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Walter Burscheid, 25.06.2010 15:27
Hallo,
mein Wohnungsnachbar ist auch ein intelligenter, netter und sympathischer Mensch und trotzdem würde ich ihn nicht zum Bundespräsidenten wählen. Als Bundespräsident müssen man viel politische Erfahrungen und Kenntnisse haben sowie politisches Durchstehvermögen, Härte und gewisse Schläue mitbringen. Es tut mir leid, dies Herrn Gauck abzusprechen. Horst Köhler ist unter anderem daran gescheitert, weil er zu wenig politische Erfahrungen hatte und nicht so recht wusste, wie er mit seiner Meinung durchdringen konnte. Er kannte die politische Klaviatur nicht genügend.
In der derzeit schwierigen politischen Lage brauchen wir einen Bundespräsidenten der diese Erfahrungen mitbringt und weiß, wie man damit umgeht und die Wirtschaft ankurbelt. Nette pastorale Reden und mal markige Worte helfen da nicht viel. Es besteht eher die Gefahr sich lächerlich zu machen.
Ich habe auch das Gefühl, das dem Kandidaten nicht bewusst ist, was ihn in dem Amt des Bundespräsidenten erwartet. Er ist jetzt 70 Jahre alt und müssen sich seine Kräfte auch richtig einteilen. In dem Alter baut man schneller ab, als einem lieb und bewusst ist. Das Amt des Bundespräsidenten kann man nicht im Schlafwagen wahrnehmen. Da müssen schon mal in der Woche mehr als 8 Stunden täglich gearbeitet werden sowie am Wochenende. Warum soll man sich das noch antun? Nur des Ruhmes wegen? Während Arbeitnehmer im Alter zwischen 60 und 65 Jahren in den Ruhestand gehen, will er noch einen harten Job übernehmen. Nicht, dass er sich dabei übernimmt und die Klamotten ebenso hinwirft, wie Köhler.
Mir scheint, er hat nicht durchschaut, wie er von SPD und Grünen für ihre politischen Ränkespiele instrumentalisiert wird. Wer den SPD-Vorsitzenden Gabriel genau kennt, weiß, warum er den Vorschlag Joachim Gauch gemacht hat.. Gabriel nutzt jede Gelegenheit um sich und seine Partei ins Rampenlicht zu stellen und dabei kommt ihm Joachim Gauch zur rechten Zeit.
Walter Burscheid
Monheim


Lars-Michael Lehmann, 07.06.2010 15:53
@Silvia L.
Ich bin der Meinung das in der jetzigen Situation, die Perspektive von Gauck als Bundespräsidenten wichtig wäre. Es stehen massive Umwälzungen in unserem Land an, Wulff ist ein Kind des Wirtschaftswunders. Auch wenn er auch persönliche Krise durchlebt haben mag, aber keine solche massiven wie der Gauck.

Ein Bundespräsident muss vermitteln können, und sich einen neutralen Blick auf die Situation des Landes haben. Sowohl auch die Regierung und die Bürger verstehen.

Das heißt auch, die Bürger müssen verstanden werden, das traue ich den Gauck zu. Mit seinem kantigen Profil und seiner Reife wäre er besser als Wulff. Dieser wäre viel zu angepasst, und weich-gespült.

Drum wäre Gauck eine gute Wahl um die Sprachstörung zwischen Regierten und Regierenden zu überwinden.


Silvia L., 07.06.2010 13:24
Ich gehe mal davon aus, dass Sie den Herrn Gauck vielleicht anders kennen gelernt haben, diese Information fehlt mir, so möchte ich mich dazu nicht äußern, Sie werden da sicher Recht behalten.
Ich fage mich nur, welche Anforderungen wir an einen Präsidenten haben. Geht es um die Hürden zwischen Ost und West, wird der Herr Gauck sicher besser für die Stelle sein, aber bei einem Präsidenten des Bundes geht es ja um mehr.
Gruß
Silvia


Lars-Michael Lehmann, 07.06.2010 10:45
@Silvia L.
Verstehen Sie mich bitte nicht falsch. Wulff mach ein guter Ministerpräsident für die Niedersachsen sein. Aber nun zu DDR-Erfahrung des Herrn Gauck, dieser blieb mit Widerstand des Systems der DDR trotzdem am Ball. Er ist ein wirklicher Bürgerrechtler. Ich würde die Qualitäten den Wulff nicht zutrauen, weil er es nicht kennt in einem Regime gelebt zu haben. Das fehlt vielen Westdeutschen, soll aber kein Vorwurf sein.

Gauck könnte neue Konflikte gut aushalten, ob Wulff dies könnte weiß man nicht. Er könnte in diesen schweren Zeit gut, zwischen Ost und West vermitteln. Es wäre sehr gut, nach 20 Jahren Wiedervereinigen einen solchen zu haben.

Ob er es wird, wird uns der 30. Juni zeigen. Sollte er es schaffen ist schwarz-gelb hin. Wahrscheinlich käme es dann zu Neuwahlen.


Silvia L., 07.06.2010 09:24
Lieber Herr Lehmann, wieso bestehen die Befürworter eines Herrn Gauck auf seine Vergangenheit in der DDR? Ich kenne diesen Herren nur aus seiner Eigenschaft als Leiter der gleichnamigen Behörde, sonst habe ich von diesem Herren nichts gehört. Kann sein, dass ich da was verpasst habe, ich kann aber einen Herrn Wulff in der Position besser einschätzen. Was macht Sie so sicher, dass Herr Gauck besser geeignet wäre? Weil er in der DDR war (hä)???
Nur, falls Sie es noch nicht wussten, die DDR gibt es nicht mehr und wir wollen doch in jeder Hinsicht die Vorurteile und gedanklichen Grenzen abbauen, oder?

LG Silvia


Günter Kleindienst, 07.06.2010 02:13
"Korrigieren!" Das kann ich nur unterstreichen. Diese Aufforderung gilt auch für Texte anderer "Autoren"...

Lars-Michael Lehmann, 06.06.2010 17:16
Ach was! Sie haben doch die Freiheit wegzuklicken. Und als Legastheniker nutze ich die Freiheit dazu, so zu schreiben wie ich eben schreibe. Nur unfreie blasen sich auf!

Korrigieren!, 06.06.2010 16:04
Bitte, korrigieren Sie sprachlich den Text! Es ist unerträglich, so viele Fehler zu entdecken. Auch wenn Sie ein Legastheniker sind, könnten Sie den Text von jemandem korrigieren lassen, zum Beispiel von einem Redakteur von Freie Welt.net. Ansonsten werden sich die Leser von Freie Welt.net in Scharen abwenden!


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