Die Anwerbung qualifizierter Fachkräfte steht verstärkt im Fokus der Zuwanderungspolitik. Der demographische Umbruch, die damit verbundene Pensionierungswelle und die zu geringe Zahl von Absolventen technischer und naturwissenschaftlicher Fächer, lassen die Anwerbung ausländischer Fachkräfte als einfache und schnelle Lösung erscheinen.
Ist Deutschland für die international umworbene Gruppe der Hochqualifizierten aber überhaupt attraktiv? Was sind die anziehenden und was sind die abstoßenden Eigenschaften des Standortes Deutschland und kann Deutschland für hochqualifizierte Einwanderer attraktiver gestaltet werden?
Diesen Fragen ist die Kulturwissenschaftlerin Magdalena Ortner in ihrer 2009 publizierten Studie „War for Talents“ nachgegangen. In dieser Studie vergleicht sie die Bundesrepublik und Großbritannien unter der Fragestellung, welche Faktoren sie in dem Wettbewerb um hochqualifizierte Arbeitskräfte begünstigen und welche schwächen. Das Ergebnis der Studie ist nicht überraschend. Großbritannien liegt in fast allen Bereichen beim Kampf um die besten Köpfe vorn. Ein wichtiger Grund dafür ist die hohe Steuern- und Abgabenlast in der Bundesrepublik. Das Vereinigte Königreich kann kaum mit höheren Bruttolöhnen aufwarten, dafür aber mit weit höheren Nettoverdiensten locken. Bei einem jährlichen Bruttoeinkommen von knapp 70.
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