Psyche der Kinder verkraften es kaum noch.
Durch Scheidungen ihrer Eltern aus der Bahn geworfen,von Patchworkfamilys hin und hergerissen,von der Schule zusätzlich überfordert schleichen sie in Depressionen hinein.
Alle wurden umerzogen und alle dachten es ist eine schöne moderne Zeit!
Der Wahrheit sieht man nicht gerne ins Auge!



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