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17.05.2012
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     Dr. Klaus Peter Krause
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Dieser superteure Strom
Weitere Themen: Finanzkrisen

Wind- und Solarstromindustrie schwelgen in hohen Wachstumsraten, die andere Wirtschaftszweige neidvoll herbeisehnen. Und ihre überaus starke Lobby, schwelgt mit, jedenfalls bisher.

Solaranlagen unter Sparzwang

Gemeinsam geben sie die Stromerzeugung aus Wind- und Solarenergie als große Erfolgsgeschichte aus. Freilich, wenn Staaten diese beiden Industrien derart kräftig subventionieren, wie es bisher geschieht, ist hohes Wachstum alles andere als ein Wunder; „boomen“ mit massiver Staatsförderung würden andere Wirtschaftszweige schließlich auch zuwege bringen. Doch wer meint, subventionieren zu müssen, muss es sich wenigstens leisten können. Ebendas ist durch Finanzkrise, staatliche Überschuldung, große Haushaltslöcher und Konjunktureinbrüche in Frage gestellt. Endlich. Die betroffenen Staaten stehen unter drastischem Sparzwang. Dem hat sich auch die hochsubventionierte Solarstromindustrie zu unterwerfen.

Spanien kann das Subventionieren nicht mehr durchhalten

Ein markantes Opfer ist die Solarindustrie in Spanien. Schon 2009 hat ihr der Staat den garantierten Preis für Solarstrom deutlich gekürzt, dazu noch  eine andere Einschränkung verpasst. Der Markt für diese Anlagen brach ein. Erwogen werden jetzt weitere und sogar rückwirkende Kürzungen. Damit platzt eine weitere Blase: die künstlich aufgepumpte Solarstrom-Blase. Spanien kann das Subventionieren nicht mehr durchhalten, und seine Solarindustrie rutscht ab. Dabei ist Spanien, wie jedermann weiß, doch ein von der Sonne verwöhntes Land. Daher sollte es für Solarstromanlagen geradezu prädestiniert sein. Aber selbst hier setzt sich Solarstrom ohne Subventionen am Markt nicht durch.

Auch Deutschland muss sparen

Anderen überschuldeten Ländern wird es auf Dauer nicht anders als Spanien gehen, darunter auch Deutschland, das ebenfalls schon mit Kürzungen begonnen hat, wenn auch sehr halbherzig und bescheiden. Zwar wird der deutsche Staatshaushalt (wie der spanische) durch das Subventionieren direkt nur zu einem Teil  belastet, denn den größeren Teil haben die Politiker aller großen Parteien den Bürgern als Stromverbraucher unmittelbar aufgeladen: durch den garantierten hohen staatlichen Preis und durch die unbegrenzte Abnahmeverpflichtung für den Sonnenstrom. Doch schon bevor dieser superteure Strom mit diesen beiden Zwangsmaßnahmen in das allgemeine Stromnetz gehievt wird, hat er, wie die FAZ vermerkte, „eine lange Förderkarriere hinter sich: Investitionen in Fabriken wurden aus Steuern bezuschusst, Umschulungen von der Arbeitsagentur bezahlt, Lohnkostenzuschüsse gewährt. Nicht zuletzt hat die staatliche KfW-Bank mit zinsverbilligten Krediten die Renditen aufgehübscht. In einer fairen Solarstrom-Bilanz sollte auch das nicht unter den Tisch fallen. (Andreas Mihm, FAZ vom 3. März 2010)

Schickt die Sonne wirklich keine Rechnung?

Würde das subventionierte Erzeugen von Strom aus Sonne und Wind endlich ganz aufgegeben und dieser Strom damit von der Bildfläche zunächst verschwinden, würde der Umwelt dadurch keinerlei Ungemach, keinerlei CO2-Leid geschehen. Wohl fällt dieses Gas nicht an, wenn Solar- und Windanlagen Strom erzeugen, aber es entsteht bei deren Herstellung. Beides hält sich etwa die Waage.  Dabei ist das CO2 für das Erdklima - anders als der geschürte und weitverbreitete Glaube besagt  - ohnehin nicht von Belang, schon gar nicht, wie von mir in diesem Blog mehrfach dargelegt, das verschwindend geringe menschlich verursachte CO2. Die Sonne schicke keine Rechnung, sagen selbstherrliche Umweltschützer so verlogen. Nein, die Sonne nicht, aber die Hersteller der Anlagen, deren Betreiber und die Kapitalgeber. Diese Rechnungen sind sogar mehrfach so hoch wie die für Windstrom. Und auch der ist mit seiner staatlichen Subventionierung zu teuer erkauft.

Das DDR-Gans-Prinzip

Die Einspeisevergütung für Solarstrom (der staatliche Garantiepreis) liegt weit über dem Verkaufspreis. Eine solche Praxis gab es in der DDR. Dort konnte man zum Beispiel die im eigenen Garten großgezogene Gans für 30 Mark an den örtlichen Konsum verkaufen. Nach einigen Stunden konnte der Erzeuger seine Gans geschlachtet, gerupft und ausgenommen für 15 Mark wieder erstehen. Auch der Solarstromerzeuger verfährt nach dem DDR-Gans-Prinzip: Er verkauft seinen Strom für 43 Cent/kWh an den Stromlieferanten und lässt sich für den Eigenbedarf Strom von ihm  für 22 Cent/kWh liefern. Irre, nicht wahr?

Milliarden für einen Humbug

Zu viele Menschen glauben noch immer daran, CO2 aus fossilen Brennstoffen führe zu einer kritischen Erwärmung der Erde und dieser Prozess sei von den Menschen verursacht. Dieser Glaube, ein Humbug, wird von fast allen Medien und Politikern verbreitet. Die Lobby der Wind-, Solar- und Bioenergieindustrie und auch eine größere Zahl von Wissenschaftlern versuchen ihn zu zementieren. Auf diesem Glauben als Grundlage wurden „Klimaschutz“-Gesetze erlassen, die uns in den nächsten fünfzehn Jahren völlig unnötig hunderte von Milliarden Euro kosten. Diese Milliarden belasten die Wirtschaft (höhere Stromkosten, die in die Güterpreise eingehen) und die Verbraucher (höhere Stromrechnungen, geringere Kaufkraft für andere Ausgaben). Das schmälert die deutsche Wirtschaftskraft und das Wachstum der deutschen Wirtschaft und schlägt fiskalisch damit indirekt auch auf den Staatshaushalt durch. Eine Torheit.



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Kommentare (27)




 
  Kommentare (27)

Geralyn, 02.12.2011 09:53
One or two to reemmber, that is.

Bubber, 02.12.2011 09:52
I'm not quite sure how to say this; you made it exteremly easy for me!

Coralie, 02.12.2011 03:23
This weibste makes things hella easy.

Sabrina Schwanczar, 03.07.2010 23:19
Hallo Ben, Hallo Otto,

Ich bin bestimmt kein FDP-Fan, weil diese Partei immer wieder versucht, ihre Klientel vor den Anforderungen des Marktes zu schützen.

Aber ich werde auch 100.000 Klimawissenschaftlern nicht glauben, die behaupten, dass bis 2035 die Gletscher des Himalaya weitgehend abgeschmolzen sein werden.

Denn selbst bei einem Temoeraturanstieg von 6°C würde das Himalaya noch im Dauerfrost liegen.

Die Behauptungen dieser Wissenschaftler sind nichts wert, so lange sie nicht durch unabhängige seriöse wissenschaftliche Prüfung bestätigt worden sind.

Die Autoren des ICD-9 klassifizierten Homosexualität als psychische Störung.

Glaubt Ihr denen auch ?

Die Autoren des ICD-10 Klassifizieren "Transsexualität" unter F64.0 als psychische Störung. Glaubt Ihr denen ?

Der FDP glaubt ihr doch auch nicht jeden Müll, warum aber erwiesenermaßen zweifelhaften Klima-Wissenschaftlern ?


Heinz Eng, 18.06.2010 09:33
@Pott
"""Ich erinnere mich auch noch gut an die Versuche mit der Planwirtschaft - nicht nur mit Gänsen …"""

Ach ja, mit Erdbeeren ging das ja auch...nur das die nie vorne im Konsum aufgetaucht sind, weil die Verkäuferinnen das schon unter sich und ihren Freunden aufgeteilt hatten.-:)

Das Prinzip der deutschen EE-Gesetze ist in gewisser Hinsicht schon genial, der Staat beschließt und der Bürger zahlt DIREKT die Zeche, deshalb kann es auch bei uns nicht passieren wie in Spanien, die für bestehende Anlagen eine Kürzung von 30% einführen wollen.

Ich sehe das Preblem eher auf der technischen Seite, wenn die installierte Windkraft die Schwachlast weit übersteigen wird und es weiterhin keine nennenswerten Stromspeicher in Deutschland geben wird, was passiert dann?

Wir rudern sehenden Auges auf den Zusammenbruch unseres Stromnetzes zu, einen kleinen Vorgeschmack hatte wir ja damals, als man nur EINE Leitung wegen der Schiffsdurchfahrt abschalten mussten. Die offizielle Ausrede "menschliches Versagen" ist in diesen Zusammenhang ein Witz und wird zukünftig nicht mehr oft gebraucht werden können, eines Tages werden die Schwächen des Systems zu offensichtlich werden.

Mir graut vor der Zukunft.

MfG
Heinz Eng


R. Pott, 17.06.2010 14:03
@Heinz Eng

Es sind wohl nicht nur die Gutbebuchten die sich ihre Renditen sichern. Es ist auch die öffentliche Hand selber. Seit es die Förderung nach EEG gibt projektieren und bauen Stadtwerke wie wild PV-, Wind- und Biomasseanlagen und "verdienen" damit Geld. Bei garantierten Gewinnaussichten kann man sich ja auch an Projekten beteiligen, die weit weit weg entstehen - z.B. in der Uckermark, an der Küste oder in der Nordsee.

Eigentlich ein nachahmenswertes (weil geniales) Modell: Erst legt der Bund die Regeln im EEG fest und kommunale Unternehmen nutzen die dann (natürlich aus übergeordneten Wettbewerbs-, Umwelt- und Klimaschutzgründen), um langfristig Geld damit zu verdienen bzw. risikolos zu investieren. Mit dem verdienten Geld kann man dann den Kunden Energiesparberatung anbieten, weil der Strom ja immer teurer wird …

Wir haben die gesetzlich vorgegebene Einspeisevergütung, den Abnahmezwang und die (politische) 20%-Vorgabe bei den EE.

Ich erinnere mich auch noch gut an die Versuche mit der Planwirtschaft - nicht nur mit Gänsen …


Heinz Eng, 17.06.2010 10:39
@Freigeist
Ein deutscher Standart-4-Personenhaushalt verbraucht 3500 kWh Strom im Jahr. EEG-Zulage 2,047 Cent/kWh + 19%MwSt ergibt 2,44 Cent/kWh Zusatzbelastung der Stromrechnung jedes Haushaltskunden, ergibt im Jahr also 85,25 Euro die der Bürger zusätzlich bezahlen muss.
Möge Ihnen da eventuell mal ein Gaststättenbesuch weniger möglich sein, es gibt aber auch noch Menschen in diesen Land die per Hartz 4 schon so jeden Cent dreimal umdrehen müssen.
Diese Menschen werden also dafür bestraft, das Gutbetuchte Ihre Rendite per Solaranlage oder Windparkbeteiligung über 20 Jahre sichern wollen.
In meinen Augen ist das nichts weiter als Diebstahl auf Kosten der Ärmsten in diesen Lande.

PS. Die EE schmarotzen auf Kosten der Konventionellen und auf den Rücken der Bevölkerung und des Handwerks.

Heinz Eng


Heinz Eng, 17.06.2010 09:39
@Freigeist

Was für eine Milchmädchenrechnung präsentieren Sie uns denn hier?

Wissen Sie eigentlich aus welchen Komponenten sich Ihr Haushaltsstrom überhaupt zusammensetzt?

Erzeugerkosten, Transport, Ökosteuer, EEG-Zulage, Handel,Messwessen, Konzessionsabgaben, KWK-Zulage und auf alles noch die 19% MwSt.....alleine die staatlichen Zwangsabgaben belaufen sich schon heute bei 42%, also überdenken Sie ihre Aussage noch einmal gründlichst.

PS. Die Erzeugerkosten haben einen Anteil von zirka 30 % an Ihrer Stromrechnung, nur mal so als kleine Gedankenstütze.

Heinz Eng


Heinz Eng, 17.06.2010 09:31
Wann werfen die Öko-Beseelten endlich mal ihr altes Propagandamaterial in die Biotonne, hier werden wieder mal jede Menge Falschmeldungen von diesen Leuten verbreitet.

@Ben
Im Sommer ist bekanntermassen die vertikale Last weit aus geringer als in den Wintermonaten, deshalb legt man Wartungsarbeiten der Großkraftwerke auch in diese Zeit.
Weiterhin ist Deutschland per Verbundnetz mit den europäischen Nachbarländern verbunden, könne also auch von dort auch Strom importieren.
Von Ihnen würde ich jetzt gerne wissen, wie der genauen Im/Export-Saldi Deutschlands zu den Zeitpunkt des Ausfalls der vorgenannten Kernkraftwerke war und in welchen Monaten Deutschland seinen Exportüberschuss von 19 TWh erarbeitet hat.
Bis Sie mir diese Frage eindeutig beantwortet haben, sollten Sie sich mit Ihren Behauptungen doch etwas zurück halten.

H.E.


freigeist, 10.06.2010 00:38
Heute habe ich die Rechnungen angeschaut.
Haus, alleinstehend, 4 Personen im Haus, täglich wird frisch gekocht, keine Gefriertruhe, mehrere Computer etc.. Und was sehe ich auf der Jahresrechnung?
45 Euro für die Erneuerbaren - im Jahr Mehrkosten.
Könnte jedoch um weitere 15 Euro steigen, wegen der vielen Photovoltaik. Für die Gesamtsumme kann man kaum mit allen 4 Personen im Restaurant zum Essen gehen. Fazit: Die Erneuerbaren sind den Mehrpreis wert.




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