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11.02.2012
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     Albrecht Prinz von Croy
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Alle Kraft voraus für Joachim Gauck!
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Wulff gegen Gauck: Kompromiss gegen Brillianz. Hiermit rufe ich zu einer Kampagne für den Kandidaten der SPD und der Grünen auf. Hätt' ich mir auch nicht träumen lassen!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: die Kanzlerin begeht gerade wieder einen fatalen Fehler für die politische Kultur dieses Landes. Sie hebt einen farblosen Schwiegermutter-Typ auf den Schild des Bundespräsidenten, weil es die Situation ihrer Partei eben zuläßt. Zu mehr hat diese Truppe keine Kraft mehr.

Wenn denn wahr ist, was kolportiert wird: die SPD hat Merkel Joachim Gauck als gemeinsamen Kandidaten aller fünf Parteien (mit Ausnahme der Linken) vorgeschlagen. Sie hat das abgelehnt, eben weil sie auf einer Mehrheit für einen eigenen Kandidaten besteht. Und das ist Wulff. Was bitte schön, haben die eigentlich gelernt aus den Vorkommnissen dieser Tage? Nichts, gar nichts. Sie fährt ihren Stiefel der Mauschelei einfach weiter und wir kriegen einen aalglatten Teflon-Präsidenten, der nicht weh tut und der Kanzlerin als Konkurrent aus den Füßen ist.

Nicht mit mir: alle Kraft voraus für Joachim Gauck, ein glänzender Rhetor, ein moralisch weit aus der Masse herausragender Intelektueller, ein homo politicus ohne Verdacht  der Parteinahme, ein Mann, dessen Biographie Standhaftigkeit und Beispiel, Mut und Glaubwürdigkeit in sich vereint. Ein Mann wie ein Bild für die Freiheit, die sich diese Gesellschaft stets aufs Neue erkämpfen muss. Unabhängig von Parteien, unabhängig von Institutionen, aus sich heraus, mit freiem Willen zur Gestaltung einer freien, zivilen Bürgersellschaft.   Ein Mann also, der diese Republik wieder lehren kann, sich ihrer wahren Freiheit anzunehmen und sie zu verteidigen!



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Kommentare (27)




 
  Kommentare (27)

Meier, 26.06.2010 20:23
Herr von Croy, Sie haben Recht mit ihrer Meinung.
Das Prozedere einen Bundespräsidenten zu "finden", statt ihn von der Bevölkerung, der er vorstehen soll zu wählen, ist m.E. ein Markenzeichen des "Nachkriegs-Deutschen-West-Demokratie-Übungsmodells".
Aus Sicht, eines Nachbarlandes könnte man feststellen, die Deutschen wählen andauernd, dabei dürfen sie aber höchstens die Hälfte der Mandatsträger auswählen, den Rest besorgen stets die Parteien per Listenmandat. Damit haben sie ein völlig stabiles System, in dem sich, ständig alle "quasi in Schach halten".
Infolge dessen, macht es keinen großen Unterschied, wer Wahlen gewinnt, denn die Parteien blockieren sich anschließend in den dafür vorgesehenen Ebenen Bund, Länder usw.

Welche "dummen Nüsse" über die Listenmandate einziehen und anschließend von ihren "Kumpels in den Parteimedien" denen ebensolche emotionalisierte Anhäger zugeführt werden, zeigen die beteiligten Meinstreammedien.
Natürlich wäre Gauck der Richtige, der diesen Unfug im System mit seinen liberalen, mutigen Ansichten anmahnen könnte. Aber die Sozialisierer, die Dummen und die Opportunisten pflegen den Weg des keinsten gemeinsamen Nenners, Haupsache der Wähler bekommt keinen souveränen Einfluss, bestimmt womöglich politisches Personal und die Sachthemen, durch Mehrheitsentscheid im Wählerinteresse.
Die Arroganz der kaum abwählbaren Parteipolitiker mit sicherem Listenmandat, die Korrumpierbarkeit der Parteien gezielt Lobbygesetzgebung zu betreiben, sind exakt Folgen diese "Demokratie-Übungsmodells", das eine Bevölkerung erhielt, der die Besatzer nicht trauten. Es ist an der Zeit, das öffentlicher werden zu lassen und endlich die Elemente souveräner Demokratie einzufordern.


Dani, 22.06.2010 19:41
Ehrlichkeit währt am längsten...und ist gut fürs Herz. Gauck macht in jeder Hinsicht ein gutes Gefühl, wenn ich hingegen an Wulff denke, in aller Konsequenz, wirds mir ganz schön mulmig.

macula, 22.06.2010 10:09
Deutschland kann sich Wulff garnicht Leisten. Bei einer Lebenserwartung von 85Jahren belaufen sich seine Pensionskosten auf über 7 Millionen Euro. Da seine Lady eine junge Secondhandlady ist betragen die Folgekosten Wulff ca 10 Millionen Euro ist wird der Anspruch e saScheidetr

Jörg, 11.06.2010 14:12
Da wird von CDU/CSU und FDP Christian Wulff als Bundespräsident vorgeschlagen, was soll man davon halten. Ich finde das Volk sollte bestimmen wer Bundespräsident wird. Es zeigt sich immer mehr das wir als Volk überhaupt nichts mehr zu sagen haben. In jeder Umfrage hat Gauck mehr als doppelt soviele Stimmen wie Christian Wulff, die Meinung des Volkes zählt aber mal wieder nicht. Wir dürfen nur zahlen und unseren Mund halten. Hier geht es doch nicht um kompetenz, sondern nur darum den eigenen Kandidaten durchzusetzen. Da wird sogar eine Erpressung des Koalitionspartners FDP hingenommen, keine Opel-Hilfe sonst kein Wulff. Als Theo Weigl damals an die macht sollte, da war er der Partei nicht genehm wegen seines "Privatlebens". Bei Fremdgänger Wulff ist das was anderes. Man soll doch vor dem Bundespräsidenten Respekt haben...na ja...vor diesem Mann habe ich genauso wenig Respekt wie vor dieser Regierung, überhaupt keinen. Macht nur so weiter CDU/CSU/FDP. Die nächste Wahl wird es richten. Ich glaube kaum das jemand so blöd ist die nochmal zu wählen. "Nur die allerdümmsten Kälber wählen ihren Schlächter selber"

jjan, 11.06.2010 09:07
Gauck ist die einzig mögliche Wahl, weil ich in den letzten Jahren den Eindruck nicht loswerde, dass nur diejenigen Politiker die Demokratie wirklich erhalten wollen, die unter einem undemokratischen Regime leiden mussten.
Allen anderen dient die Politik nur zur Profilierung und/oder Bereicherung


W. Hein, 08.06.2010 21:35
Vollste Zustimmung!
Ich bin seit Jahren FDP-Wähler, und was habe ich bekommen? Eine Rotgrün/Rosarot Koalition.
SPD und Grüne haben in den letzten Jahren viel Unheil bewirkt, aber diesmal haben Sie tatsächlich einen Vorschlag gemacht, der dem Land guttun wird.
Der Ex-Bundespräsident hat ja einige Male den Mut gehabt, zu offensichtlich verfassungsbrechende Gesetze nicht zu unterschreiben.
Man denke nur an den Ex-Innenminister und die
S chäuble's
T olle
A bteilung
S icherheit,
I nnere

Von einem aalglatten Karrierepolitiker wie Herrn Wulff ist solche Standhaftigkeit nicht zu erwarten.
Oder sollte man boshafterweise sagen, Kurs voll nach links und kein Präsident zum gegensteuern, damit der Karren wenigstens schnellstmöglich gegen die Wand fährt?

Dass die SED-PDS oder wie die sich momentan gerade nennen, mit Herrn Gauck nicht glücklich sind, ist ein Kompliment für diesen!

Ich denke, die Bundespräsidentenwahl ist die letzte Chance für liberale Politiker, die Worte "Schaden vom Land abwenden" mit Leben zu erfüllen.


ulrich kasparick, 07.06.2010 21:39
danke für diesen beitrag!

Petra, 06.06.2010 10:40
Kantiger Gauck statt aalglatter Wulff!

hwmueller, 06.06.2010 10:21
Auch wenn die Empörung ob der Instrumentalisierung gesellschaftlichrelevanter Positionen, wie die des Bundespräsidenten erstmal verständlich erscheinen, so ist doch klar einsichtig, was hier passiert. Die Untergrabung des demokratischen Rechtsstaats durch vermeintliche Eliten. Daher kann und wird die bürgerliche Mehrheit einen Rechtsapostels dieses Ausmasses nicht unterstützen können. Der Staat „gehört“ der Gesellschaft und die Gesellschaft sind wir, sprich der aufgeklärte Bürger. Diese Aussage des Herrn Gauck ist zwar naiv, aber nichts destotrotz für jeden Liberalen, der die Einzelinteressen vor denen der Gemeinschaft stellt, eine echte Bedrohung. Ich halte daher den Aufruf sich für Gauck zu angagieren für kontraproduktiv. Vertrauen wir den Eliten.

Z. Klimowa, 06.06.2010 09:01
Ins Schwarze getroffen!



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