Die Schweiz schwenkt in Richtung heisse Atomkraftwerkdebatte. Die Regierung von Basel-Stadt will den Bau neuer Kernkraftwerke vehement bekämpfen. Alternativenergien fördern, lautet die Parole. Zum Beispiel Windfarmen.
Nun ist ja der Stadtkanton auch beim Bau von Windfarmen fein raus. Denn es ist ausgeschlossen, auf Kantonsgebiet eine Windfarm zu bauen. Die "Verspargelung" der Landschaft findet anderswo statt.
Doch die "Verspargelung" der Landschaft wie in Deutschlands Norden und Osten wird hierzulande ebenso heftige Bürgerproteste und unzählige Einsprachen zur Folge haben, wie wir sie bei der Bauauflage für neue Atommeiler zu gewärtigen haben.
In Deutschland weicht man deshalb in Off-shore-Anlagen aus, die man vom Ufer aus nicht mehr sieht, wobei der Begriff "Off-shore" auch schon bessere Bilder hervorrief.
Gut, nehmen wir also an, der Jura wäre mit drei, vier Windfarmen bestückt. Müssten wir dann unter Umständen britische Verhältnisse befürchten?
Dort erhalten an windreichen Tagen die Stromfirmen mehrere Tausend Pfund pro Windfarm,1 wenn sie die Windmühlen abstellen. Für ein paar wenige Stunden. Richtig gelesen: Sie werden dafür bezahlt, wenn sie KEINEN Strom ins nationale Netz liefern.
Der Grund: Der Stromabnehmer "NationalGrid"2 kann den Strom aus den Windmühlen nicht brauchen, weil die zumeist dann Strom liefern, wenn ihn niemand benötigt. Also stellt man die Anlagen gegen Bares einfach ab.
In Grossbritannien bezahlen die Stromkonsumenten mehr als 1 Milliarde Pfund pro Jahr3 an Fördergeldern für Windfahrmen und andere Alternativenergieproduzenten.
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