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Dr. Klaus Peter Krause
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Die unsichtbaren Folgen der Wind- und Solarstrompolitik
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WirtschaftspolitikZu viele Menschen glauben noch immer daran, CO2 aus fossilen Brennstoffen führe zu einer kritischen Erwärmung der Erde und die sei daher von den Menschen verursacht. Mit diesem Glauben wurden gesetzliche Regelungen zum „Klimaschutz“ erlassen, die uns in den nächsten fünfzehn Jahren hunderte Milliarden Euro kosten – so vor allem durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Aber schafft diese Politik nicht zigtausende von Arbeitsplätzen samt volkswirtschaftlich wichtiger Wertschöpfung und sichert sie nicht deren Fortbestand, wie die Profiteure nicht müde werden, uns einzureden?
Das Geld für die Stromverteuerung fehlt für andere Ausgaben
Nur auf den ersten Blick. Ausgeblendet wird, dass diese Milliarden die Wirtschaft belasten (höhere Stromkosten, die in die Güterpreise eingehen) und nachfolgend die Verbraucher, denn die müssen die höheren Stromrechnungen bezahlen und haben damit weniger Geld für sonst andere Ausgaben. Das mindert den sonst möglichen Absatz von anderen Unternehmen, verhindert Wachstum an anderer Stelle, zerstört deutsche Arbeitsplätze in stromintensiven Branchen, schmälert die deutsche Wirtschaftskraft und schlägt fiskalisch damit indirekt auch auf den Staatshaushalt durch. Stromintensive Branchen sind Stahl, Metalle, Chemie, Glas, Papier und Baustoffe mit immerhin mehr als 800 000 Beschäftigten.
Ähnlich wie einst in der DDR
Vor allem die Einspeisevergütung für Solarstrom (der staatliche Garantiepreis) liegt weit über dem Preis für anderen Strom. Eine solche Praxis gab es in der DDR. Dort konnte man zum Beispiel die im eigenen Garten großgezogene Gans für 30 Mark an den örtlichen Konsum verkaufen. Nach einigen Stunden konnte der Erzeuger seine Gans geschlachtet, gerupft und ausgenommen für 15 Mark wieder erstehen. Auch der Solarstromerzeuger verfährt nach dem DDR-Gans-Praxis: Er speist seinen Strom zu staatlich garantierten (noch) 39 Cent/kWh in das allgemeine Stromnetz ein und bezieht daraus Strom für den eigenen Bedarf zu 20 Cent/kWh. Die DDR ist auch über solche Praktiken zugrunde gegangen.
Auch Wirkungen beachten, die unsichtbar sind
Politiker, die meinen, mit ihrer „Klimaschutzpolitik“ zusätzliche Arbeitsplätze zu schaffen, aber nicht kapieren oder unterdrücken, dass sie damit zugleich bestehende Arbeitsplätze zerstören oder verhindern, dass sonst ohne den staatlichen Eingriff zusätzliche Arbeitsplätze ganz woanders entstehen könnten, sollten das Buch „Economics! – Über Wirtschaft und Misswirtschaft“ lesen und dabei verinnerlichen, dass Handlungen, Maßnahmen und Eingriffe auch Wirkungen haben, die unsichtbar sind. Sein Autor ist der amerikanische Ökonom Henry Hazlitt (1894 bis 1993).
Die Neigung, nur unmittelbare Folgen wahrzunehmen
Wie Hazlitt schreibt, neigen die Menschen dazu, nur die unmittelbaren Folgen einer Maßnahme wahrzunehmen oder nur deren Auswirkungen auf eine bestimmte Gruppe. Man versäume zu fragen, wie sich diese Maßnahme langfristig und nicht nur auf diese eine Gruppe, sondern auch auf alle anderen auswirke. Es sei kurzsichtig, die Spätfolgen außer acht zu lassen. Darin liege der ganze Unterschied zwischen gutem und schlechtem Wirtschaften. „Der schlechte Wirtschafter sieht nur, was offenkundig ist, der gute blickt tiefer.“
Was einigen in der Union inzwischen dämmert
Allmählich scheint es etlichen Politikern aber doch zu dämmern, dass die überdrehte, vor allem aber sinn- und wirkungslose „Klimaschutzpolitik“ unsere Industrie, Wirtschaft und unseren Staat ruinieren hilft. In der Financial Times Deutschland vom 19. Juli war zu lesen, Bundesumweltminister Norbert Röttgen habe den Wirtschaftsflügel der Unionsparteien gegen sich aufgebracht. Die Überschrift lautete: „Röttgen löst Unionskrach um Klimaziele aus – Wirtschaftsflügel der CDU warnt vor Stellenabbau in der Industrie“. Zitiert wurde als dessen Wortführer der stellvertretende Unionsfraktionsvorsitzende Michael Fuchs (CDU): Wer die Klimaschutzziele heraufsetze, gefährde Arbeitsplätze in der Glas-; Stahl-, Papier- und Textilindustrie. Röttgen habe, so die FTD weiter, eine breite Front in CDU und CSU gegen sich in Stellung gebracht. Aber nicht nur der Wirtschaftsflügel sei zu Röttgen auf Konfrontationskurs gegangen. Auch Unionsfraktionsvorsitzender Volker Kauder, Kanzleramtsleiter Ronald Pofalla und weite der Teile der CDU-Landesverbände in Hessen und Baden-Württemberg bekriegten sich mit dem „Atomkritiker Röttgen“. Die Verwerfungen über Klimaschutz und Kernkraft-Laufzeiten offenbarten den tiefen Riss, der die Union in Energiefragen spalte.
In 30 Jahren Erklärungsversuche, wie das möglich war
Ein kritischer Bürger, Klaus Friebe, äußerte in einer Internet-Diskussionsrunde: „Heute haben sich die meisten Leute mit der CO2-Bekämpfung arrangiert. Industrie und Handel haben angepasste Produkte auf den Markt gebracht und werden weitere entwickeln; das Geschäft läuft, also bloß nichts ändern! Es wird halt alles teurer, der Verbraucher wird es zahlen müssen. Das war schon immer so. Und dass es auch weiter so bleibt, dafür werden Politiker und Berichterstatter in den Medien sorgen, und den eigenen Nutzen dabei nicht vergessen. In dreißig Jahren werden die Soziologen darüber dicke Bücher schreiben, in dem Versuch, zu erklären, wie das möglich war.“
Den Irrtum vergöttern, die Lüge glauben
Abschließend zwei Zitate. Mag sich jeder selbst seinen Teil dabei denken. Das erste stammt von Gustave Le Bon, dem Autor des Buches „Psychologie der Massen“ und lautet:
Nie haben die Massen nach Wahrheit gedürstet. Von den Tatsachen, die ihnen missfallen, wenden sie sich ab und ziehen es vor, den Irrtum zu vergöttern, wenn er sie zu verführen vermag. Wer sie zu täuschen versteht, wird leicht ihr Herr, wer sie aufzuklären sucht, stets ihr Opfer.“
Und speziell über die Deutschen hat Napoleon I. gesagt: „Törichter ist kein anderes Volk auf der Erde. Keine Lüge kann grob genug ersonnen werden, die Deutschen glauben sie.“
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Kommentare (12)
Fachmeinung aus der Hochtechnologie, 10.08.2010 12:22
Gigantische Fortschritte konnten wir in der sogen. Schwachstromtechnik erzielen: Rechner, Speicher, Digitalisierung, Schaltungsintegration, extrem schnelle Elektronik, Lichtwellenleiter-, Satelliten- und Mobilfunktechnik, all dies mit Anwendungen bei 'Internet für jedermann' zur Beseitigung des staatl. Informationsmonopols, bei der digitalisierten Verwaltung, in der gesamten Medizin (die sich völlig gewandelt hat:MRT ect.), in der Verkehrstechnik, im Automobilbau, letztlich in allen Bereich des Lebens.
Aber in der Energietechnik sieht es vollkommen anders aus. Hier gibt es einfach nicht die gewünschten Fortschritte, weil keine fundamental neuen Theorien geschweige denn deren praktische Realisierungen vorliegen und weil diesbezüglich außer der Fusionsenergie auch nichts Erwähnenswertes in Sicht ist. Das sieht die ganz überwiegende Mehrheit (> 95%) der Fachleute so. Daß eine Minderheit existiert ist normal. Daß politische Panikmacher berufsmäßig die Panik stimulieren, sie als Wirtschaftsgut und Erwerbsquelle bewirtschaften und sich dabei dieser wissenschaftl. Minderheit bedienen, ist nichts Ungewöhnliches.
Dennoch hat sich an den Fakten nichts geändert. Es gibt aus verschiedenen Gründen keine bahnbrechenden Erkenntnisse. Der Wirkungsgrad bei der Energieerzeugung konnte zwar erhöht und der Ausstoß von Gasen reduziert werden, am Prinzip hat sich aber nichts geändert, weil es bis jetzt keine neuen Prinzipien gibt, weder für die Energieerzeugung (genauer Umwandlung) noch für die Energiespeicherung. Elektrische Energie läßt sich nun einmal nicht gut speichern, und das lernt jeder Student dieser Richtungen bereits in der 1. Semesterwoche. Die Sonne ist nur in Sonderfällen als marginale Quelle nutzbar.
Was dort alles von alten Straßenkämpfern und Steinewerfern ohne Schulabschluß geredet und dann bei politisch Leichtgläubigen durchgesetzt wird, ist techn.-wiss. nicht satisfaktionsfähig und nicht wert, hier erwähnt oder gar widerlegt zu werden. Wer jedenfalls auf dem Dach des öffentl. Schwimmbads die Solarzellen oder in der Landschaft Windmühlen sieht, liegt falsch, wenn er meint, dort etwas Sinnvolles vorzufinden. Ausnahmen kann es allerdings geben.
Die Lösung sieht für die Menschheit anders aus:
a) Energie konsequent einsparen: Schluß mit Hedonismus und Prasserei. Schluß mit sinnloser Mobilität. Schluß mit der energieaufwendigen Produktion sinnloser Güter und Hinwendung zu geistigen Werten und Interessen, die praktisch keine Energie verbrauchen
b) Fusionsenergieforschung forcieren
c) neue konventionelle Energieressourcen erforschen
d) Eroberung der Meinungsführerschaft in Umwelt- und Energiefragen durch techn.-wiss. Fachleute und weg von gefährlichen Wirrköpfen, die ohne jegliches Fachwissen wie Rattenfänger die gutgläubige Bevölkerung in die Irre führen und die Gesellschaft zerstören
e) Überzeugung einsichtiger, vernünftiger Menschen, die als Multiplikatoren wirken
f) Verweis auf das Ausland, wo Umweltextremismus nicht existiert.
g) evt. Werbung für Einführung eines Straftatbestandes des „Energieboykottaufrufs“. Neben Umweltzerstörung muß ebenso der Aufruf zum Boykott oder Entzug unserer lebensnotwendigen Energiequellen strafbar werden. Wer giftige Stoffe in die Landschaft bringt, nimmt den Pflanzen die Lebensgrundlage und wird bestarft. Wer den Menschen Kohle, Gas, Öl und Kernkraft nimmt, beraubt die Menschen ihrer Lebensgrundlage. Nicht nur der erste, sondern beide Tatbestände müssen strafbar sein, denn die Menschen sind nicht weniger wert als die Pflanzen.
Ansgar, 07.08.2010 23:57
Wie sieht es aber nun mit der Fähigkeit aus, dass diese „Ökorevolution“ für ausreichend Ersatz für bisherige Energieträger liefern könne ? Dazu einige Tatsachen:
Sonne und Atom?
Zwar hat Sonnenlicht 20.000 x mehr Energie als die konservativen Brennstoffe, die wir aktuell verbrauchen, jedoch müsste man für ein Äquivalent 2/3 von Deutschland mit Solarzellen zupflastern. Alle bis dato weltweit produzierten Zellen macht nur eine Fläche von 10 qkm aus, also ersetzt ein Atomkraftwerk. Toll, nicht wahr ?
Die Absicht, den Bedarf an Erdöl damit auch nur ansatzweise zu kompensieren ist völlig absurd. Es bedarf eines Äquivalentes von bis zu 30 Mrd. Barrel pro Jahr. Es gibt keinen anderen Stoff mit der Energiedichte wie Erdöl, abgesehen vom Uran, welches aber neben dem Risiko und Entsorgungsproblemen ebenso nachteilig abschneidet. Als Ersatz für fossile Brennstoffe (Gas, Kohle, Öl) benötigte man 10.000 AKW, das sind 10 Terawatt Leistung. Damit wäre der Uranvorrat in 20 Jahren aufgebraucht.
Wind?
Die geringste Energiedichte hat Wind, zudem genau so unstetig wie Solarlicht.
Abgesehen von der ständigen Grundlastbereitschaft von schnell anlaufenden Gaskraftwerken bei Windstille und der umweltzerstörenden Verspargelung der Landschaft benötigt jede Windmühle beim Bau wesentlich mehr konventionelle Energieträger, als sie diese in der Nutzungszeit jemals kompensieren könnte. Paradox!
Gerade damit wird für einen steigenden Ölverbrauch für die Produktion der Mühlen gesorgt, was die Ölförderer freut! Gleichzeitig wird auch die Argumentation ad absurdum geführt, die Gegner von Wind- und Solarenergie kämen alle aus der Öl-Lobby, welche nur ihre Energie pushen wollen. Das brauchen diese wie man sieht also gar nicht, dafür sorgen grüne Klimaideologen schon.
Wasserstoff?
Auch der oft favorisierte Wasserstoff taugt wenig. Nicht nur, dass die Infrastruktur fehlt, wenige technologische Durchbrüche Trends setzen, auch benötigt man 3 bis 6 Liter Benzin um soviel Wasserstoff herstellen zu können, dass man damit soweit fahren kann, wie mit einem Liter Benzin !!! Bis sich das ändert sollen laut seriöser Wissenschaftler noch 30 bis 50 Jahre vergehen.
Biomasse?
Dann gibt es ja noch die Biomasse. Sehen wir von dem Paradox (besser: Verbrechen) ab, daß die halbe Welt hungert und hier diese Lebensmittel in Kolbenmotoren vergast werden. Das Problem ist deren Unergiebigkeit, es gibt dafür zu wenig Reserven bei Agrarflächen. Man benötigt auch hier mehr konventionelle Brennstoffe um es herzustellen, als wir daraus an Energie zurück gewinnen könnten. Selbst bei einer Verzehnfachung der Biodieselproduktion ist das der berühmte Tropfen auf den heißen Stein. Das erfuhren im letzten Jahr auch hierzulande viele Biosprit-Anlagen, sie sind pleite und weitere werden folgen.
Dezentralisierung?
Dann gibt es noch ganz absurde Ideen, z.B. die VW-Lichblick-Aktion. Hier sollen bei Stromspitzen kleine dezentrale Gaskraftwerke zusammengeschaltet werden, um ein Kern- oder Kohlekraftwerk zu ersetzen. Leider ist nur Deutschland sehr gasabhängig von Importen. Auch gab es diese Diskussion schon mal vor 10 Jahren in den USA mit dem Ergebnis, daß die zentrale Energieversorgung günstiger und auch umweltschonender ist. Klar, ein Bus oder die Bahn transportiert Personen pro Kilometer wesentlich effizienter als der alleingenutzte PKW.
Ja, tatsächlich! Man will statt einem AKW lieber 1000 Kleingaskraftwerke. Das ist wie wenn ich einen Bus mit hundert PS durch hundert Autos mit einem PS ersetze. Das ganze könnte dann wieder subventioniert werden – mit Schulden. Genau um diese Verschuldung geht es auch, bedingt durch das exponentielle Zinseszinssystem.
Fazit!
Beobachten Sie also ganz genau, welche Blasenindustrie aktuell forciert aufgebaut werden soll um womöglich das in sich zerfallene Finanzsystem nochmals zu reanimieren. Mit der „grünen“ Energie wird man es sicher versuchen, auch wenn es paradox ist, sich damit selbst zerstört. Mitmachen brauchen Sie damit ja nicht. Keine Sorge, Sie werden schon ausreich...
Meier, 01.08.2010 13:36
@lepus
Danke für Ihre Darstellung.
Die Problematik der Windkraftanlagen, u.a. bei der Wartung und den Netzschwankungen können viele nicht erkennen. Aus dem technischen Bereich besteht wenig Geschäftsinteresse, das klar zu benennen. Da hängt ja auch eine lukrative Systemwartung dran, wie sie z.B. bei der Verampelung der Republik auch eisern verschwiegen wird.
lepus, 31.07.2010 14:25
Leider ist eine sachliche Diskussion über Sinn und Wert der "erneuerbaren Energien" praktisch nicht mehr möglich. Grüne Ideologen haben es geschafft, die Meinungsführerschaft zu übernehmen und mit dem angeblich wissenschaftlichen Drohszenario vom Weltuntergang durch Klimawandel sachliche Kritiker zu Hasadeuren zu stempeln.
Was für ein ausgemachter Schwachsinn sich z.B. hinter der Idee von der Ausweitung der Windkraftkapazitäten verbirgt, hat Edgar Gärtner mit seinem Kommentar zu eine Untersuchung von Thomas Heinzow von der Forschungsstelle Nachhaltige Umweltpolitik der Universität Hamburg treffend beschrieben:
Energiepolitik für Dumme
Von Edgar Gärtner
Dummheit, zumal in der Politik, hat wenig mit individuellen Intelligenzquotienten zu tun. Würden Sie 550 Euro aufwenden, um möglicherweise in der Zukunft eintretende Schäden in Höhe von 70 Euro zu vermeiden, wenn derselbe Effekt auch schon für 20 Euro zu haben wäre? Die Bundesregierung schickt sich an, durch die Förderung riesiger Windradparks in der Nordsee genau diese dem gesunden Menschenverstand hohnsprechende Antwort zu geben. Der Sozialökonom Thomas Heinzow, der zurzeit an der Forschungsstelle Nachhaltige Umweltpolitik der Universität Hamburg unter Professor Richard Tol an seiner Dissertation arbeitet, demonstriert das am Beispiel der in Deutschland schon betriebenen oder noch geplanten On- und Offshorewindkraftanlagen (WKA).
Aus mehreren Gründen bleiben die Leistungen der WKA weit hinter den Projektionen ihrer Promotoren zurück: Ihre jährlichen Wartungs- und Reparaturkosten erreichen mindestens sechs bis neun Prozent der Investitionssumme. Ihre durchschnittliche Lebensdauer liegt weit unter den angenommenen 20 Jahren. Viele von ihnen werden schon nach weniger als zehn Jahren durch größere Anlagen ausgetauscht. Die Investoren nennen das euphorisch "Repowering" und legen nahe, die größeren Anlagen arbeiteten wirtschaftlicher als die kleinen. Doch einen solchen Skaleneffekt gibt es bei WKA nicht, denn ihr Gewicht wächst mit der dritten Potenz ihres Rotorradius. Nicht zuletzt erscheint ihre reale Stromausbeute als kläglich. Ihr Investitionsbedarf je tatsächlich erzeugte Kilowattstunde liegt bei 5800 Euro an Land und bei schätzungsweise 6600 Euro in der Nordsee. Der im Binnenland installierten Gesamtkapazität von etwa 20 000 Megawatt (MW) entspricht wegen der Unstetigkeit des Windes eine reale Leistung von nur 3000 MW. Etwas besser wäre die Verfügbarkeit der in der Nordsee geplanten 5000 WKA mit einer Gesamtkapazität von 25 000 MW. Diese können im Jahresdurchschnitt immerhin etwa ein Drittel ihrer Nennleistung erreichen. Die Vermeidung einer einzigen Tonne CO2 mithilfe von WKA kostet nach Heinzow bis zu 550 Euro, während sie durch die Modernisierung von Kohlekraftwerken für weniger als ein Zehntel davon zu haben wäre. Würden alle WKA-Pläne umgesetzt, käme es trotz Subventionen in Höhe von jährlich 6 Milliarden Euro sogar zu einem zusätzlichen CO2-Ausstoß von 30 Millionen Tonnen. Die Volkswirtschaft würde insgesamt durch Fehlinvestitionen von 90 Milliarden Euro belastet, rechnet Heinzow vor.
Könnte man da nicht zum Eindruck gelangen, wir würden von einer Selbstmordsekte regiert?
Freigeist, 31.07.2010 01:03
@Macula
Die Diskussion war öffentlich. Jeder, der sich für Trends interessiert, hätte dies erkennen können.
Spekulieren Sie doch an der Börse in Bezug auf die Laufzeiten der AKWs. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg.
macula, 30.07.2010 17:18
und zu den persönlichen Spekulationsgewinnen der mit Insiderwissen an diesen Subventions-Gesetzten Politiker (Trittin, Fischer, und vielen anderen) gibt es keinerlei Recherche...
Freigeist, 30.07.2010 13:56
@Meier
Eine Verdoppelung der fossilen Rohstoffe ist innerhalb von 10 Jahren gut "drinn". Dann werden plötzlich die Erneuerbaren billig. Die Einspeisevergütung sollte trotzdem schneller abgesenkt werden, um die Produzenten zur Verbilligung der Photovoltaik-Module zu bewegen.
Schauen Sie mal bei der Energiebörse vorbei und Sie sehen, wie viel Windstrom nachts anfällt, wenn die Sonne nicht scheint.
Constanze Kikels, 30.07.2010 09:42
Ich empfehle Ihnen auch das Buch von Hartmut Bachmann "Staatsbankrott Enteignungen Zwangshypotheken" oder "Die Lüge der Klimakatastrophe".
Gottsei Dank haben wirheute die Möglichkeit,uns von der trägen Massen abzugrenzen und uns unsere eigene Meinung zu bilden. Allerdings ist es auch ziemlich hoffnungslos zu glauben, man kann die Masse zumNachdenken motivieren.
Trotzdem hoffe ich,dass es noch viele Kommentare auf dieser Seite gibt.
Friedrich, 30.07.2010 08:02
Wohl wahr, man kann es aber auch anders nutzen. Pflastern Sie sich jeden Quadratmillimeter mit diesen modulen zu und sacken Sie ein.
Sie können dann immer speziell gegen die "Grüngutmenschen" argumentieren und die Kosten werden "explodieren", also eien Verdoppelung innerhalb der nächsten 10 Jahre ist da "locker" drin.
Vielleicht wächst dann auch mal die Lust diesen Einheitspolitikerbrei einen "aufzubrennen" und damit wäre uns allen geholfen...
Meier, 29.07.2010 19:21
Herr Dr. Krause, Ihr Artikel beschreibt auch jetzt schon sichtbare Folgen dieser Ökoesoterik.
Kürzlich konnte man bei den Filmberichten zur Tour de France, Luftaufnahmen aus mehreren Nachbarländern life sehen. Von den Niederlanden über Belgien nach Frankreich usw. tauchen keine einzigen Ökospekulationspanele auf Gebäuden auf.
An zahllosen Straßenkreutzungen regelt sich der Verkehr durch elegante Kreisverkehre, ganz ohne "Siemensdenkmale".
Wie ich schon schrieb, die dortige Bevölkerung kann laut Pisa-Ranking besser lesen, schreiben, rechnen und denken, sie wählen sich ihre Politiker auch direkt. Klugerweise verzichten sie auf Zweitstimmen bzw. Parteistimmen, die für unser Elend ausschlaggebend sind.
Wir leben also mit Nachbarn die "nicht dumm" sind, die sich weder in`s Bockshorn jagen, noch sich einen Bären aufbinden lassen. Die bauen und betreiben AKWs, bekommen sämtliche Probleme damit in den Griff, an denen bei uns ein "Affentheater" aufgeführt wird. Ich vermute, das hat gewiss ursächlich mit Vernunft in den Bevölkerungen zu tun.
Das ist keine angenehme Einsicht, wenn man sich nun das mit dem "Klimaklammerbeutel gepuderte" politische Personal hier anschaut, das diesen Ökounfug zum Schaden aller außer ihren Finanziers zum Dogma erhebt, dann wird deren Inkompetenz deutlich.
Früher konzentrierten sich die Anhänger der Anti-Akw-Bewegung darauf sich mit aller Kraft einen Vollbart wachsen zu lassen an Uni`s rumzulungern, wegen und gegen alles zu protestieren und sich in Latzhosen zu emanzipieren, mittlerweile haben Fondsgesellschaften sie an die hand genommen und als PR-Groupies fit gemacht. Sie sind älter aber nicht klüger oder weiser geworden, dazu fehlen ihnen immer noch "die Körner im Kopf", wie schon damals, als sie der "Taxifahrerphilosophie: der Weg sei das Ziel" aufsaßen, darum fassten sie ja in Wirtschaftsberufen keinen Fuß, blieben dem politischen Straßentheater treu oder krochen beim Staat unter.
Aussichten sind also nicht so aufmunternd, in einem Land dem traditionel die Intelligenten den Rücken zeigen oder schmunzelnd von außen zuschauen.
Ich wünsche mir zumindest eine neue Bürgerbewegung die mit Zuversicht, so wie bei unseren Nachbarn, die politischen Phobiker und Öko/Klima-Hyperventilierer relativiert.
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