
| |
| |
Kommentare (10)
Lars-Michael Lehmann, 29.01.2010 15:50
@Michaele R.
Ich finde auch das wir uns nun etwas gennähert haben. Es gibt halt auf "beiden" Seiten enormen Frust.
Darum braucht eben, dieses System eine ersichtliche Korrektur, dass zum Wohle aller in unserer Gesellschaft!
Michaele R., 28.01.2010 07:43
So kommen wir doch der Sache ein wenig weiter. zunächst betreue ich Maßnahmen und kontrolliere die Ergebnisse. Nehmen Sie es einfach so hin, es gibt diese Maßnahmen mit einer sochen Quote, das sind nun mal Tatsachen, auch wenn diese nicht in Ihr Bild einer Arge passt.
Ich sage aber nicht, "ALLE" maßnahmen sind vollkommen erfolgreich. Lassen Sie uns, sehr geehrter Lars, doch darauf einigen, dass es solche und solche gibt, sonst benötigen die Betreiber dieser Webseite noch neue Festplatten.
Dass das Bürgergeld eine mögliche Alternative ist, bestreite ich auch nicht, und ich gebe Ihnen Recht, dass damit eine Menge Bürokratie abgebaut werden kann.
Ich sehe aber dort neue Probleme, aber die werde ich erst dann diskutieren, wenn es soweit ist.
Tun Sie mir bitte nur den Gefallen, schreiben Sie Ihre Berichte so wie diesen letzten Kommentar, dass das System Fehler hat, und nicht die Mitarbeiter.
Lieben Gruß
Michaele
Lars-Michael Lehmann, 27.01.2010 11:07
@Michaele R.
Es ist schon klar, dass Sie das System in dem Sie Arbeiten verteitigen. Es mag hin und wieder ARGEN geben, die vielleicht besser Arbeiten. Aber das System Hartz IV war so wie es umgesetzt war total falsch.
Die Aussage das Mann 80 Prozent in den ersten Arbeitsmarkt vermitteln würde, dies erzählen die meisten Bildungsträger. Die Realität sieht aber anders aus.
Mann kann nur hoffen, das Hartz IV bald wie es im Moment ist. Ein Ende hat.
Das wäre ein sehr kluger Schritt, für die Betroffenen und die Beamten. Ein Bürgergeld wäre um einiges besser, und würd die Menschen wieder Motivieren.
Und man könnte gleichzeitig sehr viel Bürokratie abbauen.
Michaele R., 27.01.2010 07:58
Ich gebe vollkommen Recht, endlich merkt es mal jemand, vielen Dank Kubernika.
Ich muss als Mitarbeiter der Arge genau diese Gesetze umsetzen, mit denen ich nicht immer selber einverstanden bin; muss ich auch nicht, ich bin in keiner Partei ;-)
Wenn ich allerdings solche unqualifizierten Aussagen lese, wie "das bringt alles nichts, die Mitarbeiter der Arge können nichts und wollen nur den Menschen schaden und treiben diese in den sozialen Abstieg", könnte ich ausrasten.
Der Verfasser dieses Artikels schreibt gerne solche Äußerungen. Wenn er selber schlechte Erfahrungen gemacht hat, tut mir das auch leid. Ich gebe ihm auch Recht, dass einige Maßnahmen nicht optimal sind. Wenn aber auf diesem Portal Unmut geäußert wird, dann möchte ich doch bitten, nicht die Mitarbeiter der Arge durch den Dreck zu ziehen, denn auch wenn es der eine oder andere Leistungsempfänger nicht glauben mag, die Mitarbeiter dort versuchen mit allen Mitteln, den Menschen im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten weiter zu helfen. Sobald allerdings ein Antrag abgelehnt werden musste, werden wir als "schmierige Staatsdiener" beschimpft. Genehmigen wir die Anträge entgegen dem geltenden Gesetz, riskieren wir unseren Job.
Und ich bleibe bei meiner Meinung, wenn jemand schreibt, "was die tun ist alles falsch", das ist eine Art der Argumentation, die hier nicht hingehört.
Zu den Maßnahmen noch ein Wort, sehr geehrter Lars, Ich habe Maßnahmen begleitet, welchen mit einer Vermittlungsquote in den ersten Arbeitsmarkt von 80% endete.
Lars-Michael Lehmann, 26.01.2010 19:21
Ich habe noch einen sehr guten Artikel bei Telepolis, gefunden: Hartz IV wirkt
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/31/31940/1.html
Kubernika, 26.01.2010 17:07
Meines Erachtens wird sich die ARGE mit allen Kräften wehren, aufgehoben zu werden. Das sie nichts tut, ist natürlich nicht richtig. Die ABM-Stellen sind manchen doch sehr willkommen und auch interessante Arbeitsmöglichkeiten. Andererseits gibt es Förderungsprojekte über die man sich doch einmal genauer Gedanken machen sollte: Z.B., wenn die ARGE eine Förderung für einen neunmonatigen SAP-Lehrgang ausgibt, der definitiv nur zwei oder drei Wochen SAP-Arbeit beinhaltet und der "Rest" noch mal Schule für alle ist. Oder wenn ein arbeitswilliger Berufsfachschulabsolvent seine Praktika zugunsten von 1-EUR-Jobs abbrechen soll, in beruflichen Tätigkeiten, die so gar nichts mit seiner Zukunft zu tun haben. Oder eine 58jährige ihre gerade erworbene Aushilfstätigkeit zugunsten eines zweiwöchigen Praktikums unterbrechen soll und damit ihren 400-Euro-Job riskiert. Dafür gibt die ARGE Geld aus!
Etwas mehr bringen würde es, wenn man arbeitswilligen Arbeitslosen z.B. vermittelt wird, welche Existenzförderungsmöglichkeiten es gibt, ihnen zuhört und handelt. Aber dafür ist freilich bei der Menge an Arbeitslosen keine Zeit, dann müsste man noch mehr Beamte einstellen. Hieße noch mehr Geld investieren, für etwas, dass kein gesundes Aufwand-gegen-Nutzen-Verhältnis hat.
Nicht der einzelne Mitarbeiter in der ARGE ist schuld, das es so ist, wie es ist. Wenn er aufbegehren und sich gegen Gesetze stellen möchte, könnte er bald auf der anderen Seite des Tisches sitzen. Davor hat er freilich zu viel Angst und wird sich daher lieber an die Vorgaben halten und sich eigene Gründe für die Rechtfertigung zur Befolgung der Gesetze suchen.
So wie es aussieht, ist es ein Teufelskreis, der evtl. über das Bürgergeld abgewendet werden könnte. Man verzichtet dabei auf unnötige Investitionen von denen es leider allerdhand gibt und lässt sie direkt den Menschen zukommen.
Es gibt natürlich nicht Arbeit für alle. Auf der anderen Seite gibt es Arbeitsangebote ohne qualifizierte Arbeitsgesuche. Würde die ARGE es schaffen dieses Problem zu lösen durch sinnvolle Förderung wäre es wunderbar. Doch das sehr kompliziert.
Mir persönlich hat die Arbeitsweise in der ARGE allerdings doch noch etwas gebracht: Ich setze alles daran, nie wieder Teil der Behörde zu werden.
Lars-Michael Lehmann, 26.01.2010 12:52
@Michaele R.
Als Betroffener kenne ich diesen Zustand der Maßnahmen sehr gut, sowie durch die Arbeit in unserem Sozialverein. Da sehen wir unsinig die Maßnahmen sind.
Klar, gibt es immer wieder Leute die unwillig sind. Die Mehrheit will, aber es gibt keine Qualifizierten Maßnahmen.
Und die Fallamanger haben sehr selten einen wirlichen Plan. Selber tut man alles dran eine Chance zu bekommen, aber dann elebt man nur unfähigkeit auf der Behörde.
Wichtig wäre, dass die Beamten soviel Know-how haben, um sich eben in die Lage der Menschen zu verstzten. Jetzt ist es nur Massenverwaltung. Mein Fallmanger betreut 350 Leute, statt 150. Und es herscht nur Chaos.
Also da läuft schon etwas ordentlich schief. Und die Maßnahmen die sie bieten sind zu 90 Prozent unfug.
Da kann nicht dabei herauskommen. Weder noch für die motivierten, noch für die, die nicht wollen.
Die nicht wollen soll man gerne lassen, wie es in der Sozialhilfe war. Aber die Leute die schon immer wollen, muss man individuell an Ihren Bedürfnisen, Fähigkeiten "Fördern".
Hoffentlich wird, bald Hartz IV ein Ende haben. Zumindest wie es jetzt ist.
Dr. Gätz Werner beschreibt es richtig: "Hatz IV ist offener Strafvollzug".
Michaele R., 26.01.2010 12:04
Bürgergeld, sehr geehrter Lars, ist nur ein anderer Name für die Leistungen und spiegelt Ihre Ansicht von der Verteilung von Sotialleistungen wieder. Meine Frage war, wie wollen Sie Arbeitswillige und Arbeitsunwillige in sozialversicherungspflichtiger Arbeit verhelfen?
Und welche Kompetenz besitzen Sie, dass Sie besser beurteilen können, wie erfolgreich die Maßnahmen der Arge sind, und was definieren Sie in diesem Zusammenhang Erfolg? Ich habe täglich damit zu tun, Sie auch?
Lars-Michael Lehmann, 25.01.2010 13:47
@Michaele R.
Ich kann Ihrer Ausführung nicht folgen. Warscheinlich sind Sie als Beamter etwas Betriebsblind geworden. Die Realität ist so, das die Maßnahmen der ARGEN nichts, bzw. sehr selten etwas bringen. Das liegt sehr selten an den Betroffenen sondern, sehr oft an der Qualität der Maßnahmen, da diese meistens Billig eingekauft werden.
Es gibt schon lange eine vernüftige Lösung für Hartz IV, dass liberale Bürgergeld geht in die richtige Richtung. Diesen Vorschlag müßte man bloss in die Tat umsetzten, und viele Alg. 2-Empänger hätte wieder eine Chance aus dem Dilemar Hartz IV herauszufinden.
Da muss es sowieso bald eine Lösung geben, denn man wir nicht mehr lange diese System finanzieren können. Dass ist so sicher wie das AMEN in der Kirche.
Michaele R., 25.01.2010 09:25
Schon wieder einer dieser sinnlosen und extrem schlecht vorbereiteten Berichte. Der Verfasser sieht seine kleine schlechte Welt und schiebt dieses auf die gesamte Republik, ich kann es nicht mehr hören (lesen).
Ich arbeite in einer Argen, ich habe es täglich mit den Beziehern zu tun. Und glaubt es mir, es sind wirklich viele, die sich nur damit beschäftigen, noch mehr Sozialleistungen zu erhalten, von Arbeitswilligen kann nur selten die Rede sein.
Nicht alle, beim besten Willen nicht, und die Arbeitswilligen sind in den gleichen Gesetzen gefangen wie diese Sozialschmarotzer (das soll kein Schimpfwort sein). Das war genau das, was Peter Hartz verfolgte, dass wir alle vor dem Gesetz gleich behandeln.
Die Maßnahmen der Arge sind sinnvoll, wenn aber die Teilnehmer ausschließlich Fragen stellen, wo sie Bewerbungskosten und Fahrtkosten herbekommen und eine regelmäßige Teilnahme an dieser Maßnahme nicht hinbekommen, kann von Arbeitswille nicht die Rede sein. Wie soll einer in einem Job "überleben", wenn dieser es noch nicht einmal schafft, pünktlich und vor allem regelmäßig zu einer Maßnahme zu erscheinen. Ich habe Maßnahmen begleitet, da haben die Teilnehmer wirklich sehr gute und vom Bildungsträger mühsam vermitteltet Jobs abgesagt, weil ihre Kinder "ja mal krank werden könnten" oder dieser seine "Wellensittiche nicht so lange alleine lassen könne".
Lieber Verfasser, das sind alles meine Erkenntnisse mit diesen Maßnahmen und ich vermute, diese sind weitaus ausschlaggebender als Ihre. Solche Aussagen "alle Maßnahmen sind ungeeignet" oder "die verhindern, dass Bürger in Arbeit gelangen" sollten Sie sich besser sparen, das sind Kneipendiskussionen. Jeder ist für sich selber verantwortlich und wenn Sie der Meinung sind, dass die Maßnahmen und das gesamte Regularium des SGB-II vollkommen unbrauchbar sind, machen Sie bitte mal einen Vorschlag, wie wir die 6,5 Millionen Sozialhilfeempfänger in Arbeit bringen. Und denken Sie bei Ihren Überlegungen bitte daran, dass dieses auch bezahlt werden müssen.
Kleiner Tip, wenn doch alles schlecht ist, lassen wir das Fordern und jeder kümmert sich selber um Arbeit, die werden das alles alleine können, ohne Hilfe, denn die Arge macht es ja nicht richtig. Und dann haben wir in einem Halben Jahr keine Sozialhilfeempfänger mehr.
Kommentar schreiben
*=Pflichtfelder
|
|
|
|