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Regine Schwarzhoff
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Eltern wollen endlich SchulFrieden!
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Bildung Mit dem erneuten Vorstoß für eine Verlängerung der Grundschule stellt eine kleine Gruppe von Schulleitern öffentlich ihre eigene Arbeit infrage. Wenn diese Schulleiter behaupten, vier Grundschuljahre seien zu kurz, um Chancengleichheit zu schaffen und jedem Kind seine individuelle Entwicklung zu ermöglichen, stellen sie sich selbst ein Armutszeugnis aus. Ihre Aufgabe ist es nicht „Chancengleichheit“ herzustellen, denn die existiert schon wegen unterschiedlicher Veranlagungen nicht. Ihre Aufgabe ist es, jedes einzelne Kind nach seinen Anlagen und Fähigkeiten so zu fördern, daß es sie optimal entfalten kann – nicht mehr und nicht weniger. Darauf sollten sie sich konzentrieren, statt politische Agitation zu betreiben.
Statt dessen werden immer wieder dieselben unbewiesenen Behauptungen aufgestellt und dieselben Lügen verbreitet. Über die angeblich bei der Schulwahl fehlgeleiteten Kinder gibt es keine verläßlichen Zahlen, denn niemand kann zuverlässig feststellen, wie ein betroffenes Kind sich auf einer anderen Schule entwickelt hätte
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Fakt ist, daß in unserem System jedes Kind auf jeder Schule die Chance hat, sich seine Möglichkeiten zu erschließen und seinen Weg zu gehen – vorausgesetzt, es ist bereit, sich anzustrengen und gerät an gute Lehrer, die es wohlwollend fördern und sich ebenfalls etwas abverlangen.
In gemeinsamen Klassen mit schnelleren bekommen Kinder, die Mühe mit dem Lernen haben, ständigen täglich vielfachen Frust zugemutet. PISA beweist, daß gerade die „länger gemeinsam lernenden“ Gesamtschulen die benachteiligten Kinder am schlechtesten fördern. Oft sondern sie sie sogar aus! Und gerade diejenigen, die mehr geistiges Futter brauchen, um zu gedeihen, werden häufig schon in unseren Grundschulen entmutigt, gedemütigt und gedeckelt. Unsere Grundschulen sind in der Form Gesamtschulen, und zu oft sind Lehrkräfte mit den vielen unterschiedlichen Kindern in zu großen Klassen überfordert.
Diese Schulform noch zu verlängern, käme einer unverantwortlichen Benachteiligung gerade der schon Benachteiligten gleich. Diese Kinder haben keine Chance auf Erfolge und positive Bestätigung, solange sie täglich dieser beschämenden, demotivierenden Situation ausgesetzt sind. Viele Eltern berichten, daß ihr Kind nach dem Wechsel auf die weiterführende Schule auflebt, weil es endlich erlebt, daß es etwas kann. Der Schulwechsel ist für viele eine Rettung.
Der Elternverein Nordrhein-Westfalen appelliert an alle Schulpolitiker und Schulmitwirkenden: Öffnet endlich eure Augen für das Wesentliche, was unsere Kinder brauchen: sie brauchen gute Lehrer, eine leistungsfreudige und einsatzbereite Lernatmosphäre und endlich FRIEDEN!
Ansprechpartner: Regine Schwarzhoff, Landesvorsitzende
T 0176 42007679
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Kommentare (3)
jo, 15.02.2010 17:08
Der Weg aus der "muss"-Schule raus führt bestimmt nicht über eine immer frühere Selektion der Kinder.
Sie schrieben:
"Fakt ist, daß in unserem System jedes Kind auf jeder Schule die Chance hat, sich seine Möglichkeiten zu erschließen und seinen Weg zu gehen – vorausgesetzt, es ist bereit, sich anzustrengen und gerät an gute Lehrer, die es wohlwollend fördern und sich ebenfalls etwas abverlangen."
Das stimmt so nicht!
Die Bildungschancen von Kindern sind in Deutschland in höchstem Maße von dem sozialen Stand der Eltern abhängig und es gibt eine unheimlich geringe soziale Durchlässigkeit. Das liegt jedoch nicht an den kindern, sondern am Bildungssystem, dass das nicht auffängt (es werden ja auch immer gerne in diesem Bereich Gelder gekürzt, obwohl das die richtige Investition in die Zukunft wäre). Zu große Klassen, zu wenig Zeit für die Einzelnen Kinder und total veraltete Didaktik, wie Frontalunterricht, etc verhindern das Kinder gefördert werden.
Früher zu selektieren hilt niemandem!
Nicole Bandermann, 09.02.2010 08:58
Super, wo gibt es so eine Schule???? Hier auf dem Land noch lange nicht,leider! Vor Ort gibt es nur "Muss"schulen! Aber, es freut mich,dass es Lehrer wie sie gibt, Herr Neffe! Ebenso wie Herr Klinkmüller, ich hatte meinen Glauben an gute Lehrer teilweise verloren. Danke für ihre Worte!
Franz Josef Neffe, 08.02.2010 14:16
Es ist die Du-musst-Schule, die die Landesvorsitzende Regine Schwarzhoff hier treffend beschreibt. Diese "Schule", die weitgehend gar keine Schule ist, wird in der Regel von Leuten gemacht, die noch nie auch nur ein Problem konkret gelöst haben.
In der neuen Ich-kann-Schule gibt es keinen UNTERricht sondern LEHRE. Ein LEHRER ist man der Wortbedeutung nach - die wir alle nicht mehr kennen und ins Gegenteil verkehrt haben - wenn man im LERNEN = interessante LebensFÄHRTEN verfolgen MIT GUTEM BEISPIEL VORANGEHT.
Dann ist es auch wurscht, ob man das in einer Grundschule oder im Gymnasium oder in einer Bäckerei tut: es wirkt immer. Und alle Beteiligten kommen dabei voran. Wenn Langsamere dabei sind, wird man ihnen natürlich nicht davonlaufen - im Leben geht es ja um viel mehr als nur darum, "schnellster Läufer zu werden" - sondern man wird ihre Kräfte achten, aufrichten, stärken und zum Wachsen bringen. Wenn man dann etwas später gemeinsam ins Ziel kommt, kommt man nicht mit leeren Händen sondern mit "Substanz". Über Leute, die ihr ganzes Selbstbewusstsein daraus ziehen müssen, dass sie andere überholen und mehr Punkte bekommen, mag man dann nicht einmal mehr lächeln, so doof ist das.
Es ist nichts dabei, Kinder aus der lernbehinderten Schule im Gymnasium beim Lernen dabei zu haben und auch umgekehrt, nur muss man als LEHRER halt LEBEN mit den Kindern. Wenn ich jeden Tag nur noch perfekter überperfektionierte Unterrichtsvollzugsschablonen vorbereitet habe, dann brauche ich Kinder nur noch zum Sicheinfügen, Sichunterwerfen und Mitmachen. Das ist blanke Persönlichkeitsvernichtung. Und wenn wir heute in unsere Gesellschaft schauen, dann sehen wir überall: schwache Persönlichkeiten mit starken Persönlichkeitsschwächen. Das ist das konkrete Ergebnis von über 10.000 Pflichtstunden in der Du-musst-Schule.
Es fängt ja schon an, dass man in diese Schule gehen MUSS - und sie schwänzen KANN. Alles Vernünftige ist dort mit MUSS belegt. Man lernt dort gar nicht rechnen, man lernt rechnenMÜSSEN, und das ist ein Unterschied wie Tag und Nacht. Wer POTENT auftritt = KANN, wird in dieser "Schule" sehr häufig bestraft oder zumindest ständig unter Druck gesetzt. "Karriere" macht in diesem künstlich sterilen "Schulsystem", wer sein MUSS besser erfüllt als alle. Das ist aber nicht der Könner sondern der SUPER-MÜSSER und Nichtkönner, der mit immer mehr MUSS davon ablenkt, dass er nicht KANN.
Als Ich-kann-Schule-Lehrer ist nur der tatsächliche KÖNNER für mich interessant. Ich beobachte oft, dass 6jährige Kinder besser können als ihre 50jährige Lehrerin oder die Mama. Das Problem wird dann durch Päödagogik scheingelöst; bereits nach 1 Jahr UNTERricht ist das Kind so abgestumpft, dass es seine Überlegenheit nicht mehr leben kann. Unsere "Schulen" vernichten täglich Leben in großem Ausmaß.
Dabei ist die Lösung des Problems kinderleicht. Man könnte sie von den Kindern lernen - wenn man sich nicht für zu scheit dafür halten würde.
Die neue Ich-kann-Schule hat klar gezeigt, dass der Mensch nicht in Häusern lernt sondern IN SICH SELBST. Die Ich-kann-Schule ist die Schule, die jeder Mensch ein Leben lang IN SICH selbst zur freien Verfügung hat. Alles was wir lernen, lernen wir durch sie. Wenn uns das klar wird, sind wir SOUVERÄN. Dann funktioniert UNTERricht mit UNTERtanen nicht mehr. Dann stehen sich auf einmal MENSCHEN gegenüber in der Aufgabe miteinander zu leben.
Bei erheblich weniger Anstrengung wären wir alle dann auf einem erheblich höheren Niveau.
Ich lade die Eltern ein, sich die neue Ich-kann-Schule ganz genau anzuschauen: zu ihrer Erleichterung und ihrem Vorteil aber ebenso zum Vorteil der Kinder und der Lehrer und aller, die sonst noch DAS WESENTLICHE noch zu lernen haben. Ich grüße freundlich.
Franz Josef Neffe
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