Warum der Handel mit Staatsanleihen unmoralisch ist.
Die Unmoral von Staatsanleihen sollte unabhängig von der eignen politischen Gesinnung oder Staatsauffassung der Bürger/Gläubigers/Politikers sein.
Denn durch Zins und fällige Schuldenrückzahlung wendern die Gestallungsspielräume der küfigen Gerneraltionen immer geringer ...
Staatsanleihen sollten sowohl von liberal-denkenden Bürger wie auch für sozialdemokratisch-geprägte Bürger als höchst unmoralisch empfunden werden. Selbiges gilt für alle demokratischen Zwischenspielarten zwischen liberal und sozialdemokratisch, egal ob ökologisch (für eine Nachhaltigkeit auch in finanzieller Hinsicht steht unter anderem Oswald Metzger) oder ob sie christlich-konservativ motiviert sind – diese demokratischen Spielarten sind nur beispielhaft genannt so gibt es noch andere Zwischentöne...
Für Sozialisten oder gar Kommunisten gilt dies nicht direkt, da sie im Zweifel ihre Bürger enteignen (freilich nur die Reichen unter Ihnen, je nach Bedarf wir man dann halt als reich definiert) statt Ihnen Staatsanleihen zu verkaufen.
Demokratische Regierungen, wie die unserer Republik, enteignen die ihre Bürger nicht nach kommunistischer Machart (davor schützt uns Art. 14 GG), auch werden wir nicht so offensichtlich durch drastische Steuererhöhungen enteignet was gesetzlich bis zu einem gewissen Grad möglich ist – aber durch die Angst vor nächste Wahl wird die Steuerschraube höchstens marginal verstellt oder es werden kleine Sondersteuern erhoben (wobei deren Ertrag meist kaum den Aufwand der Erhebung rechtfertigt).
Sie setzen stattdessen lieber auf Staatsanleihen, somit können sie mehr ausgeben als sie durch Steuer einnehmen – so wir der Bürger nicht direkt belasst.
Eine Enteignung findet aber dennoch statt, nur ist diese subtiler und zwar durch Inflation sowie durch einen geringeren Haushalsspielraum, welches die jeweilige Regierung zu massiven Einsparungen zwingt (welche teilweise sinnvoll sein können – aber es gibt wie auch zur Zeit nicht genügend Geld für Bildungseinrichtungen – dies ist dramatisch denn wenn der Staat schon einen Bildungsauftrag wahrnimmt dann sollte er ihn auch effektiv wahrnehmen können) welches ins Besondere sozialdemokratisch-geprägte nicht gut heißen, oder es wird zu massiven Steuer- und Abgabeerhöhungen kommen was den Bürger immer mehr in seinen finanziellen Gestallungsspielraum einschränkt, das beklagen liberal-denkende Bürger schon seit Jahren …
Unser Staat hat übrigens seit 2006 steig Steigende Steuereinnahmen aber immer weniger Geld (für Investitionen und/oder Steuersenkungen) diese Jahr sind sie zum ersten mal im Vergleich zum Vorjahr auf 510 Mrd € zurück gegangen dies sind mit immer noch neun Prozent mehr als vor zehn Jahren wo der Staat sich mit 467 Mrd € begnügen musste.
Einiges dieser fehlender Gelder geht sicherlich in Kosten für unnötige Bürokratie, aber im Jahre 2009 wurden 24.509.000.000 € nur an Zinsen für Bundesanleihen gezahlt (dazu kommen noch andere Zinszahlungen wie für Bundesschatzbriefe, etc.) demgegenüber standen Steuereinnahmen von 527.049.000.000 € von Bund, Ländern und Kommunen sprich: die Bundesrepublik zahlt über 1/20 des Bundeshaushaltes an nur an Zinsen für frühere Gennationen von Wählern von Politikern …
Man kann also festhalten sobald Staatsanleihen nicht in der gleichen Legislaturperiode zurück gezahlt werden, belasten die Gläubigerforderungen die Handlungsfähigkeit künftiger Regierungen. Das politisch fatale ist jeder kann die Schuld auf dem Vorgänger schieben wegen der „Schuldenspirale“ (weil man dank der Schulden so wenig finanzielle mittel hat braucht man wieder Geld aus neuen Schulden).
Aber das Regierungshandeln sollte von den Wählern bestimmt werden je nach dem welche Parteien sie die Regierungsverantwortung übertragen, und nicht von Gläubigern …
Je länger Wähler (welche Wahlgeschenke fordern) und ihre Regierungen (weil sie deren Forderungen erfüllen, oder nicht bereit sind auch mal Einschnitte zu beschließen) nicht bereit sind werden weiterhin Raten und Zinsen auf Kosten zukünftiger Genrationen aufgenommen.
Zum Glück gibt es aber nun ein neue Schuldenbremse:
Das sie die Neuverschuldung nur auf 0,35% der BIP bremst ist selbstredend aber immerhin.
Sollte es nicht Ausnahmen geben welche dem Staat erlaubt in bestimmten Situationen einen Kredit aufzunehmen?
Ja, eventuell bei einer Staatsgründung auf einem freien Feld, wenn man erst Infrastruktur bauen muss …
Ist aber in Deutschland nicht der Fall … bei der Übernahme bei der Ex-DDR hat sich Helmut Kohl übernommen, dies hätte man auch langsam angehen lassen, aber er wollte sich schnelle Erfolge kaufen...
Bei Zerstörung noch einem Krieg, Terroranschlag, Naturkatastrophen?
Ja spielte für Deutschland nach dem verloren Krieg in Form des Marshallplans eine wichtige Rolle, aber diese Schulden aus dem Marschhallplan (wobei Deutschland gemessen an der Einwohnerzahl recht wenig bekam und dennoch zur führerenden Wirtschaftsnation wurde) wurden schon längst getilgt – haben also nichts mit der aktuellen Staatsverschuldung zu tun.
Terror-anschlage sind ein neue Entscheidungen, könnte man aber wie Naturkatastrophen behandeln, man sollte wie ein schwäbische Hausfrau Geld (einen gewissen % des BIP) für Notsituationen zurück legen und sich Versichern ...
In Rezessionen und bei Sinkenden Steuereinnahmen?
Dieser Ansicht würden Keynesianer zustimmen, nur ist es politisch kaum durch setzt bar da die Zinsen in besseren Zeit nicht zurück gezahlt werden ==> aus genau diesem Grund haben wir (wie auch viele andere Staaten) ja eine so hohe Staatsverschuldung (sind übrigens über 1641 Mrd. EUR). Und auch hier hätte es auch die umgekehrte Möglichkeit gegeben in guten Zeiten für schlechte Zeiten zu sparen …
Übrigens Schuldenbremse: genau diese Fälle werden von der Schuldenbremse ausgenommen !!!
Ich hoffe ich habe jetzt klar gemacht warum es unmoralisch ist Staatsanleihen zu kaufen …
Die Regierenden sind scheinbar zu schwach der Neuverschuldung zu widerstehen, so kann man nur an die Moral der Personen appellieren welche Staatsanleihen kaufen …
Übrigens das Staatsanleihen ein sichere Anlage sein sollen, hat Griechenland eindruckvoll bewiesen …
Nun werden die Banken und sonstigen Investoren aber nicht für ihr unmoralisches Verhalten (es gibt im übrigens ganz marktwirtschaftlich höher Zinsen wenn das Ausfallrisiko höher ist – auch wenn der Ausfall künstlich zu Lasten des Volkes verhindert wird wie im Fall Griechenland ist die Marktwirtschaft aus gehebelt) nach Marktgesetzen bestraft sondern werden von noch Kreditwürdigen Staaten gerettet ...