Vielleicht sollten wir der Schweiz statt Bankdaten ihre Politiker klauen.
Die Steuern sind in der Schweiz deutlich niedriger als in Deutschland. Trotzdem sind die Straßen sauber, die Bahn fährt pünktlich, und dass Massen von Obdachlosen an Suppenküchen anstehen würden, ist mir bisher auch nicht aufgefallen. Während so manche deutsche Grundschule nicht mehr weiß, mit welchem Geld sie ihr Dach reparieren soll, sind die schweizer Schulen bestens ausgestattet und die Universitäten genießen einen ausgezeichneten Ruf. Mit mehr als 20% ist der Ausländeranteil in der Schweiz doppelt so hoch wie in Deutschland, die allermeisten von ihnen sind bestens in den Arbeitsmarkt integriert ohne Heerscharen von Sozial- und Migrationshelfern zu beschäftigen.
Und obwohl der deutsche Finanzminister schon mit Dieben gemeinsame Sache macht, sind die Kassen chronisch klamm. Gleichzeitig erwirtschaftet sein schweizer Kollege trotz der Rezession Milliardenüberschüsse.
Vielleicht sollten wir der Schweiz statt Bankdaten ihre Politiker klauen.
"Es sei ein hocherfreulicher Tag für das Finanzdepartement, erklärte Finanzminister Hans-Rudolf Merz vor den Medien in Bern. Er präsentierte bei Einnahmen von 60,9 Milliarden und Ausgaben von 58,2 Milliarden einen Überschuss im ordentlichen Finanzierungsergebnis 2009 von 2,7 Milliarden Franken. Das Budget hatte noch ein Plus von rund 950 Millionen Franken vorgesehen. Unter Berücksichtigung ausserordentlicher Einnahmen, unter denen ein Grossteil der 7,2 Milliarden aus dem Verkauf der UBS-Pflichtwandelanleihe verbucht wurde, resultierte sogar ein Überschuss von 9,7 Milliarden Franken. Dank dieses Überschusses sowie weiteren Bilanzveränderungen wurden die Bruttoschulden des Bundes um elf auf noch 111 Milliarden Franken abgebaut."
NZZ Online