Im Grunde ist das zentrale Argument gegen das Papiergeld kein ökonomisches, sondern ein politisches Argument. Aber es ist ein sehr gut begründetes politisches Argument.
Wäre die Regierung unendlich gut und die Zentralbanker unendlich weise, dann könnte Papiergeld genauso stabil sein wie Gold oder Silber. Stellen wir uns vor, die Notenbank gäbe bei der Einführung der neuen Währung eine Billion Geldeinheiten in Form von Scheinen in Umlauf, anschließend wird die Druckmaschine verschrottet oder nur noch genutzt um vergilbte, abgegriffene oder beschädigte Scheine zu ersetzen. Die Preise würden alleine das Verhältnis von Angebot und Nachfrage widerspiegeln und wären nicht durch das Wachstum der Geldmenge verzerrt.
In einer Gesellschaft, die von interessenlosen Zentralcomputern gesteuert wird, wäre das auch möglich. Dagegen, dass Politiker und politische Beamte aus Fleisch und Blut in der Lage sind, der Versuchung der künstlichen Manipulation der Geldmenge zu verzichten, spricht fast die gesamte bekannte Weltgeschichte.
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