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04.02.2012
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Neue Akzente im Familienministerium
Weitere Themen: Allgemein, Familie

Gespannt erwartete die Bevölkerung die von der neu nominierten Familienministerin Christina Köhler angekündigten Akzente in der Familienpolitik; denn auf diesem Feld steht schließlich eine bedrängende Existenzfrage an. Auch für 2009 – so zeichnet es sich ab - haben die Bemühungen von Ursula von der Leyen, durch familienpolitische Maßnahmen den Geburtenschwund zu stoppen, nicht gegriffen. Als Weltmeister auf diesem Trip zur Selbstvernichtung steht die Bundesrepublik nach wie vor oben an – und das schlimmerweise seit 40 Jahren.

Die besorgte Erwartung ist also groß. Aber oh Schreck! Unter den neuen Änderungsvorschlägen aus dem Ministerium wird das brennende Hauptthema anscheinend direkt gar nicht angesprochen. Ein anderer Schwerpunkt steht an:

Falls meine Töchter nicht den Entschluss fassen, mich aus Altersgründen demnächst in ein Heim zu geben (das dem maroden Staat und seinen unumgänglich gewordenen Subventionen zu teuer zu werden droht), sondern den Entschluss fassen, meine Pflege persönlich zu übernehmen, so dass ein Ausfall in ihrer Erwerbstätigkeit daraus resultiert, so dürfen sie vermutlich in Zukunft auf mehr finanzielle Anreize aus dem Familienministerium hoffen.

Fabelhaft! Was für ein Lernprozess der jungen Ministerin muss hier bereits erfolgt sein: Dass direkte Subventionen an Familienmitglieder finanziell weniger aufwendig sind als entsprechende Heimkosten. Merkwürdig nur, dass solche Erkenntnis nicht auch im Bezug auf die nun viel zu knapp werdenden Babys zu ihrer Hauptzielrichtung, bzw. der zuständigen Behörde wird. Krippenausbau und deren Aufrechterhaltung - sogar dann noch, wie geplant, mit einem akademisch aufgestockten Personal - ist tausendfach teurer als vorübergehende direkte finanzielle Anreize an die jungen Mütter. Die Erwerbstätigkeit möglichst vieler junger Frauen bleibt offenbar auch für die neue Ministerin vorrangige Bemühung. Aber diese Gegebenheit hat doch gerade weiteren Geburtenschwund und damit minimierte Zukunftshoffnung für die Enkel zur Folge gehabt! Müsste hier nicht also das existenziell Wichtigste den vorrangigsten Platz in einem Familienministerium heute haben?

Stattdessen wird den um ihre Zukunft besorgten Bürgern so etwas wie eine Attrappe hingeworfen: Die Väterzeit soll um mehrere Monate verlängert werden, heißt es. Nun gewiss, die jungen Väter haben sich in Bezug auf die zwei Monate Väterzeit mehr als brav erwiesen, ebenso wie, nur leise knurrend, die Betriebe auf deren achtwöchigen Ausfall. Aber gerade die Betriebe des Mittelstandes, die Zugpferde unserer Republik, stehen meist schwer ringend um ihre Existenz in der sich verteuernden Zeit. Mehrmonatlicher Ausfall der Väter muss oft genug Einsatz von Zusatzkräften oder Minderung der betrieblichen Leistung hervorrufen. Darüber hinaus muss doch gefragt werden: Hat sich die mehrmonatliche Väterzeit denn eigentlich bewährt? Die geringe Zahl der Väter, die die Möglichkeit in Anspruch nahmen, ihr Baby hauptamtlich durch deren erstes Lebensjahr hindurch zu pflegen – es waren lediglich 4%! - erweckt doch keineswegs Hoffnungen. Ein Anreiz zur Vermehrung der Geburten lässt sich daraus jedenfalls nicht konstruieren. Nachdenkliche Bürger geraten darüber ins Sinnen. Sind die Maßnahmen vielleicht deshalb erfolglos, weil sie - statt sich nach den wesensmäßigen Grundgegebenheiten des Menschen auszurichten - einer Ideologie anhängen, der feministischen Ideologie, die Männinnen will, aber keine Mütter? Babys brauchen ihre Mütter, wenn sie später seelisch gesunde stabile Menschen werden sollen, weiß mittlerweile die Forschung. Väter lassen sich für vieles abrichten, also auch zum Windelnwechseln und Haushaltführen – aber niemals mit der gleichen Intensität, mit der gleichen Schnelligkeit und der gleichen Perfektion wie die Frauen. Das liegt – wie die Hormonforscher es uns jetzt beweisen – an der vorgegebenen Begabung von Frauen für Mütteraufgaben. Und – wie es ebenso angeborenerweise hormonell bedingt ist - gibt es spezielle höchst wichtige Väterbegabungen. Aber in deren Mittelpunkt stehen vorrangig andere so z. B. schutz- und zielgebende Aufgaben, und die werden umso wichtiger, je älter die zu erziehenden Kinder sind.

Was hilft es dem Menschen, wenn er das Gefühl, ja, sein inneres Wissen für diese Wahrheit, an sein Mitlaufen im Mainstream verkauft! Es ist doch unsere Zukunft, die auf dem Spiel steht.



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Kommentare (28)




 
  Kommentare (28)

Noah, 06.02.2010 22:38
@Bernd Breithaus
Danke für den Zuspruch und die Hinweise. Mir sind die Herrschaften Vonholdt und Kuby auch schon negativ aufgefallen. Da braut sich etwas sehr Unschönes zusammen. Und es tarnt sich unter dem Schirm angeblicher Freiheit und Demokratie.
Sehr kurzweilig auch Ihr Kommentar zum Interview der Frau Freiherrin zu ihrer Initiative Volles Existenzminimum. Habe böse lachen müssen.
"Right is right"-Petra hatte da ja an anderer Stelle auch schon den tollen, aber ernst gemeinten Vorschlag, nämlich Evchen Hermann zur Familienministerin zu machen.


Noah, 06.02.2010 17:04
@Petra
Wenn Sie sich mit diesem Slogan gut fühlen, lassen Sie sich diesen auf die Stirn tätowieren.
Dann fällt es anderen leichter den Sicherheitsabstand zu wahren, falls soviel Einfältigkeit und Ignoranz ansteckend ist!


Petra, 05.02.2010 22:02
Right ist right and left is wrong.

Das müssen die ewiggestrigen 68er endlich kapieren.


Bernd Breithaus, 05.02.2010 12:38
@Hedwig v. Beverfoerde

Sie sind es doch, die ständig Leser und Blogger verbal angreifen,die eine andere Meinung vertreten als Sie!!!!!


Noah, 04.02.2010 22:09
Sehr geehrte Frau H.v.B

Ich denke, dass die fraglichen Dinge gerade nicht ausserhalb meines Horizontes liegen. Deshalb auch meine Kommentare.
Dass Sie allerdings wie schon an anderer Stelle Kritik an Ihresgleichen garnicht vertragen, ist ja bekannt.
Wie war das mit Ihrem Ausspruch vom "Katholiken-Schmähen"? Deshalb setzen Sie auch kritische Anmerkungen mit Verunglimpfen gleich.
Im übrigen habe ich ja eigentlich erwartet, dass mal eine(r) wie Sie es sind, Bezug auf die von mir benannten Punkte nimmt.
Wahrscheinlich sind Ihnen die besagten Themen aber dann doch zu heiß!

mfG Noah


Beobachter, 04.02.2010 22:06
@ Bernd Breithaus
in diesem Zusammenhang fällt mir auch noch Herr Heinz (evagelikaler) Christ ein.
Leider sind das nicht die einzigen bedenklichen Beiträge, hier herrscht ganz Grundsätzlich ein völlig verdrehter Begriff von "Freiheit" und "Recht". Und neutral ist die Freie Welt sicher nicht, ganz im Gegenteil ist sie offenbar als Sprachrohr der christlich konservativen Rechten konzipiert.


Beobachter, 04.02.2010 21:59
Sehr geehrte Frau Beverfoerde,
es ist interessant, dass sie auf Kritik mit einer solchen Antwort reagieren. Mir stellt sich die Frage, warum sie ihren Rat nicht selbst beherzigen um ihre Nerven zu schonen und sich z.B. einfach nicht mit Gleichgeschlechtlicher Ehe befassen, oder Homosexualität generell, die scheint ja auch ihren Auffassungshorizont vollkommen zu überschreiten ebenso wie freie Meinungsäußerung in einer modernen Gesellschaft.


Hedwig Beverfoerde, 04.02.2010 21:33
Sehr geehrter Herr Noah und Gleichgesinnte,
kein Mensch zwingt Sie, die Veröffentlichungen auf Freie Welt zu lesen. Wenn es Sie gar so empört von Dingen zu lesen, die außerhalb Ihres Horizontes liegen, schonen Sie einfach Ihre Nerven und tummeln sich unter Ihresgleichen in den unzähligen anderen Foren, die Ihrem Zeitgeist huldigen.
Ihre angestrengten Versuche, jemanden wie Frau Meves zu verunglimpfen, anstatt sachliche Gegenargumente wenigstens zu suchen, sind gar zu jämmerlich.
MfG
Beverfoerde


Bernd Breithaus, 04.02.2010 20:45
@Noah/Beobachter:

Falls Ihr Christa Meves für radikal haltet,lest mal die Blogs von Christl Vonholdt und Gabriele Kuby.Dann wisst Ihr,was uns in einer zukünftigen "Freien Welt" erwartet.Im übrigen sehe ich es immer mehr wie Ihr.FreieWelt.net ist nicht neutral,sondern eine rechtskonservativ-"christliche" Ideologie der dunklen Adenauer-Zeit soll hier verbreitet werden.In dieser Zeit hatte ja auch Christa Meves als Kinderpsychologin ihre besten Zeiten.


Noah, 04.02.2010 19:54
@Petra
Vielen Dank für die Nichtbeantwortung meiner Fragen!

Bezüglich Ihrer Buchempfehlungen kann ich leider nur sagen, dass die Werke einer Frau Meves für mich nicht das Papier Wert sind auf dem diese gedruckt worden sind.
Wer, wie ich schon ausführte, über Homosexualität schlimme Dinge schreibt, sexuelle Aufklärung als vollkommen unwichtig ansieht und ein angebliches natürlich Bedürfnis der Frau auf Unterwerfung propagiert, hat für mich jede Glaubwürdigkeit verloren, als Mensch und als Wissenschaftler ohnehin.

@Beobachter
Leider haben Sie mit Ihrer Einschätzung voll ins Schwarze (!) getroffen, zumindest was einige Blogger angeht.
Zum Glück gibt es ein paar positive Ausnahmen.




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