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So liefert eine gute Volkswirtschaftslehre Erklärungen für die Folgen wechselnder Anreize bei gegeben menschlichen Präferenzen. Darin liegt ihre Stärke, nicht aber in einer Erklärung der Präferenzen.
2. Ökonomen von Adam Smith bis Friedrich August von Hayek erkannten intrinsische moralische Grenzen. Sie sahen Individuen nicht als grundsätzlich gut an, sondern generell selbst bezogen, d.h. sie stellen ihre Interessen, einschließlich Familie und Freunde, an erste Stelle.
3. Märkte dezentralisieren Macht unter einer Vielzahl privater Eigentümer und machen so das leben für die Starken schwer. Die Macht von Unternehmen stammt von ihren Kunden, die die Produkte kaufen, genauer: so lange sie ihre Produkte kaufen. Freunde freier Märkte müssen nicht Individuen trauen, sondern setzen darauf, dass gute Institutionen den Schaden begrenzen, den Schurken verursachen.
4. Die menschliche Natur als betrügerisch, monopolisierend und bestechlich anzusehen, gilt für Freunde freier Märkte als Grund der Politik zu misstrauen und nicht den Märkten. Zentralisierung von Macht löst das Problem nicht; im Gegenteil, politische Anreize stören die guten Institutionen und bringen mehr Macht in die Hände der angenommenen prekären Gestalten.
5. Kein Verfechter freier Märkte glaubt, dass Kinder ge- und verkauft werden sollten. Im Gegenteil, sie betonen, dass Märkte ohne die Respektierung von Rechten nicht funktionieren können. Märkte setzen das Eigentum und die Verfügung darüber voraus.
6. Im Kapitalismus gibt es keine Abwärtsspirale (Race to the bottom), weder bei Löhnen noch bei Arbeitsbedingungen. Das Gesetz der komparativen Vorteile (David Ricardo) zeigt wie Handel Wohlfahrt entstehen lässt und den Lebensstandard hebt. Kapitalismus hat die Armut besiegt.
7. Kritiker freier Märkte bringen Kapitalismus und Korporatismus durcheinander. Kapitalismus im Sinne freier Märkte heißt gerade nicht, die Interessen von Kapitalisten politisch zu unterstützen, sondern Wettbewerbsmärkte, die häufig gegen deren Interessen arbeiten. Es gilt also die Wünsche um politische Unterstützung und vom Staat gewährte Monopole zurück zu weisen.
Mit den Worten von Ludwig von Mises: „Tatsache ist, dass es in einem kapitalistischen System letzten Endes die Verbraucher sind, die Befehle geben. Der Souverän ist nicht der Staat, sondern da Volk.“
Kurzum, Ökonomen sollten sich wirtschaftspolitisch insbesondere auf wirtschaftliches Handeln und die Folgen von Eingriffen in das Wirtschaftsgeschehen konzentrieren. Die Steuerung der Wirtschaft liegt bei den Marktteilnehmern in besten Händen – also bei uns allen – und bedarf keiner (politischen) Hilfe.
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