Hätte nicht gedacht, dass ich das noch erleben darf: Die BaZ hat das Thema Climategate nun auch entdeckt.
Sie bringt ein Interview mit dem Basler (jede Stadt hat ja inzwischen einen) Klimaforscher Gian-Kaspar Plattner. Etwas unvermittelt.
Plattner hat die Co-Leitung einer IPCC-Arbeitsgruppe inne. Und er sagt zu all dem publizierten Zeugs, dass sich inzwischen als krasse Fehlleistungen herausstellte (wir berichten seit Wochen darüber), zum Beispiel dem Gletscherschwund im Himalaya, der nicht eintreffen wird:
So ein eklatanter Fehler hätte nicht passieren dürfen.
Während Plattners Kollege Thomas Stocker heute auf DRS 4 noch immer die Linie vom Schär-Interview in der letzten SonntagsZeitung1 fährt und durch die Blume mehr Geld für die Forschung fordert, sagt Kollege Plattner in Basel, was Sache ist:
Das Vertrauen ist verloren gegangen, die Glaubwürdigkeit steht auf dem Spiel.
Mit anderen Worten, der weltweit wegen Climategate ausgebrochene Wissenschaftlerstreit über den künftigen Kurs des IPCC und die Zukunft des Herrn Pachauri hat nun auch die Schweiz erreicht.
Ist das nicht schön?
PS: Nett fand ich die Stelle, wo Herr Stocker heute am Radio den ungewohnt harten Winter kommentiert. Das Klima ändere sich über lange Perioden hinweg. Strenger Winter hin oder her, der Klimawandel finde statt.
Na klar doch.
Hat jemand mal behauptet, das Klima wandle sich nicht? Das wird genau so wenig in Abrede gestellt, wie die Tatsache, dass die Sonne im Osten aufgeht. Die Frage ist lediglich, was ist die Ursache und schadet dieser Wandel dem Leben auf dieser Erde.
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