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17.05.2012
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     Dominique Döttling
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Weniger Ingenieure, weniger Wohlstand
Weitere Themen: Reformen, Wirtschaftspolitik

Deutschland mangelt es an Tüftlern. Jahrelang hatten Arbeitsmarktexperten darauf hingewiesen, dass Deutschland zukünftig ein Fachkräftemangel drohe. Jetzt ist das bei den Ingenieuren bittere Realität: 2009 fehlten mehr als 34.000 Ingenieure.

Das bedeutet Wertschöpfungsverluste von rund 3,4 Mrd. Euro, wie eine jetzt veröffentlichte Studie des Vereins Deutscher Ingenieure e. V. und des Instituts der Deutschen Wirtschaft zu Köln zeigt.

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Ursache für diese Entwicklung ist vor allem der demographischen Wandel.

In den letzten fünf Jahren hat Deutschland durchschnittlich knapp 37.000 Erstabsolventen eines ingenieurwissenschaftlichen Studiums hervorgebracht –inklusive der ausländischen Studenten, die nach Studienabschluss dem deutschen Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung standen. Insgesamt reichte dies noch nicht einmal aus, um die 36.000 Ruheständler zu kompensieren, geschweige denn den zusätzlich vorhandenen Expansionsbedarf zu decken. Und zukünftig wird die Nachfrage nach gut ausgebildeten Fachkräften weiter drastisch steigen. Ab 2013 werden jährlich 33.800, ab 2018 dann 44.100 und schließlich ab 2023 sogar 48.300 neue Ingenieure benötigt, um die ausscheidenden zu ersetzen. Ohne beträchtliche Anstrengungen von Schulen und Universitäten, von Wirtschaft und Staat wird das nicht gelingen. Ein massiver Wohlstandverlust wäre die Folge.

Beitrag erschien zuerst auf oekonomenblog.de



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Kommentare (5)




 
  Kommentare (5)

Freigeist, 08.05.2010 21:48
@Fundi
Die Pille danach ist keine Abtreibung. Es handelt sich nur um 4 oder 8 Zellen, von Nerven keine Spur.
Bei vernünftiger Migration sollte es um Hochbegabte gehen, nicht um laschen Durchschnitt, wie etwa Ihr Bremen-Beispiel.
Bei Ihrem Bremen-Beispiel sind viel zu viele Nieten dabei, die braucht niemand in der Wirtschaft. Die Nieten zu unterhalten kostet Steuergelder, nicht vergessen.


Fundi, 07.05.2010 17:20
Wenn in Deutschland nicht jedes Jahr eine Stadt wie Bremen Aufgrund von Kindermord nicht geboren wird, wäre allein aus statistischen Gründen eine Lösung gefunden (von wegen Migration).
mfg Dipl.-Ing. PF


Freigeist, 07.05.2010 11:13
@Constanze Kikels
Wie kommen Sie auf die Idee, dass Deutschland sich nicht selbst ernähren kann? Allein durch die DDR-Gebiete kamen wieder Hektare hinzu, die nur Subventionen kosten.


Constanze Kikels, 07.05.2010 07:50
Liebe Frau Döttling,
ich bin selbst Ingenieurin und trage mich mit dem Gedanken, dass Land zu verlassen. Nicht weil ich hier weg will - nein, weil ich dazu gezwungen bin. Ich habe in erster Linie die Verantwortung für ein Kind und für mich.
Arbeit gibt es genug, aber niemand will sie bezahlen.
Deutschland hat den Umbruch verpaßt, oder steht vielleicht kurz davor. Wenn ein Land die Grundsäulen seiner Gesellschaft - Ernährung, Kleidung und Wohnraum - nicht mehr tragen bzw. organisieren kann, ist früher oder später jeder Mensch gezwungen, sich anders zu orientieren, um zu überleben. Leider hat Deutschland schon lange den Überblick verloren. Wir sind nicht einmal in der Lage, uns selbst zu versorgen, obwohl es nicht am Intellekt und Kraft mangelt.
Von Elektroautos, 3D Fernsehern und dgl. wird uns weder warm, bleiben wir geschützt oder werden gar satt.
Wenn die Gesellschaft es nicht versteht, dass die 3 Grundsäulen absolute Priorität haben, geht sie gezwungenermaßen unter, da diese Säulen die Basis einer jeder Gemeinschaft bilden.
Da ich mit meinem Beruf produktiv bin und eine der Säulen mit stütze, gehe ich natürlich auch dahin, wo ich für meine Leistung einen Gegenwert erhalte.
Die Menschheit lebt nun einmal vom Tausch und Handel - daran wird sich nichts ändern.


Freigeist, 06.05.2010 11:18
Hallo,
wir könnten durch Migration leicht die fehlenden Fachkräfte hereinholen. Canada, Australien, Neuseeland, Schweiz etc.. machen dies schon seit Jahren vor. Auch könnte man Studenten anwerben, die sich schon in den ausländischen Schulen als Hochbegabte erwiesen haben. Sind wir Deutschen etwa zu dumm, etwas Erfolgreiches zu kopieren, ganz ohne Lizenzkosten?

Die Mehrheit der deutschen Bevölkerung ist gegen Migration von Hochbegabten.
Ich habe die Vermutung, dass dieses Dagegensein daher kommt, dass sich so manche deutsche Familie Hoffnungen macht, ihre Versager doch noch ins Geschäft bringen zu können. Dies ist eine unglaublich dumme Hoffnung, denn bei Forschung und Entwicklung kann man zur Erstklassiges gebrauchen. Hat man nur Zweitklassiges, unterbleibt Forschung und Entwicklung ganz. Also Fehlanzeige für die deutschen Versager, sie werden nicht genommen werden.

Dies ist leider die Sachlage, so traurig sie auch sein mag.

Wir verspielen unsere Zukunft wegen Denkfaulheit und Dogmen.



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