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11.02.2012
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     Johannes G. Klinkmüller
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Kinder: den Wandel erkennen und ihm gerecht werden!
Weitere Themen: Allgemein, Bildung

Als ich vor dreißig Jahren zu unterrichten begann, war es eine besondere Freude, eine fünfte Klasse - also die erste im Gymnasium - als Klassenlehrer zu bekommen. Das bedeutete viel weniger Stress

als mit einer 8. oder 9. und viel weniger fachlichen Aufwand als mit Klassen bzw. Kursen, die das Abitur angehen. Wenn die Kinder zu laut waren, genügte es, wenn man einmal laut hustete, dann war wieder für einige Zeit Ruhe. Und wenn sie mal wirklich über die Stränge schlugen und man ein Machtwort sprechen musste, dann hielt die Wirkung für mehr als eine Woche an.

Heute ist das anders.

In vielen fünften Klassen gibt es mehr verhaltensauffällige Schüler als früher, viel mehr Individualisten, auch mehr Kinder, bei denen man die Auswirkungen erzieherischer Fehler, wie sie Michael Winterhoff angesprochen hat, zu spüren bekommt.

Ich erinnere mich an eine fünfte Klasse, wo ich nach fast jeder Stunde am liebsten das Hemd gewechselt hätte, denn oft kam ich verschwitzt aus dem Unterricht. In der Klasse waren eben auch mehrere ADS-Kinder, hochsensibel, überempfindlich, aber dauernd schwätzend, störend, dazwischenrufend, abgelenkt ...

Sie hart anzufassen ging nicht, denn sie hatten ja selbst kein Bewusstsein von dem, was sie taten und wie sie waren; es waren zudem eigentlich wirklich liebe Kinder ... aber eben anstrengend ... Jede Stunde mit ihnen war im Grunde eine Gratwanderung, ihre Impulse wertzuschätzen und zugleich ihr Verhalten in einen Ordnungsrahmen zu bringen ...

Kurz anmerken möchte ich, dass es für mich dieses ADS-Syndrom, wie es gern als Etikett verwendet wird, nicht gibt. Bei jedem Kind hat die Verhaltensauffälligkeit andere Ursachen; jede bedarf auch einer eigenen Behandlungsweise, die oft bei den Eltern ansetzen sollte, es aber nicht tut.

Kinder und eine neue Qualität von Bewusstsein

Das ist die eine Seite der Medaille; die andere ist, dass ich einfach manchmal nur staune, welches intuitive Bewusstsein Kinder mitbringen, wenn man z.B. in Deutsch über die Bedeutung von Tieren für den Menschen spricht, ob es einen Gott gibt, warum Menschen  böse sind ... Fragen, die sich Kinder stellen und auf die sie erstaunliche Antworten haben.

Mit einer inneren Überzeugung und Ernsthaftigkeit, die einfach nur verblüfft.

Manchmal ist es so, dass die erste Antwort völlig neben der Kappe zu liegen scheint; ein strenger Erwachsener könnte ein Urteil fällen oder eine Bemerkung machen, die dazu führt, dass dieses Kind für immer bei ihm seine tieferen Gedanken nicht mehr äußert. Oft ist es so, dass der nächste oder übernächste Gedanke jedoch Erstaunliches offenbart. 

Neben meinem Staunen bestätigt mir dieses Bewusstsein der Kinder, was ich glaube, dass Seelen nicht im Moment der Zeugung geboren werden, sondern schon lange existieren und ein Bewusstsein aus vielen Leben mitbringen.

Sonst wäre komplett unerklärbar, was manche Zehn- und Elfjährigen äußern; mittlerweile gibt es ja auch einige Bücher zum Thema der Kinderphilosophie.

Gewiss kann ich nur von meinen Erfahrungen als Gymnasiallehrer ausgehen, dennoch aber möchte ich weiterhin sagen, dass ich auch erstaunt bin über den Grad der sozialen Reife, den Kinder dieses Alters und auch Jugendliche immer wieder zeigen.

Und ich würde mich freuen, wenn Menschen, die ein eher negatives Bild der Jugend von heute zeichnen, mit im Unterricht säßen und den Gesprächen auch in den oberen Klassen lauschten. Da werden Gedanken geäußert und gedacht, die eine seelische Reife zeigen, vor der ich innerlich immer wieder den Hut ziehe. Goethe würde hier von schönen Seelen sprechen und ich habe Kurse, wo die Lernbereitschaft ausgesprochen hoch ist - auch wenn es um das Lernen rhetorischer Mittel in Gedichtinterpretationen und für eine Textanalyse geht - und eigentlich alle Jugendlichen hochsensibel und jede(r) auf seine Weise eine Klasse für sich ist. Ich bin dankbar, dass ich sie unterrichten darf.

Kinder und Jugendliche sind ohne Frage schwieriger, anspruchsvoller im Sinne von vielschichtiger, tiefgründiger geworden; zugleich finden wir bei ihnen ein Bewusstsein, das meine Altersgruppe in diesem Alter nicht hatte und das ich auch in diesem Ausmaß vor 20 bis 30 Jahren nicht wahrgenommen habe.

Die Akzeleration von Wissen und Bewusstsein laufen Hand in Hand

Mag sein, dass es an meiner Wahrnehmung liegt; meiner Ansicht nach aber liegt eine eindeutige Entwicklung von kindlichem Bewusstsein in der Zeit vor, die ich überblicken kann. Es ist, als ob die Akzeleration menschlichen Bewusstseins sich viel schneller in die Gene einarbeitet, als wir das annehmen. 

Wissenschaftler nehmen an, dass sich das Wissen der Menschheit innerhalb von 5 Jahren verdoppelt - manche sprechen von 8 oder 10 Jahren; Leben wird in immer kürzeren Zyklen farbiger und bunter, herausfordernder, anspruchsvoller, abenteuerlicher, lebenswerter, vielfältiger.

Erwachsene nehmen zum Teil diese Zunahme nicht wahr oder klinken sich aus.

Kinder nehmen sie in aller Regel wahr und leben sie, falls Erwachsene das zulassen.

Drei Probleme, die sich darauf ergeben

1. Erwachsene, leider auch manche Lehrer, reagieren auf dieses neue kindliche Bewusstsein zum Teil restriktiv; dies hängt auch mit den Verletzungen der inneren Kinder der erzieherisch Tätigen zusammen.

2. Die schulischen Lehrpläne werden diesem neuen Bewusstsein nicht gerecht; meist finden wir immer noch alten Senf, modern verpackt; zudem ist die Konzeption der Lehrpläne falsch.

Diese beiden Aspekte können im Rahmen dieses Post nicht besprochen werden.

3. „Er bestieg sein Pferd und ritt in alle Richtungen davon.“

Mit diesem Satz John Bradshaws aus - wenn ich mich recht entsinne - Wenn Scham krank macht lässt sich am besten ein Dilemma erfassen, das aufzeigt, wie sehr unsere Bildung momentan versagt.

Der Verlust der Grundlagenarbeit

Gerade auf dem Hintergrund des überbordenden Wissens und der ungeahnten Vielfalt des Lebens sind für Kinder Grundlagen wichtig, die sie in die Lage versetzen, mit den vielen Puzzleteilen des Lebens umgehen. Genau diese Grundlagen werden nicht mehr gelegt; zumindest wird an der Zeit für sie, wo es geht, gespart. Es ist, als ob ein Haus gebaut werden soll und die Erde nicht sauber ausgeschachtet, der Kellerboden nicht sauber zementiert wird. 

Wie setze ich mir Ziele?

Wie gehe ich mit Gefühlen vor oder während des Lernvorgangs um?

Wie gebe ich dem, was ich gestalten will, eine Ordnung?

Wie balanciere ich immer wieder Detailarbeit und den Blick auf das Ganze?

Da ist - nur scheinbar banal  - u.a. die Ordnung am Arbeitsplatz fundamental.

Die richtige Haltung beim Sitzen, beim Arbeiten.

Der angemessene Wechsel von Arbeit und Erholung.

Das Wassertrinken während der Kopfarbeit.

Die richtige Ernährung.

Die Ordnung im Schulranzen.

Verstehendes Lesen.

Vieles wäre hier zu nennen.

Der Mensch: ein Mikro–Kosmos

Wenn das Haus gebaut ist, fällt es nicht auf, wenn das Fundament nicht sauber gelegt ist.

So merken manche Menschen ihr Leben lang nicht, dass ihnen die Grundlagen fehlen.

Kein Wunder bekommen sie ihre vielen Fähigkeiten nicht auf die Reihe, nicht in eine Ordnung.

Wenn das Haus vom Grund her wackelt, muss unglaublich viel Energie in das Stabilisieren gesteckt werden. Das ist wie bei einem menschlichen Haltungsschaden: Ständig müssen Muskeln aktiv und ernährt sein, die diesen kompensieren; diese Energie steht an anderer Stelle nicht zur Verfügung.

Gut, dass der Kosmos eine göttliche Ordnung hat; Kosmos bedeutet übersetzt OrdnungSchmuck.

Bildungspolitiker gehen mit Kindern um, wie man mit ihnen umgegangen ist

Bildungspolitiker fühlen sich dem Druck ausgesetzt - es ist in Wirklichkeit ihr selbst erzeugter -, Kinder und Jugendliche fit für die Herausforderungen der Arbeitswelt machen zu müssen. Heute ist z.B. mehr denn je in der Schule gefordert, dass Kinder lernen zu präsentieren. Im baden-württembergischen Abitur spielt die Präsentationsprüfung nicht von ungefähr eine bedeutende Rolle.

Da gehen dann Jugendliche und Abiturienten spielend leicht mit dem Overhead um, zeichnen Mindmaps oder präsentieren mit Hilfe ihres Notebooks Grafiken. Das sieht auf den ersten Blick schon toll aus. Lauter angehende Führungspersönlichkeiten.

Präsentation inhaltlicher Leere - wer denkt nicht an die Politik ...

Mittlerweile dürfte auch dem ein oder anderen Bildungspolitiker und Prüfungsvorsitzenden dämmern, dass manches, was da präsentiert wird, zwar toll aussieht, aber ziemlich hohl ist und nicht wenige Prüfungsvorsitzenden schauen sich zu dem Thema, das der Prüfling im Abitur präsentiert, vor der Prüfung die einschlägigen Wikipedia- und Internet-Seiten an, denn nicht selten entsprechen die dort vorgegebenen Gliederungen genau denen, die der Prüfling präsentiert. Halt in besonderer Form ...

Wenn man dann aber nachfragt, zeigt sich ein bezeichnendes Phänomen: der Prüfling wiederholt genau das, was er soeben gesagt hatte; mehr kann er nicht sagen, weil er nicht mehr gelesen hat als das komprimierte Wikipedia- bzw. Internet-Wissen.

Das ist der Unterschied zu Schülern, die noch Bücher für ein Referat oder für das Abitur lesen (es werden immer weniger):

Wenn man da nachfragt, dann sprudelt es; manchmal kommt dann noch viel mehr, viel Originelleres als im eigentlichen Referat ... es kommen die Grundlagen des Wissens, das jemand sich angeeignet hat. 

Beim Wikipedia-Wissen kommt nichts.

Das ist der eine Aspekt, der andere ist:

Die Grauen Herren aus Momo lassen grüßen

Wir haben als Lehrer definitiv keine Zeit mehr, Grundlagen zu legen.

Wir haben keine Zeit mehr, Zielbestimmungen mit einer Klasse vorzunehmen.

Wir haben keine Zeit mehr zu vermitteln, wie wichtig es für Kinder ist, zielorientiert zu arbeiten.

Manchmal frage ich mich, ob das gewollt ist.

Der Katalog an Aufgaben, die die Schule in den letzten Jahren zusätzlich zu übernehmen hatte, ist lang.

Nur scheinbar wird die Schulpolitik liberaler; in Wirklichkeit ist der Schulalltag viel restriktiver geworden.

Statt Vertrauen herrscht an den Schulen Kontrolle

Wo das nicht der Fall ist, herrscht gern auch niveaulose Anspruchslosigkeit.

So sind Kinder dem überbordenden Wissen und den überbordenden medialen Herausforderungen ohne unsere Hilfestellung ausgesetzt - das Ergebnis: Wir haben es mit zu vielen Kindern zu tun, die  ihr Pferd besteigen und in alle Richtungen davonreiten. Dennoch überrascht, wie gut sie insgesamt mit den Herausforderungen ihrer Gegenwart klarkommen.

Nur: Unterrichten Sie mal eine Klasse von 30 Schülern, wo 10 Kinder in alle Richtungen davonreiten.

Wenn Lehrer dann zu den üblichen erzieherischen Praktiken greifen, biegen sie zwar die Klasse hin, wie sie sie brauchen, aber die Vielfalt der Kinder ist weg; ohnehin lässt die Schule 2010 die individuelle Kreativität der Kinder nicht zu.

Der austauschbare Mensch: Ergebnis unserer Schulbildung

Das hat sie im Nachkriegsdeutschland noch nie getan. Heraus kommen Menschen - an den in der Öffentlichkeit stehenden Personen sehen wir es  am besten - die im Grunde austauschbar sind. Das derzeitige Abitur setzt eine Denkkultur und eine Einstellung zum Wissen voraus, die sehr normiert ist. Wer anders denkt oder nicht auf dem vorgeschriebenen Weg geht, ist weg.

Mittlerweile können wir zwar Herzen implantieren; aber wertschöpfende Kreativität, die so viele Kinder mitbringen, lässt sich nicht mehr implantieren. Meistens ist diese Flamme ein Leben lang tot. 

Kein Wunder, dass die Bandbreite an Antworten, die die Menschheit für die Herausforderungen von Gegenwart und Zukunft findet, schmalspurig wirkt. Es gibt nur wenige Einsteins, die in der Lage sind, konventionelle, gelernte, überholte Vorstellungen - in seinem Fall die von Raum und Zeit - aufzugeben, um ganz Neues zu denken.

In unseren Schulen lernt man solches Verhalten gewiss nicht.

Übrigens: Politiker reiten gern in alle Richtungen davon

Für einen Politiker - das gilt nicht für alle, aber viele - ist, in alle Richtungen davonzureiten, ein probates Mittel, um sich einer Verantwortung zu entziehen. Wenn Sie etwas konkret von ihm wissen wollen, finden Sie ihn auf einmal auf einem anderen Pferd in eine andere Richtung reitend - legen Sie so jemanden mal fest ...

Warum also sollten (Bildungs-)Politiker diese Art der Lebensbewältigung - Ziellosigkeit als Strategie - nicht auch in der Schulbildung fördern?

Wie sagt schon Mephistopheles im Faust:

"Dann hat er die Teile in der Hand / Fehlt leider! nur das geistige Band."

Wie aktuell!



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Kommentare (16)




 
  Kommentare (16)

Rosebrock, 09.03.2010 22:17
Danke für die interesanten Gedanken - auch aus der Praxis.

Was ist der Sinn - was motiviert mich selbst für mein Tun?
Menschen müssen weiterdenken, sich über solche Fragen Gedanken machen - früher oder später zerbricht man sonst an dieser schrecklichen Leere, Orientierungs- und Sinnlosigkeit, die sich u.a. auch im Fernsehprogramm manifestiert.


Johannes G. Klinkmüller, 18.02.2010 08:39
Hallo, liebe Nicole,
die Kunstlehrerin Ihres Sohnes reagiert nicht wie eine erwachsene Frau. Mit ziemlicher Sicherheit haben die Haare Ihres Sohnes etwas in ihr - eine alte Verletzung aus ihrer Kindheit - aktualisiert; deshalb kann sie die Haare nicht anschauen. Haare haben ja eine hohe symbolische Bedeutung. Mit dieser Symbolik hängt ihr unverständliches Vorgehen - wie auch immer sie es begründet - zusammen.
Wenn es Schwierigkeiten gibt, ist es am besten, wenn Sie mit Ihrem Mann zusammen in die Schule gehen; so vertreten zu werden tut Ihrem Sohn gut und diese ganzheitliche Energie beeindruckt auch die Lehrerin - allein die Tatsache, dass Euer Sohn Euch so viel wert ist ... vielleicht kennt genau das sie von ihren Eltern nicht.
Liebe Grüße!


Nicole, 17.02.2010 08:04
Ich habe eine kurze Zeit ehrenamtlich Grundschüler bei den Hausaufgaben betreut. Nach diesen Stunden, war ich nicht mehr in der Lage noch Geduld für die eigenen Kinder aufzubringen. Es waren nur fünf Kinder, die in alle Richtungen davon ritten, aber ich schaffte es nicht, sie für ihre Hausaufgaben zu motivieren. Ich habe aufgegeben und deshalb bewundere ich Lehrer, wie sie einer sind!!! Die Kunstlehrerin meines Sohnes hat ihm mit Strafarbeit gedroht, wenn er mit seinem zu langen Pony bei ihr im Unterricht erscheinen sollte. Hat diese Lehrerin sonst keine Sorgen? Der Pony bleibt dran, sagte mein Sohn und sage ich, wer weiß wie sich das auf seine Kunstnote auswirken wird!? Viele friedliche Grüße an alle Leser!!

Johannes G. Klinkmüller, 16.02.2010 10:23
@Hedwig Beverfoerde
Wenn man die Klausurenpläne in der Oberstufe ansieht und die Klassenarbeiten, die vorbereitet sein wollen, und berücksichtigt, dass es zusätzlich Hausaufgaben und Referate gibt, weiß man, dass Schüler, die die Schule ernst nehmen, an der Kante entlang arbeiten; von 40-Stunden-Woche kann da keine Rede sein, oft nicht einmal von 50 ...
Als ob man durch Druck Qualitätssicherung erreichte. Das hängt mit einer veralteten Schul- und Lehrplankonzeption zusammen, die das stetig wachsende Wissen nicht mehr unter einen Hut bekommt - auf Kosten der Kinder; vielleicht ein andermal mehr dazu.

@Noah
Wenn jemand wie Herr Breithaus ein Problem mit der Redaktion hat und das in den Kommentarteil des nächst besten Post hineinträgt - und das noch in einer seltsam dünkelhaften und selbstbemitleidenden Mischung, dann wird es erlaubt sein, die Redaktion zu bitten, seine Kommentare an dieser Stelle nicht mehr zu veröffentlichen. Alles hat seine Zeit und seinen Raum, seine Ordnung.
Es ist Ihre Sichtweise, einen Ordnungsrahmen und Zensur in einen Topf zu werfen; abstrus, Ihr historischer Bezug.

@Dirk Schubert
Das Zusammenspiel zwischen Leser und Blogger bzw. ihr Verhältnis hier auf FreieWelt finde ich höchst unterschiedlich; seltsam, ihre pauschalisierende Sicht zu Beginn Ihres Kommentars, in der Folge dann auch auf Sportlehrer.

Ich finde Freigeist einen auf seine Weise liebenswerten Kommentator und finde es in gewisser Weise köstlich, dass, immer, wenn ein Zipfel Religiöses auftaucht, sich seine Weihrauch-Phobie aktualisiert (darauf bezieht sich der Pferdevergleich, der mit Inhalten des vorangegangenen Post zu tun hat - wenn Sie das mit Lächerlich-Machen meinen, dann lesen Sie bitte einfach auch den Post).
Freigeist und ich haben uns deshalb in der Vergangenheit schon ab und an gekabbelt; das gehört dazu und ich glaube, wir sehen das beide recht gelassen, wenn wir auch beide die grundsätzliche Divergenz nicht verkennen und ziemlich sicher in diesem Leben nicht mehr zueinander finden :-)
Nur: Wo schlage ich auf ihn ein oder mache ihn lächerlich, wenn ich schreibe, dass er nicht seine Gedanken mir unterstellen soll?
Und:
Welche Meinung will „man“ hier hören?
Meinen Sie mich mit „man“? Die Redaktion? Die Gesamtheit der Blogger?
Ich finde, dass Blogger und Leser und Kommentatoren und Redaktion hier ein buntes Kaleidoskop ergeben - wie unsere Gesellschaft. Sicherlich überwiegen manche Sichtweisen, des Öfteren liegen die aber nicht im main-stream; gerade dann finde ich sie wichtig und berechtigt.


Hedwig Beverfoerde, 15.02.2010 23:06
Sehr lesenswert, dieser Blog!
Das Zusammenkopieren von sogenannten Vorträgen in der Schule aus dem Internet ist tatsächlich unter weitestgehendem Verzicht von inhaltlichem Verständnis möglich und an der Tagesordnung, wie ich erst neulich am Beispiel eines unserer Kinder mit Schrecken feststellen musste.
Außerdem scheint mir eine rechte Inflation an "Vorträgen" in allen möglichen und unmöglichen Fächern zu herrschen. Neben dem völlig überzogenen täglichen Stundenpensum - dank 12er Abitur - wundert mich dann nicht, daß die Kinder Vorträge möglichst zeitsparend zusammen kopieren.


Noah, 15.02.2010 22:05
@Klinkmüller
Sie verlangen die Nichtveröffentlichung von Kommentaren, die Ihrer Meinung nach nicht passen? Sie befürworten somit eine Zensur! Das hatten wir in diesem Lande schon einmal, wie interessant. Es zeigt welch geistige Leuchte Sie sind. Nur weiter so. Ich hoffe auf die gefestigten Grundsätze der Redaktion, dass eine Zensur nicht in Frage kommt, jetzt nicht und auch nicht in Zukunft.


Dirk Schubert, 15.02.2010 20:06
Irgendwie ist es hier immer wieder dasselbe.Leser und Blogger die eine andere Meinung haben als die,die man hier offenbar hören will,werden beleidigt und lächerlich gemacht,wie hier in diesem Fall "Freigeist" und "Bernd Breithaus".Lieber Herr Klinkmüller,anstatt auf andere loszuschlagen,wie Sie es als Sportlehrer offenbar gewohnt sind,sollten Sie lieber einmal mit sachlichen Argumenten kommen.Ich bezweifele jedoch,das ein Sportlehrer dazu den nötigen Verstand besitzt.Ich hatte selbst Sportlehrer Ihrer Gesinnung und weiß nur zu gut,wie es um deren Intelligenz bestellt ist.Und man fragt sich immer wieder besorgt, warum es solche Leute geschafft haben,zu studieren und Lehrer zu werden?Mir unverständlich.Lieber Herr Klinkmüller,für Leute wie Sie gilt das alte aber immer noch aktuelle Sprichwort:"Schuster,bleib bei deinen Leisten".Nehmen Sie sich dies bitte zu Herzen.Ansonsten könnte wirklich ein großer Teil Ihrer (armen)Schüler eines Tages mit dem Finger auf Sie zeigen und herzhaft mit lachen anfangen.

Dirk Schubert


Johannes G. Klinkmüller, 15.02.2010 13:46
@Freigeist
Beruhigen Sie sich, Freigeist, beruhigen Sie sich; ich respektiere die Ansicht anderer.

Mit Ihrem Ratschlag („... sollten Sie respektieren ...“) sprechen Sie in Wahrheit IHRE wahrscheinliche Verhaltensweise an; sonst kämen Sie gar nicht auf solche Gedanken.
Vielleicht ist es gut, dass Sie kein Lehrer geworden sind; womöglich wären Sie ein echter Saulus.

Übrigens, eins ist sicher: Sie reiten - wer Ihre Kommentare kennt - vor allem e i n Pferd, aber das zu Tode.


Freigeist, 15.02.2010 12:26
(..)Gut, dass der Kosmos eine göttliche Ordnung hat; Kosmos bedeutet übersetzt Ordnung, Schmuck(...)

Hallo Herr Klinkmüller,
als Lehrer, von Steuergeldern bezahlt, sollten Sie respektieren, dass es Schüler gibt, die ohne Religion erzogen werden. Ihre Meinung über göttliche Ordnungen könnten Sie im Religionsunterricht äußern, nicht im sonstigen Unterricht.
Grüße
Freigeist


Johannes G. Klinkmüller, 15.02.2010 10:49
@ Bernd Breithaus
Ob zu links, zu liberal, zu schlau oder dank Ihrer Eltern zu aufgeklärt ...

Können Sie einfach mal aufhören, hier in diesem Post und seinem Kommentarteil herumzutrampeln!

Was Sie auch immer sind (auf eine falsche Weise eingebildet sind Sie für mich jedenfalls auch):
Ihre Eltern scheinen Sie nicht darüber aufgeklärt zu haben, dass man den Raum anderer nicht ausnutzt, um sich egoistisch wie ein intellektueller Möchte-Gern-Platzhirsch aufzuführen.

Schreiben Sie direkt an die Redaktion.
Oder bitten Sie einen Blogautor Ihre Interessen wahrzunehmen - mich brauchen Sie nicht mehr fragen ...
Oder machen Sie einfach eine eigene Internetzeitschrift auf.

Dass die Redaktion Menschen auswählt, an sie herantritt und sie einlädt zu bloggen, ist ihr gutes Recht. Und dass und warum sie nicht jedermann Tor und Tür öffnet, wird an Ihnen deutlich.

Falls Sie Ihre eigene Blogzeitschrift aufmachen und an Menschen herantreten, werden Sie sehen, wer Ihrem schlauen Ruf folgt. Ich vermute, von den hier Bloggenden kaum jemand ... Wenn Sie verstehen, warum das so ist, werden Ihnen notwendige Lichter aufgehen; die werden weder links noch rechts, weder schlau noch dumm sein; es werden einfach Lichter des Bewusstseins sein ... wenn Sie das verstehen ...

PS: Bitte an die Redaktion

Wenn möglich, veröffentlichen Sie bitte keine weiteren Kommentare mehr von Herrn Breithaus hier im Rahmen dieses Posts.
Ich wünsche eine Auseinandersetzung zum Thema; der Kommentarteil ist durch Herrn Breithaus eh schon ziemlich zerstört.




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