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     Vera Lengsfeld
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Rettungsschirme auf der Titanic
Weitere Themen: Finanzkrisen, Wirtschaftspolitik, Wahlen

Unsere Politiker sind vielbeschäftigte Leute. Mal schnüren sie Pakete, um der einen oder anderen Klientel ein paar Schmankerl zukommen zu lassen, damit die 70% Bundesbürger, die dauerhaft oder gelegentlich mit staatlichen Wohltaten

versorgt werden, auch stabil bleibt . Diese Volksvertreter scheinen zu glauben , dass die Demokratie in Deutschland nur erfolgreich war, weil immer größere Bevölkerungsgruppen an den Transfertropf gehängt wurden. Ein Schelm, wer denkt, es könnte auch Eigeninteresse mit Blick auf die Wahlen dabei sein. Leider erweisen sich die Wähler von mal zu mal undankbarer. Sie werden schon sehen, was sie davon haben. Was sich vor unseren Augen auf der politischen Bühne abspielt, ist Stoff für mehrere Albträume. Der Steuerzahler muss demnächst nicht nur den Gürtel enger schnallen, sondern sollte sich beizeiten an den Gedanken gewöhnen, dass seine „sicheren“ Bundesschatzbriefe, Riesterrenten und ja, auch die bisher mit einem ununterbrochenen Strom von Steuergeld gespeisten Umweltfonds , die zur Zeit noch mit 8% Rendite werben, um neue Anleger zu gewinnen, nichts mehr wert sind. Unser Oma ihr klein Häuschen ist bereits versoffen, auch wenn dieser Fakt bisher erfolgreich vor der breiten Öffentlichkeit geheim gehalten wurde.

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Denn unsere Politiker haben unter der Führung von Merkel eine neue Aktivität entdeckt. Sie spannen, koste was es wolle, „Rettungsschirme“. Es kostet einiges, um nicht zu sagen alles. Mit dem heutigen Tag sind die Bürger unseres Landes von den Mitgliedern einer bürgerlichen Koalition unter Führung einer Ostdeutschen, die als Oppositionsführerin einst verkündete, dass sie den Bankrott eines Staates miterlebt hat und alles tun will, um einen zweiten zu verhindern, kalt enteignet worden. Nach den „Rettungsschirmen“ für Banken, Autoindustrie und Griechenland hat eine von Angela Merkel geführte Regierung nun einen „Rettungsschirm“ für den Euro gespannt, weil angeblich unser aller Schicksal am Euro hänge. Es genügte eine leere Drohung des französischen Staatspräsidenten, um Frau Merkel vergessen zu lassen, dass sie gewählt wurde, um die Interessen ihrer Mitbürger zu vertreten. Sie wolle die Kanzlerin aller Deutschen sein, hatte sie gerufen, als sie der ungeliebten schwarz-gelben Koalition nicht mehr ausweichen konnte. Nun nimmt sie alle Deutschen für ihre Fehlentscheidungen in Haftung. Hätte Sarkozy Frankreich aus dem Euroverband austreten lassen? Kaum. Und wenn, wäre es Frankreichs Problem gewesen, wie es eigentlich Frankreichs Problem ist, dass hauptsächlich französische Banken von einem griechischen Staatsbankrott betroffen wären. Warum es „alternativlos“ sein soll, dass deutsche Steuerzahler z.B. die Banken-, und Firmenholdung EFG -Group des Griechen Spiros Latsis, ein enger Freund des Portugiesen Manuel Barroso, der nicht müde wurde, als EU-Kommissionspräsident „Solidarität“ einzufordern, vor den Folgen ihrer insgesamt 66 –Milliarden- Spekulation mit griechischen Staatsanleihen zu bewahren, wird uns nicht verraten. Welche Folgen das heute beschlossene „Eurostabilisierungsgesetz“ für die deutschen Sparer und Anleger hat, wird ebenso verschwiegen. Klar ist, dass Europa nicht mehr ein Europa der Freiheit und der Rechtsstaatlichkeit ist, sondern ein Europa, das sich im Laufschritt auf die monetäre Planwirtschaft zu bewegt, in der es keine Rechtssicherheit und Schutz des Eigentums mehr geben wird. Wer dieses Menetekel nicht sieht, ist blind.

Dieser Beitrag erschien ursprünglich am 22.05.2010 auf der "Achse des Guten"



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Kommentare (7)




 
  Kommentare (7)

Freigeist, 25.05.2010 18:35
In Spanien haben nun Theologen eine Sparkasse in den Sand gesetzt. Diese sind auch nicht besser als unsere deutschen Politiker. Das Ganze noch nach Pfingsten - also leider ohne "Heiligen Geist". So eine Blamage aber auch.

Freigeist, 25.05.2010 00:42
Ich halte den Rettungsschirm für okay. Die Märkte müssen beruhigt werden. Bisher ist es auch gelungen und wird auch weiterhin gelingen, denn alle 55 Zentralbanken dieser Erdenwelt arbeiten daran. Vor einem Kollaps würden die Zentralbanken ausreichen Geld ERZEUGEN und es danach wieder abziehen. Sorgen sind unnötig.

Z. Klimowa, 24.05.2010 17:12
@Oberdörffer
"Klugscheißerei" habe ich deutlich genug begründet. Ich verzichte darauf, meine Begründung zu wiederholen. Sie können selbst lesen.
Das oberflächliche Gejammer der Verfasserin hilft niemandem weiter. Zu sagen, es wird jetzt ganz dunkel, alles ist schlimm, ist wahrlich keine Kunst. Von dieser Sorte Leute haben wir mehr als genug. Gebraucht werden Leute, die wissen, wo der Lichtschalter ist, und auch in der Lage und willens sind, das Licht anzuschalten, vor allem wenn es anstrengend wird. Da steuert weder die Verfassering noch Sie etwas bei. Insbesondere hilft Ihre Pauschal-Verunglimpfung, alle Parteien seien Verräter, niemandem auch nur das kleinste Stück weiter.


Elmar Oberdörffer, 23.05.2010 17:43
@ Z. Klimowa: Ich halte den Artiken von Frau Lengsfeld für eine realistische Einschätzung der Lage. Wenn Sie den Artikel für "Klugscheißerei" halten, sollten Sie Ihre Meinung begründen, sonst können Sie sich Ihren Kommentar sparen. Reine Beschimpfungen oder Verunglimpfungen führen nicht weiter und sind für den Leser reine Zeitverschwendung.

@ Gockeline: Wie die Linken, die ehemalige SED mit neuem Namen und altem Programm, dem Volk helfen, das haben wir doch alle an der DDR gesehen. Wer die wählen will, der muß doch die Geschichte dieser Partei und der von ihr ruinierten DDR völlig verdrängen. Tatsächlich ist es so, daß derzeit keine der im Bundestag vertretenen Parteien wählbar ist, weil alle die Interesses der Bürger und des deutschen Volkes verraten.


Petra, 23.05.2010 16:18
Die jetzige CDU gehört auf den Müllhaufen der Geschichte!

Z. Klimowa, 23.05.2010 09:27
Dieser Artikel strotzt vor Klugscheißerei, ohne auch nur ansatzweise eine bessere oder wenigstens halbwegs überzeugende Alternative aufzuzeigen. Es gehört nicht viel Geist dazu, in die Kritik der Empörten und Betroffenen einzustimmen. Es ist darüber schon genug und wesentlich Besseres geschrieben worden.
Ähnliches gilt auch für den absurdesten Vorschlag, der sich an diese Klugscheißerei anschließt: Ausgerechnet die links-extremistisch aufgeheizte SED-Nachfolgepartei als Retterin anzupreisen, kann allenfalls diejenigen überzeugen, die Willi Brandt für einen erfolgreichen Politiker der DDR halten. Es ist zu hoffen, daß wenigstens Vera Lengsfeld auf diesem Gebiet mehr zu bieten hat und über derartige Vorschläge, die ihr Artikel provoziert, nicht erfreut ist.


Gockeline, 22.05.2010 18:54
Wer dieses Mentekel nicht sieht ist blind,sagen sie?
Ist es nicht so,dass die Politik nicht mehr sieht was der Bürger spricht oder denkt?
Ist es dem Politiker egal was der Bürger denkt?
Nun zahlen die Bürger den Preis für Bankenrettungsschirme.
Schlimmer noch,die banker haben kein Einsehen und beklagen sich ständig.
Sie haben ihr Spielzeug verloren.
Sie wollte doch nur Sicherheiten von der Regierung haben und keine Regelungen die ihr Spiel verderben?
haben wir nicht längst den blanken Kapitalismus?
Von wegen soziale Marktwirtschaft.
Ludwig Ehrhard würde sich im Grabe umdrehen.
Nach der rede von Gysi im Bundestag sagte ich mir und viele andere auch,Gysi hat recht.
Wir müßen alle die LINKEN wählen um den Politikern ein Stoppschild zu zeigen.
Die LINKEN sind die einzigen die dem Volk helfen und nicht den Banken.
Die Banken haben ihr Geld verspielt und müßen erkennen was sie falsch gemacht haben und nicht Bonis einfordern.
Es wir sehr spannend wie sich der Bürger verhält in Zukunft.



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