Neoliberale Reformen haben stets die Wohlfahrt der breiten Massen vergrößert. Das war 1948 mit der Einführung der Sozialen Marktwirtschaft in Deutschland der Fall und es gilt auch für die post-neoliberalen Reformen der späten 1970er und insbesondere 1980er Jahre.
In weiten Teilen der OECD-Welt wurden nach der Abkehr vom sozialdemokratischen Sozialismus und vom Keynesianismus vielfältige Entstaatlichungmaßnahmen ergriffen. Dazu gehören die Deregulierung, auch von Finanzmärkten, die Privatisierung von Staatsbetrieben, in manchen Ländern sogar die Umstellung eines (geringen) Teils der Bildung von staatlichen auf privatwirtschaftliche Schulen, ferner erhebliche Steuersenkungen einschließlich der Höchststeuersätze, schließlich die Flexibilisierung von Arbeitsmärkten und der Abbau von Handelsschranken.
Neoliberal waren diese Reformen insofern als sie nicht eine klassisch-liberale Abkehr vom Staat im Sinne des 18. und 19. Jahrhunderts darstellten, aber auch nicht sozialdemokratisch-etatistischen Ideen folgten. Vielmehr standen als Leitbilder die ursprünglichen Neoliberalen der 1930er und 40er Jahre Pate, die mit einem stärkeren Staatseinfluss als die Klassiker auf eine Art „Dritten Weg“ (Wilhelm Röpke) setzten.
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