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17.05.2012
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     Guido Horst
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Immer in der Kritik!
Weitere Themen: Allgemein, Bildung

Für die katholische Kirche ist der Zölibat ein Schatz. Und doch bestürmt man sie täglich aufs Neue: Warum sollen katholische Geistliche nicht heiraten? Der Zölibat geht doch gar nicht auf Christus zurück, seine Jünger waren doch verheiratete Männer.

Zudem könnten die Priester viel besser die Sorgen der Laien verstehen, wenn auch sie Familie hätten. Und auch das Problem des Priestermangels wäre dann wohl gelöst.

Nicht der Zölibat geht auf Christus zurück - wohl aber die Tatsache, dass die Männer, denen er Vollmacht gab, in seinem Namen zu sprechen, alles zurückließen: Haus, Hof, Frau und Kinder. Ganz und gar begaben sie sich in seine Nachfolge und erwarteten genau das auch von denen, denen sie später mit der Handauflegung ihr Amt weitergaben. „Siehe, wir haben unser Heim verlassen und sind dir gefolgt“, sagte Petrus zu Jesus und erhielt die Antwort: „Amen, ich sage euch, jeder, der um des Reiches Gottes willen Haus oder Frau, Brüder, Eltern oder Kinder verlassen hat, wird dafür schon in dieser Zeit das Vielfache erhalten, und in der kommenden Welt das ewige Leben.“ (Lk 18,28-30)

Als die ersten christlichen Synoden im vierten Jahrhundert begannen - nach den Zeiten der Verfolgungen und der oft im „Untergrund“ stattfindenden Ausbreitung des Christentums, in denen eine Kodifizierung des kirchli­chen Rechts noch nicht möglich war -, Normen hinsichtlich der Lebensfüh­rung von Bischöfen, Priestern und Dia­konen nun auch schriftlich zu fixieren, taucht diese von den Evangelien be­richtete Loslösung von Frau und Fami­lie wieder auf. Die Synode von Elvira in Spanien legte um das Jahr 305 fest, dass „alle Kleriker, die zum Dienst am Altar bestimmt sind“, enthaltsam leben und mit ihren Frauen keine Kinder zeugen sollten. Gleiches tat die zweite Synode von Karthago im Jahr 390. Unter Beru­fung auf das, „was die Apostel lehrten“, empfahl sie den Bischöfen und Pries­tern, sich der ehelichen Beziehungen mit ihren Frauen zu enthalten. Diese „lex continentiae“ (Gebot der Enthalt­samkeit) genannte Regel weist deutlich auf den von Petrus erwähnten Bruch mit dem bisherigen Leben als Ehemann und Familienvater hin, zeigt aber eben­so, dass Männer, die in den ersten christlichen Jahrhunderten in den Kle­rikerstand aufgenommen wurden, in der Regel verheiratet waren, auch wenn sie mit dem Empfang der Weihe die eheliche Verbindung mit ihrer Frau auf­geben mussten.

Bevor noch zwei, drei Sätze zur Ent­wicklung der „lex continentiae“ hin zum Zölibat in der lateinischen Kirche und dann zu dessen überaus bewegter Geschichte zu sagen sind, sei ein Blick auf den Anfang, auf das Wesentliche er­laubt. Ein Priester ist nicht nur Spezia­list für religiös-theologische Grundsatz­fragen, auch nicht jemand, der gelernt hat, wie man die verschiedensten Riten der Kirche vollzieht, sondern einer, der sich ganz in die Nachfolge Jesu Christi begibt, und zwar so intensiv, dass er glaubhaft vor seiner Gemeinde an Christi statt sprechen und handeln kann.

Nun gibt es eine ergreifende Be­gebenheit im Neuen Testament. Simon Petrus war jemand, der Jesus als einer der ersten folgte, und das mit einem be­sonderen Eifer, ja sogar etwas unge­stüm. Nicht zufällig war er es, der das Schwert zog, als sich Christus im Ölgarten seinen Feinden auslieferte. Aber es kam die schwarze Stunde des Petrus, der Augenblick, in dem er völlig versag­te: Er verleugnete Christus vor einer Magd und stritt dreimal ab, Jesus überhaupt zu kennen. Dann die Stunde, in der der Auferstandene Petrus wieder­sieht, am See von Tiberias. Wiederum dreimal fragt Christus: „Simon, Sohn des Johannes, liebst du mich mehr als diese?“ Zweimal bejaht Petrus, bis er beim dritten Mal nochmals bekräftigt: „Herr, du weißt alles, du weißt, dass ich dich liebe.“

Liebe ist es, die das Verhältnis des Fi­schers zu seinem Herrn begründet, nicht allein Respekt, Gehorsam oder die Überzeugung, den wahren Messias ge­funden zu haben. Es ist eine Sache des Herzens, nicht allein des Intellekts, wenn nun aus Simon, dem Sohn des Jo­hannes, Petrus, der Fels, wenn aus dem Fischer der Menschenfischer und aus dem etwas grobschlächtigen Anführer der Apostel der leidenschaftliche Ver­künder der Auferstehung Christi wurde. Apostelsein war für Petrus und die Jün­ger kein Beruf, den man ausübte, um dann nach Feierabend zu seiner Familie zurückzukehren. Vielmehr verwandelte es das ganze Leben und nahm den in diese Aufgabe Berufenen mit Leib und Seele in Anspruch.

Diese Radikale Hingabe an Gott ist neben weiteren asketischen und auch ganz praktischen Gründen aus­schlaggebend dafür, dass sich in der la­teinischen Kirche der Zölibat entwickel­te. Priester und Bischöfe sollen mehr sein als nur Gemeindeleiter oder Vor­steher liturgischer Handlungen. Unge­teilt sollen sie sich dem Aufbau des Lei­bes Christi widmen und mit ihrer aus­schließlichen Hingabe an Gott bezeu­gen, dass die Kirche nicht nur schöne Worte spricht, sondern den Ernst und die Radikalität der Botschaft Jesu Chris­ti von einem neuen Reich in den Män­nern vorlebt, die mit der Weihe alles auf eine Karte setzen.

Es gibt in der Geschichte der lateini­schen Christenheit kaum ein Ideal wie das des Zölibats, an dem die Kirche so hartnäckig festgehalten hat und gleich­zeitig immer wieder feststellen musste, dass dieses Ideal in der Praxis kaum durchzusetzen war. Es gab ja auch Gründe, das Zölibatsgebot abzuschwä­chen oder allein auf Ordenspriester zu beschränken. So der Hinweis auf die Le­viten, die Priester des Alten Testaments, die für die Zeit des Dienstes im Tempel zur Enthaltsamkeit verpflichtet waren, dann aber wieder zu ihren Frauen zu­rückgehen durften.

Als Papst Gregor VII. im elften Jahr­hundert die kirchlichen Vorschriften über die Enthaltsamkeit der Kleriker beziehungsweise das Eheverbot für noch nicht verheiratete Priester erneu­erte, argumentierte die Gegenpartei, die Ehelosigkeit setze ein eigenes Cha­risma voraus, das Gott nur im Einzelfall gewähre. Auch habe Paulus gelehrt, es sei besser zu heiraten, als sich in sexuel­len Begierden zu verzehren. Und außer­dem sei die Ehe ein Sakrament und etwas Heiliges, was deshalb für einen Priester nichts Unpassendes sei.

Die Befürworter der Bekräfti­gung des Zölibats im Zuge der Gregoria­nischen Reform konnten alle diese Ar­gumente widerlegen, aber knapp vier­hundert Jahre später, auf den Konzilien von Konstanz (1414-1418) und von Basel (1431-1437), mussten päpstliche Legaten und Konzilsväter von Neuem zu dem Schluss kommen, dass der Zöli­bat einfach nicht gelebt wurde und sich das Leben von Klerikern im Konkubinat weiter ausgebreitet hatte. Immer noch war es die Regel, dass Männer mit Blick auf die Pfründe, materielle Versorgung und Benefizien, die mit der Ausübung des Pfarrdienstes verbunden waren, Priester wurden, ohne für diesen Dienst berufen, geeignet oder theologisch aus­gebildet zu sein. Der Zölibat war die hohe Forderung, seine Nichtbeachtung Alltag. Als dann Luther hundert Jahre später Priester und Ordensleute auffor­derte, die „Fessel des Zölibats" zu sprengen, hatte er damit beachtlichen Erfolg.

Erst das Konzil von Trient (1545-1563), die katholische „Antwort“ auf die Reformation, stellte die Weichen für eine allmähliche Wende: Es legte die Errichtung von Priesterseminaren fest, in denen die Weihekandidaten von Jugend an auf ihren Dienst vorbereitet wurden. Mit dieser Reform endete allmählich die eineinhalbtausendjährige Tradition, verheirateten Männern die Priesterwei­he zu erteilen und sie auf die eheliche Enthaltsamkeit zu verpflichten. Zum anderen erhielten die „Seminaristen" nun eine geregelte spirituelle und theo­logische Ausbildung, was bis dahin ent­weder Zufall oder gar nicht gewährleis­tet war. Jetzt erst begann die Zeit, in der sich der Zölibat im Leben der Kirche auch praktisch durchsetzte. Bis heute ist er ein Angriffsziel geblieben: in den Zeiten der Französischen Revolution und der rationalistischen Aufklärung, in der Phase der liberalen Theologie und nationalkirchlichen Tendenzen des 19. Jahrhunderts, in der Reformeuphorie während und nach dem II. Vatikani­schen Konzil. Aber immer dann, wenn man dachte, bald fällt der Zölibat, haben ihn die Päpste erneut bekräftigt.

Die Ehelosigkeit der Priester war und bleibt ein Stein des Anstoßes, wenn man die lateinische Kirche nach rein weltlichen Maßstäben beurteilt. Es gibt ganz praktische Gründe für den Zö­libat: die Verfügbarkeit der Priester, die größere materielle Freiheit, das Vermei­den der Gefahr, in Krisenzeiten zwi­schen den Bedürfnissen der eigenen Fa­milie und der anvertrauten Gemeinde zerrissen zu werden. Es gibt auch prak­tische Gründe dagegen; vielleicht wür­den ohne diese Verpflichtung ja doch mehr junge Männer den Priesterberuf ergreifen und so dem Mangel an Geist­lichen, wie er etwa derzeit Aber die eigentlichen Gründe für das Festhalten am Zölibat liegen tiefer. Von der Überzeugung getragen, dass der
Verzicht auf das eheliche Leben auf die Apostel zurückgeht, hat die lateinische Kirche den Bruch mit dieser Tradition gescheut. Gerade die jahrhundertelan­ge Erfolglosigkeit des Zölibatsgedan­kens zeigt, dass die Päpste damit mehr als nur Fragen der Wirksamkeit und erfolgreichen „Organisation“ kirchlichen Lebens verbanden. Der gelebte Zölibat der Priester ist vielmehr ein Hinweis auf die Konsequenz, mit der die Apostel ihre Nachfolge lebten, letztlich aber auf die bedingungslose Selbstentäußerung, mit der Jesus Christus das Werk und den Willen seines Vaters vollbrachte. Für die lateinische Kirche ist der Zölibat ein Schatz, auch wenn sie den anderen Weg, den die Kirchen des Ostens gegan­gen sind, deshalb die Achtung nicht versagen will.

Der beitrag erschien zuerst in KOMMA Ausgabe 68/2010

 



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Kommentare (6)




 
  Kommentare (6)

Johannes G. Klinkmüller, 07.04.2010 21:13
@ Gedankenreisender

„Die eigene Familie würde eben diese Aufmerksamkeit, denselben Eifer und Einsatz und dasselbe Maß an aufopferungsvoller Liebe mit Recht auch für sich selbst einfordern. Eifersüchte wären die logische Folge. Würde eine Frau ernsthaft die Liebe ihres Mannes mit einer anderen Frau teilen wollen?“

Meine Güte, was für eine gedankliche Konstruktion!
Die höchste Kraft, die es auf der Erde gibt, entspricht Adam, dem männlich-weiblichen Urwesen.

Mann und Frau in einer Beziehung geben sich Kraft! Sie sind EINS! Im Sinne der Bibel sind sie das größte Kraftpaket auf der Erde, das es gibt.
Was wollen Sie da den Menschen weismachen?!

Wie absurd, mit welcher Begründung Sie Familie gegen Priestertum ausspielen!

Die eigene Familie fordert Eifer, Einsatz und Liebe, schreiben Sie.
Sie fordert?

Eine zwanghafte Sichtweise.
Zumal sie doch auch gibt: Liebe!
Eigentlich freiwillig, oder?

„Priester, Ehemann und Vater in Peronalunion würden ihn (den Priester) früher oder später seelisch und körperlich überfordern.“

Ach Du meine Güte, jetzt wissen wir´s, alle berufstätigen Männer sind früher oder später seelisch und körperlich überfordert. Und dann auch immer noch diese Eifersüchte ertragen müssen ... das muss einfach einen Mann ruinieren ...
... dann lieber Priester werden ...
Er hat es ja, schreiben Sie, auch unter gewissen Bedingungen leichter als ein Mann, der glaubt, auf eine sexuelle Begegnung mit der Partnerin verzichten zu müssen.

Das mag ja sein, aber müssen Sie das hier ausbreiten, um denen, die davon nichts wissen wollen, weil Sie völlig abstrakt bleiben, auch noch zu sagen: Was geht Euch das an, ihr notorisch Schreienden und Ins-Gesicht-Schläger? Ihr, die von Zölibat und heterosexueller Enthaltsamkeit nichts versteht ...

Vermutlich wollen das nur sehr wenige verstehen.

Ich habe selten solch verzwungene abstruse Gedanken gelesen, um für das Priestertum und den Zölibat zu argumentieren.
Wenn das der Boden ist, auf dem Letzteres gedeihen soll, dann freilich wundert mich nichts mehr.

Eine Gedankenreise ins menschliche OFF, Ihr Kommentar.


Gedankenreisender, 06.04.2010 19:31
Der erste und vorrangigste Sinn der Sexualität ist im evolutionsbiologischen Sinne die Weitergabe von Leben. Das dürfte selbst den hartnäckigsten Kirchenkritikern klar sein. Ebenso, dass Kinder Mutter und! Vater brauchen.
Aufgabe des katholischen Priester (Father) ist es aber ganz bestimmt nicht, Kinder zu zeugen (und noch viel weniger die eigene sexuelle Lustbefriedigung zum notwendigen, unabdingbaren und wesentlichen Bestandteil des eigenen Lebens zu erklären). Sein ihm durch die Sukzession von Jesus Christus selbst überantwortetes Mandat ist es, zu opfern, und zwar täglich! – stellvertretend (in persona Christi) Jesus Kreuzestod in den Gestalten von Brot und Wein zu vergegenwärtigen (ein großer Unterschied zum protestantischen Verständnis des priesterlichen Dienstes, deshalb auch kein Frauenpriestertum). Sein ganzer Eifer und seine Energie gelten dem "Gottdienen". Sein Lebensmittelpunkt ist Gott und keine Frau, so sehr er auch Mann ist und ein sexuelles Verlangen hat. Im Zwiegespräch mit Gott erbittet er sich zunächst die nötigen Gnaden und die Kraft für die Aufgaben des Tages, um beispielsweise als Gemeindepfarrer so gestärkt für die Seelsorge rund um die Uhr verfügbar zu sein. Die eigene Familie würde eben diese Aufmerksamkeit, denselben Eifer und Einsatz und dasselbe Maß an aufopferungsvoller Liebe mit Recht auch für sich selbst einfordern. Eifersüchte wären die logische Folge. Würde eine Frau ernsthaft die Liebe ihres Mannes mit einer anderen Frau teilen wollen? Würden die leiblichen Kinder einen beträchtlichen Teil der liebenden Fürsorge des Vaters selbstlos an andere abtreten wollen? Priester, Ehemann und Vater in Peronalunion würden ihn früher oder später seelisch und körperlich überfordern.

Ist darüber hinaus den nach Aufhebung des Zölibats notorisch Schreienden eigentlich bewusst, dass sie solchen Menschen ins Gesicht schlagen, die in einer heterosexuellen Partnerschaft lebend ihre Sexualität aus verschiedenen, unabänderlichen Gründen aber nicht leben können? Für viele Menschen ist es ein überaus großes Opfer, neben dem geliebten Partner zu liegen, aber auf eine sexuelle Begegnung verzichten zu müssen. Da haben es zölibatär lebende Geistliche mitunter sogar leichter. Solche tragischen Lebenssituationen scheinen hierzulande tabu zu sein. Was geht diese Leute, die sonst keinerlei Bezug zum kirchlichen Leben haben, das Sexualleben eines Priesters und seine durch Gnade gestärkte Entscheidung für ein zölibatäres Leben auch eigentlich an?


Bernadus, 04.04.2010 23:54
Wer immer noch nicht begreift, wer und was die katholische Kirchenorganisation - der Vatikan - in Wahrheit ist und was sie/er beabsichtigt, dem sei der heutige (Ostersonntag) vor aller Welt auf dem Petersdomplatz vor dem Papst ausgerufene Protest(Trost)ruf des RANGHÖCHSTEN Kardinals SODANO in Erinnerung gerufen und er möge den Inhalt wach bedenken! Auf dem Hintergrund der zahllosen bitteren Klagen der von Priestern (Bischöfen? Kardinälen?) schändlichst missbrauchten hilflosen Kinder rief er dem Papst laut ins Mikrofon vor Messebeginn zu:

"Heiliger Vater, das Volk Gottes [wer ist das??] ist mir dir und wird sich nicht von dem
UNBEDEUTENDEN GESCHWÄTZ dieser Tage beeinflussen lassen..."

So sadistisch kann nur ein absolut herz- und gewissenloser Mensch über Tausende von Missbrauchsopfer in aller Welt respektlos reden. Statt Reue und Buße und Abbitte zu tun, beleidigt er diese missbrauchten Opfern auch noch auf die allerschändlichste Weise. Er gehört angezeigt und ins Gefängnis gesteckt. Wo rührt sich die Justiz? So entlarvt sich diese Machtorganisation selbst.

Und der Papst stand spontan auf und umarmte diese Kreatur auch noch in tiefster Kumpanei vor allem Volk. Das ist in Wahrheit die Führung der sich "christlich" nennende unchristlichen Kirche. Gott strafe sie!


Bernadus, 04.04.2010 22:21
Die katholische Kirche behauptet, dass der Zölibat vor allem deswegen eingeführt wurde, weil dann Kirchen- bzw. privater Priesterbesitz nicht an die Kinder verheirateter Priester übergehen könne sondern im Schoße der (gierigen) Kirche verbleibe. Das ist heue die allgemeine übliche Auffassung.

Sie stimmt aber nur nebensächlich. Der Hauptgrund liegt in der perfiden Kirche. Sie lebt von der geistigen, seelischen und körperlichen Unterdrückung der Menschenseelen. Ein junger Priestrer, der voller Lebenstriebe ist und diese nicht ausleben kann, kommt in ständige Konflikte unterschiedlicher Art. Dadurch hat er ständig ein schlechtes Gewissen, entweder weil er nicht den Zölibat eingehalten oder sonstige unkeusche Taten begannen hat. Dadurch hat die Kirche ihn mit seinem schlechten Gewissen umso fester im Griff - und nur darum geht es. Es ist wirklich ein außerordentlich perfides menschenverachtendes System!


Freigeist, 02.04.2010 02:53
Wie war das noch, in 14 katholischen Ostkirchen dürfen Priester heiraten. Die Kurie toleriert dies, ansonsten würden diese Ostl-Katholen den Papst nicht mehr anerkennen.

P.S., 01.04.2010 12:26
Die katholische Kirche hat nichts mit Christus zu tun. Sie ist das alte Babylon und Jesus Christus ist mit seinen Lehren der Feind.

Dem sollte man sich endlich klar werden, dann versteht man auch was die katholische Kirche veranstaltet.

Wer selbständig lesen und denken kann ist klar im Vorteil.

Siehe bei Paulus:

1. Timotheus 1 - 7

1 Der Geist aber sagt ausdrücklich, dass in späteren Zeiten manche vom Glauben abfallen werden, indem sie auf betrügerische Geister
und Lehren von Dämonen achten, 2 durch die Heuchelei von Lügenrednern, die in ihrem eigenen Gewissen gebrandmarkt sind, 3 die verbieten,
zu heiraten, und gebieten, sich von Speisen zu enthalten, die Gott geschaffen hat zur Annahme mit Danksagung für die, welche glauben und
die Wahrheit erkennen. 4 Denn jedes Geschöpf Gottes ist gut und nichts verwerflich, wenn es mit Danksagung genommen wird; 5 denn es wird
geheiligt durch Gottes Wort und durch Gebet. 6 Wenn du dies den Brüdern vorstellst, so wirst du ein guter Diener Christi Jesu sein, der
sich nährt durch die Worte des Glaubens und der guten Lehre, der du gefolgt bist. 7 Die unheiligen und altweiberhaften Fabeln aber weise ab,
übe dich aber zur Gottseligkeit



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