suchen
17.05.2012
Einloggen | Registrieren
 
 
 
     Christa Meves
Zur Person und Archiv      Email an diesen Blogger schreiben

Mütterdienst oder Krippenbetreuung?
Weitere Themen: Allgemein, Bildung, Familie

Je mehr – durch welche Umstände auch immer – die Mutter-Kind-Dyade in den ersten drei Lebensjahren gestört wird, um so mehr wächst die Gefahr eines unausgeglichenen Charakters bereits im Vorschulalter

 

Psychotherapeutische Praktiker haben es schon immer gewusst, denn sie konnten es an den verhaltensgestörten Kindern und Jugendlichen und mit Hilfe der Anamnesenerhebung mit Eltern täglich erfahren:

Je mehr – durch welche Umstände auch immer – die Mutter-Kind-Dyade in den ersten drei Lebensjahren gestört wird, um so mehr wächst die Gefahr eines unausgeglichenen Charakters bereits im Vorschulalter.

Aber obgleich sich daraus der Rat einer möglichst ungestörten, konstanten ruhigen Verbindung zwischen Mutter und Kleinkind entwickeln ließ, obgleich die junge Generation auch im Erwachsenenalter immer größere Neigung zu Depressionen, Süchten und anderen, sogar kriminellen Beeinträchtigungen zu zeigen begann, wurden die bedenklichen Beobachtungen nicht im mindesten ernst genommen, oder gar umgesetzt. Zu wenig passte das in den Trend eines hedonistischen Zeitalters mit dem besonderen Akzent der „Selbstverwirklichung der Frau“ - nicht durch Familienarbeit - sondern durch Erwerbstätigkeit.

Neuerdings wird deshalb weltweit danach gerufen, dass der Staat die Erziehung der Kinder vom Babyalter an in die Hand zu nehmen habe: Mehr Krippen, mehr Kitas, mehr Ganztagsschulen – so hallt es durch die Länder Europas.

Der Streit darüber, der jüngst in den Medien ausbrach, könnte nun aber ein Ende finden: Harte Fakten der Forschungsergebnisse machen dem Verleugnen und Verdrängen in unserer zukunftsgefährdenden Situation ein Ende:

1) NICHD, die 1991 in den USA begonnene vergleichende Langzeitstudie hat ergeben: Ehemalige Krippenkinder sind im Schulalter aggressiver, und haben keineswegs die erwartete hohe soziale Kompetenz. Schon in den Ergebnissen früherer Jahre hatten die Untersucher konstatieren müssen: Krippenschicksal beeinträchtigt die geistig seelische Entwicklung und zwar je früher es beginnt, je länger es dauert, und in dem Maß, wie es konstant in den ersten Lebensjahren erfahren wird (Belsky). Diese Fakten entsprechen den Ergebnissen der Hirnforschung. An rumänischen Waisenkindern wurde z.B. belegt, dass

2) eine stark verminderte Synapsenentfaltung im Gehirn stattfindet, wenn die Kinder nicht individuell mit Liebe, Ansprache und Zärtlichkeit gepflegt wurden (Eliot).

3) Die Hormonforschung erhärtet zusätzlich, dass die Bindung zwischen Mutter und Kind, die bereits während der Schwangerschaft eingeleitet wurde, vom ersten Lebenstag an durch das Anlegen an der Brust über das Glückshormon Oxytocin fest vernietet und durch die nächsten beiden Lebensjahre mit Hilfe des Gesichtsinns und dann auch der Sprache intensiv verstärkt wird (Brizendine).

4) Wenn man diese natürliche Bindung durch Trennungen stört, wird das Stresshormon Cortisol schließlich zu einem krankheitsgefährdenden chronischen Faktor, weil der Stresspegels chronisch erhöht ist.

Diese harten Fakten belegen, dass die seelisch-geistige Entfaltung und damit die Lern- Leistungs- und Liebesfähigkeit der Spezies Mensch von einer ungestörten Beziehung des Kindes zu seiner leiblichen Mutter abhängt. Sie lässt sich optimal nur schwer ersetzen.

Eine Gesellschaft, die diese Forschungsergebnisse ignoriert und stattdessen aus ideologischen Gründen unverdrossen die Mütter von den Babys und Kleinkindern wegtreibt, wird langfristig eine permanente Senkung ihres Leistungsniveaus erfahren, was sie sich angesichts der Konkurrenz mit Gesellschaften, die einen angemessenen Umgang mit ihrem Humankapital betreiben, gar nicht leisten kann.

Eine Gesellschaft hingegen, die sich – der Bedeutung dieser Forschung entsprechend – daran macht, Konzepte zur Realisierung dieser Notwendigkeiten Rechnung zu tragen, wird Zukunft haben. Sie sind mit Einsicht leicht zu verwirklichen, wenn man z. B. dem Konzept „Familie neu“ der Österreichischen Hausfrauenunion (Herglotz) oder den Ausarbeitungen von „Verantwortung für die Familie“ (Resolution zur Förderung der Familie) Raum gibt.

 

Weiterführende Literatur:

Belsky et al.: Krippenkinder sind aggressiver
Brizendine, L.: Das weibliche Gehirn.
Eliot, L.: Was geht da drinnen vor?
Herglotz, H.: „Familie neu“ als Wahlmöglichkeit (Familie und Beruf oder Familie = Beruf)

Resolution zur Förderung der Familie

 

 



Artikel weiterlesen  
ANZEIGE


Kommentare (13)




 
  Kommentare (13)

Petra, 19.01.2010 13:57
Familienministerin Eva Herman, Staatssekretäre Christa Meves und Jürgen Liminski.

So sollte es sein!


Friedemann, 19.01.2010 13:21
Sehr geehrte Damen und Herren der Redaktion!
Ich gehe davon aus, dass Sie mich aus dem Kreis der "Kommentarschreiber" ausgeschlossen haben, obwohl ich mich an die von Ihnen vorgegebenen Regeln der Nettikette und der Sachlichkeit und Belegbarkeit meiner Beiträge gehalten und mich lediglich gegen aggressive Beiträge gegen meine Person zur Wehr gesetzt habe. Leider kann ich aus Ihrer unfreundlichen Reaktion, einen Kommentar von mir mitten im Satz zu unterbrechen und den Versuch, diesen fortzusetzen, mit "Punkt, Punkt, Punkt" beenden, keinen anderen Schluss ziehen. Ich habe es auch nicht nötig, mich durch andere Kommentarschreiber, die damit auch wertkonservative Blogger wie Frau Meves oder Freifrau von Beverfoerde persönlich treffen wollen, gröblichst mit Ausdrücken wie "Betonkopf" beleidigen und mir ein "unseriöses Gechmeiße mit Fachausdrücken" unterstellen zu lassen. Wenn es verboten ist, durch die „Life Science“- Wissenschaft eindeutig erwiesene Wahrheiten zu äußern, keine „Pseudophilosophien“, gegen die habe ich auch etwas, und die gelegentliche Verwendung von Fachausdrücken als unseriös diffamiert werden kann, habe ich als Kommentarschreiber nichts mehr verloren. Ich hoffe trotz alledem, dass Sie auch weiterhin interessante Blogger – nicht nur als Zielscheibe des Spotts und der Häme - zur Verfügung haben, die einen gelegentlichen Blick auf Ihre Seite mir als lohnenswert erscheinen lassen. Alles andere würde ich bedauern.
MfG Friedemann


Noah, 19.01.2010 08:47
@Eva
Sie haben wirklich vollkommen Recht mit Ihren Ausführungen. Leider werden hier einige Betonköpfe weiterhin gg. Kindertagesstätten wettern, die fraglichen Eltern manipuliert und lieblos hinstellen und die alten, vor allem durch religiöse Leitbilder zementierten Familienbilder verteidigen.
Irgendwie werde ich allerdings den Verdacht nicht los, dass diese schnell schweigen werden, wenn auch an sie Geld fließen wird. Stichwort Betreuungsgeld.
Ich persönlich muss langsam herzlich lachen über solch allgemeine Aussagen, wie diese, dass Krippenkinder aggressiver sein sollen. Vieleicht wird hier nur Durchsetzungsfähigkeit in der Gruppe als abweichendes Verhalten missinterpretiert.
Aber lassen wir die angeblichen und tatsächlichen Experten ruhig weiter mit ihren Fachbegriffen und Studien umherwerfen. Wie Sie schon richtig feststellten, zu jeder Studie wird es eine geben, die das Gegenteil belegt.
Eine Frau Meves scheint mir vor allem eines zu sein: ideologisiert und manipuliert durch ihren eigenen Glauben. Wenn wundert es also, dass deren Bücher und Aussagen so deutlich das o.g. Familienleitbild verteidigen, direkt oder indirekt.


Eva, 18.01.2010 22:39
Werter Friedemann, wertes Menschenskind,
euer Lob und euren Dank an Frau Meves in allen Ehren.
Dass es aber Menschen gibt, die durch ihr Berufsleben tiefer in der Materie stecken als Sie oder Frau Meves und über Jahrzehnte andere Erfahrungen sammeln konnten, als die in der Studie dargestellten, könnten Sie durchaus tolerieren.
Ich bin nicht öffentlich manipuliert. Wenn überhaupt werde ich von meinen Lebens- und Berufserfahrungen im Umgang mit Kindern vom Krippenalter bishin in die Oberschule "manipuliert".
Jedes Kind als Individuum mit ganz verschiedenen Voraussetzungen und Elternhäusern entwickelt sich in seiner Weise und unabhängig von jedweder Studie. Natürlich ist eine Krippenbetreuung auch eine "Notmaßnahme" und ich kenne viele Mütter die es zerreißt, ihr Kind unter drei Jahren in "Fremdbetreuung" zu geben. Sehen sie doch mal der gesellschaftlichen Realität ins Auge. Der Broterwerb, die Sorge um den Lebensunterhalt und die Zukunft des Kindes zwingen viele Mütter, nicht nur alleinstehende, wieder in den Arbeitsmarkt. Nur all zu oft geht es gar nicht anders. Ich lebe inmitten der Gesellschaft, bin nicht elitär, nicht finanziell besser gestellt, aber auch nicht angewiesen auf staatliche Hilfe. Ich habe es auch nicht nötig mich durch Pseudophilosphien und das unseriöse Geschmeiße von Fremdwörtern zu profilieren. Ich bin eine freie Bürgerin, mit einer freien Meinung, die nicht mehr oder weniger maipuliert ist als die Ihrige.
Bitte respektieren sie dies. MFG


Friedemann, 18.01.2010 17:43
Weiter im Text

...


Friedemann, 18.01.2010 15:20
Liebe Eva,
niemand kann Ihnen Ihre auf öffentliche Manipulation zurückzuführende Meinung verübeln. Sie ist im Interesse kurzsichtiger Interessen der Arbeitgeber (Überangebot von Arbeitskräften) sowie der Regierenden (bessere Kontrolle), hat aber mit den Fakten wenig zu tun.

Es gibt keine veröffentlichte umfangreichere randomisierte und auf so lange Zeit angelegte Studie wie die NICHD-Studie, die Aussagen bis zum 10. Lebensjahr trifft. Erheblich umfangreicher ist lediglich die aus DDR-Zeiten stammende geheim gehaltene Studie mit etwa dem gleichen Ergebnis.

Weniger als 10% der Kinder könnten von Kinderkrippen profitieren, weil sie dort besser aufgehoben sind, über 90 Prozent hingegen nicht. Krippen sollten wie Krankenhäuser für Notfälle vorgehalten werden. Krippe ist also wie das Krankenhaus keine Chance, sondern eine Notmaßnahme.

Neue Krippenplätze schaffen nicht wirklich Arbeitsplätze und langfristig schon gar nicht. Würde Müttern ein Erziehungsgehalt gezahlt werden, was weniger Steuermittel als die Schaffung von Krippenplätzen verschlingen würde, also 1000 Euro pro Kind und Monat, würden mehr Arbeitsplätze entstehen. Ein Krippenplatz minderer Qualität kostet den Staat monatliche 1000 Euro Steuermittel, für einen guten mit einem Betreuungsschlüssel


Menschenskind, 18.01.2010 13:20
Weiter im Text:

Wann werden wir begreifen, daß Worte der Beschwichtigung, der Bitten und der Erklärung allerhöchstens die anderen Opfer ansprechen, bei den Peinigern jedoch nur ein nachsichtiges Lächeln. Die, auf die es ankommt, kümmern sich überhaupt nicht um unser „Geschwätz“. Empörung ernten wir von jenen verblendeten Subjekten, welche das Machtspiel nicht durchschauen und sich damit zu Bütteln des Irrsinns machen, ohne dies zu merken.

In einer Gesellschaft, in der die Lüge herrscht, wird notwendigerweise die Wahrheit pathologisiert. Die Mehrheit des Volkes ist gutmütig und setzt kindliches Vertrauen in die, welche herrschen. Geduldig ertragen die Menschen die größten Zumutungen, weil sie diese für unvermeidlich halten. Würden die Menschen begreifen, daß ihr Schicksal – und das ihrer Kinder – den Herrschenden herzlich egal ist, sie würden im Schock der Erkenntnis erstarren. Und so dulden sie es in beinahe heiterer Gelassenheit, daß die Zukunft ihrer Nachkommen durch gesellschaftliche Experimente ruiniert wird.

Man sollte sich weniger mit kranken Ideen aus pathologischen Hirnen beschäftigen, sondern in seinem eigenen Lebensumkreis unbeirrt Gutes tun. Die Spinnereien einer außer Rand und Band geratenen dekadenten Elite muß man ignorieren, sonst verhilft man ihnen zu unkontrolliertem Wachstum. Führt uns die zielbewußt gegen das Volk handelnde Elite nicht täglich vor, wie man es macht?

Langer Worte kurzer Sinn: wir dürfen bei bösen Menschen keinen guten Willen voraussetzen. Frau Meves möchte ich danken, weil Ihre Schriften mir viel Einsicht verschafft haben. Alle Hoffnung richtet sich auf den an der Basis, in den Familien und im kleinen Kreis wirkenden Menschen. Sie sollten den Anfechtungen der Politik und den Verlockungen der süßen Ideologie nicht verfallen. Dazu tragen kritische Geister mit ihren Manungen bei! Danke, Frau Meves!


Menschenskind, 18.01.2010 11:44
Gesellschaftsingenieure und Reaktion des Volkes

Die „Selbstverwirklichung der Frau“ ist die durchaus erwünschte Nebenwirkung der politischen Agitation. Die Frauen übernehmen die politisch geschickt geschaffene Sprachregelung und glauben selbst daran, daß sie sich durch Steuersklavenarbeit außer Haus „verwirklichen“.
Im Laufe der letzten Monate habe ich erkennen müssen, daß jede Form von Sachkritik nicht nur keinen Eindruck bei unseren Funktionseliten hinterläßt, sondern grundsätzlich nicht ernstgenommen wird. Ignoranz ist das Regierungsprogramm. Der Demokratiegedanke wird mißbraucht, um dem Volk eine Scheinwirklichkeit zu vermitteln, in dem es Einflußmöglichkeiten besitzt.

Wir „hier unten“ begreifen nicht, daß die Ziele der Mächtigen den unsrigen diametral entgegenstehen. Was in unseren Augen mißlingt, ist für die Mächtigen ein Erfolg. Was uns wehtut, spüren sie als Erleichterung. Populär ist der Glaube, man müsse eifrig Kritik üben und demokratische Teilhabe praktizieren, um die politischen Entscheidungen zum Guten zu lenken. Der Versuch, mit Hilfe eindeutiger empirischer Erkenntnisse auch nur ein einziges der irrsinnigen Umbauprojekte unserer Sozial- , Pädagogik- und Wirtschaftsingenieure stoppen zu können, ist von vornherein zum Scheitern verurteilt. Ein Verschleiß an Zeit und Lebenskraft!

Indem wir die euphemistischen Begriffe unserer Peiniger übernehmen und sie in ehrlicher Absicht abwägen, prüfen oder widerlegen wollen, haben unsere Feinde – ich finde kein freundlicheres Wort für sie – bereits gewonnen. Programme wie das der Genderisierung verdienen es im Grunde nicht, daß man sich ernsthaft – das heißt inhaltlich – damit auseinandersetzt. Indem man dies tut, anerkennt man bereits die Tatsache ihrer Existenz. Indem man die Begriffe übernimmt, hebt man deren Erfinder auf einen Sockel, der sie größer erscheinen läßt, als sie es tatsächlich sind. Die Eigendynamik und Ansteckungskraft von Wörtern und Ideen sorgt dann dafür, daß sich eine abstruse Idee zu einer monströsen Bewegung auswächst, die das Gemeinwesen sprengen und millionenfaches Leid erzeugen kann. Wehret den Anfängen!

Das freundliche Eingehen auf den Mitmenschen und auf das, was er sagt, ist ein normaler Reflex des mental gesunden Menschen. In dieser freundlichen Voreingenommenheit lauert jedoch eine große Gefahr: die größten Schurkereien und abscheulichsten Menschheitsverbrechen wurden durch pathologische Geister erdacht und populär gemacht. Wie ein Infekt sich verbreitet, so wuchs das Pathologische in den Hirnen der vielen, die nichts weiter taten als zu vertrauen ... Die Wurzel gesellschaftlicher Entgleisung und selbstzerstörerischen Massenwahns ist pathologischen Ursprungs. Ist es möglich, daß die tonangebende Kaste dies vergessen haben soll? Sind sie es doch, die sich unermüdlich sorgen um die Fortdauer aktiver Scham zur Buße für die historisch-pathologischen Verbrechen.

Die Gefahr, auf die ich aufmerksam machen will, ist aus der Psychotherapie bestens bekannt: es ist die PROJEKTION. Gewöhnlich denken wir dabei an die Übertragung unerwünschter und dunkler Anteile der eigenen Person auf andere Menschen oder Menschengruppen. Als Gegenstand der Übertragung kann jedoch auch das Gute in uns dienen. Wir setzen im Mitmenschen gute Charaktereigenschaften und guten Willen voraus. Wir könnten nicht leben ohne den Gedanken daran, daß unser Nachbar sittlich gut, ehrlich, vertrauensvoll, freundlich, empathisch usw. ist. Der mental gesunde Mensch kann sich nicht vorstellen, daß es Menschen ohne Gewissen und Reue gibt, ohne Mitgefühl und Verantwortung. Daraus schließt er, daß Irrtümer in gemeinsamem Gespräch und durch Gegenbeweise aus der Welt geschafft werden können. Dies ist der Türspalt, durch den der Teufel seinen Fuß setzt. Das Böse muß nicht gewaltsam eindringen, wir öffnen ihm selbst die Tür.

Wann werden wir begreifen, daß Worte der Beschwichtigung, der Bitten und der Erklärung allerhöchstens die anderen Opfer ansprechen, bei den Peinigern jedoch nur ein nachsichtiges Lächeln....


Eva, 18.01.2010 00:06
Man kann hier wirklich nicht alle über einen Kamm scheren. Zu der genannten Studie kann man bestimmt auch eine Studie entgegen setzen.
Was nutzt es einem Kind, wenn es in einem zerrütteten Elternhaus aufwächst.
Was nutzt es einem Kind, wenn es verbaler, psychischer sowie physischer Gewalt ausgesetzt ist?
Aber Hauptsache daheim bei den möglicherweise alkoholisierten Eltern, die das Betreuungsgeld kassieren.
Einzelfälle? Leider nein.
Wenn ein Kind in der Krippe/Kita mehr Geborgenheit erfahren kann als daheim, wenn dort ein geregelterer Tagesablauf stattfindet als daheim, wenn es dort die Landessprache lernt, statt daheim, warum soll es dadurch aggressiver werden?
Krippe kann eine Chance sein.
Eine Situation in der die Mutter bis zu drei Jahre mit dem Kind daheim bleibt, ist heute doch nur den den Besserverdienenden oder Harz4-Empfängern möglich.
Der Großteil der Gesellschaft ist aber weder "Besserverdienend" und auch nicht Harz4-Empfänger.
Keine Polemisierung von Krippen und Kitas. Ein Ausbau derer und eine Verbesserung des Betreuungsschlüssels, schafft nicht nur Arbeitsplätze, sondern auch eine gesunde Basis für den Nachwuchs der Gesellschaft.
In Frankreich beispielsweise beginnt die Kinderbetreuung schon sehr früh und wird auch vom Großteil der Bevölkerung genutzt. Ist der Großteil der französischen Bevölkerung jetzt potentiell zu einem Amoklauf fähig oder grundsätzlich aggressiv?
Liebe Mütter und Großmütter: das Dosis macht das Gift. Ein wenig Krippe und Kita schadet keinem Kind, insofern die Betreuungssituation vor Ort entsprechend gut ausgebaut ist.
Krippen/Kitas sind keine Parkplätze, sondern Chancen für Mutter und Kind.


Friedemann, 17.01.2010 20:35
Frau Meves hat wieder einmal eine hervorragende Zusammenstellung, dazu in leicht verständlicher populärwissenschaftlicher Sprache zur Mutter-Kind-Dyade in den ersten 3 Lebensjahren geschrieben, die auch von wissenschaftlich nicht Vorgebildeten Menschen verstanden werden kann. Darüber hinaus hat sie, gut ausgewählt, einige Quellen angegeben, die ihre Aussagen wissenschaftlich belegen. U.a. gibt sie auch zu der derzeit größten allgemein zugänglichen wissenschaftlichen Studie zu den negativen Auswirkungen der Krippenerziehung, der NICDH-Studie einen kurzen verständlichen Extrakt. Eine wesentlich umfangreichere Studie wurde auch zu DDR-Zeiten angefertigt, die etwa das gleiche Ergebnis hatte, das aber, politisch nicht gewollt, geheim blieb. Dieses genau recherchierte und wissenschaftlich ausgewertete Menschenexperiment sollte ebenso wie das rumänische Waisenkinder-Experiment alle Alarmglocken läuten lassen. Leider hört Ideologie nicht auf die Ergebnisse exakter Wissenschaften. Sie haben einige Folgen angedeutet, die ein solches Handeln nach sich ziehen wird. Da Sie, liebe Frau Meves, den sich jetzt abzeichnenden gesellschaftlichen Trend in prophetischer Weitsicht bereits vor Jahrzehnten sehr genau vorhersagten, ist nicht an ihren jetzigen Prognosen zu zweifeln. Die ökonomischen und sozialen Folgen sind aber möglicherweise noch drastischer als von ihnen angedeutet.

Ich möchte Ihre knappe Zusammenstellung der Literatur noch um eine Literaturstelle erweitern:

Simon Baron-Cohen
Frauen denken anders. Männer auch. Wie das Geschlecht ins Gehirn kommt.
ISBN: 978-3-453-60115-4

Der international renommierte Psychologe Prof. Cohen (University of Cambridge, Direktor des Zentrums für Autismusforschung) hat mit diesem Buch ein Werk herausgegeben, das einen Teil seiner wissenschaftlichen Forschung, dargelegt in zahlreichen Publikationen in renommierten Zeitschriften in leicht verständlicher Form wiedergibt.

Ein wichtiges, durch Experimente eindeutig belegtes Ergebnis ist die vom ersten Tage an hormonell gesteuerte unterschiedliche Funktionsweise des männlichen und des weiblichen Gehirns, die Cohen als System- (männlich) und Empathiehirn (weiblich) beschreibt. Seine zahlreichen Literaturzitate ermöglichen auch ein weiteres, überaus lohnendes Fachstudium. Da er sich auch mit dem Thema Autismus befasst und das autistische Hirn als die Extremform des männlichen Hirns bezeichnet, trotzdem sich aber der vielen anderen die Pathogenese dieser Entwicklungsstörung beeinflussenden Faktoren bewusst ist, möchte ich Ihnen, liebe Frau Meves, dieses Buch empfehlen.




Kommentar schreiben

*=Pflichtfelder

CAPTCHA*

Bitte Geben Sie für die Freischaltung das Ergebnis ein:

Click to reload image
 
 
 



Spruch des Tages
Zu erkennen, daß man sich geirrt hat, ist ja nur das Eingeständnis, daß man heute schlauer ist als gestern.
- Johann Kaspar Lavater

ANZEIGE

Galerien

Europolis: Tagung zur Reform der europäischen Währungsordnung Europolis: Tagung zur Reform der europäischen Währungsordnung

Stuttgart: Anti-ESM-Demonstration des Aktionsbündnis Direkte Demokratie Stuttgart: Anti-ESM-Demonstration des Aktionsbündnis Direkte Demokratie

Südkongreß "ESM-Vertrag - der Weg in die Schulden- und Inflationsunion? Entdemokratisierung Europas?" Südkongreß \"ESM-Vertrag - der Weg in die Schulden- und Inflationsunion? Entdemokratisierung Europas?\"


Interviews

Dr. med. Rainer Böhm Betreuungsgeld ist sinnvoll und notwendig
Dr. med. Rainer Böhm
Kinder- und Jugendarzt

Alexander Ulfig »Gleichstellungspolitik führt zu Ungerechtigkeiten«
Alexander Ulfig
http://qualifikation-statt-quote.de/

Hedwig Beverfoerde, Birgit Kelle JA zum Betreuungsgeld!
Hedwig Beverfoerde, Birgit Kelle
Initiative Familienschutz, Frau2000plus

Bernhard Seitz Anti-ESM-Demo in Stuttgart
Bernhard Seitz
Aktionsbündnis Direkte Demokratie

Hubert Aiwanger Freie Wähler hoffen auf Erfolg in Schleswig-Holstein
Hubert Aiwanger
Bundesvorsitzender Freie Wähler

Mehr Interviews


Video

Zivile Koalition: Stoppt ESM-Vertrag - Stoppt Schulden- und Inflationsunion Zivile Koalition: Stoppt ESM-Vertrag - Stoppt Schulden- und Inflationsunion

EU: Treaty of debt - stop it now! (engl. Version von EU: Treaty of debt - stop it now! (engl. Version von

Stoppt EU-Schuldenunion (ESM-Vertrag)! auf Abgeordneten-Check.de Stoppt EU-Schuldenunion (ESM-Vertrag)! auf Abgeordneten-Check.de

Carlos A. Gebauer spricht über den ESM-Vertrag Carlos A. Gebauer spricht über den ESM-Vertrag

Jean-Claude Juncker: "Wenn es ernst wird, muss man lügen" Jean-Claude Juncker: "Wenn es ernst wird, muss man lügen"


Umfrage

Würden Sie sich für die Einführung eines "Nord-Euro" aussprechen?

Foto: Lupo / pixelio.de




Ergebnis

Meist gelesen
    Anti-ESM-Demo in Stuttgart

    Südkongreß: Zivile Koalition mobilisiert, Freie Wähler punkten, CSU fehlt

    Die »Ketchup-Inflation« kommt!

    Freie Wähler hoffen auf Erfolg in Schleswig-Holstein

    Interview: JA zum Betreuungsgeld!

Empfohlene Blogs

author Jürgen Liminski
Vom Pudding zum Präsidenten - Die Metamorphose des Francois Hollande

author Prof. Dr. Hans-Olaf Henkel
Die Deutschen haben die Wahlen verloren

author Birgit Kelle
Kinder statt Klappstühle

author Beatrix von Storch
Der sog. Fiskalpakt - oder wie man einen ganzen Kontinent verschaukelt

author Beatrix von Storch
Der finale ESM-Vertrag - Ende von Demokratie und Parlamentsvorbehalt


Reportage

Die eigenartige Zurückhaltung des Westens Die eigenartige Zurückhaltung des Westens

Mit der Brechzange in die Familien Mit der Brechzange in die Familien

Wer errechnet eigentlich die Inflation? Wer errechnet eigentlich die Inflation?

Hans-Olaf Henkels Euro-Aufklärungstour: "Es gibt Alternativen." Hans-Olaf Henkels Euro-Aufklärungstour: "Es gibt Alternativen."

Neuer Verband setzt sich für kinderreiche Familien ein Neuer Verband setzt sich für kinderreiche Familien ein

Mehr Reportagen


Empfohlene Beiträge

Familienschutz startet Online-Initiative "JA zum Betreuungsgeld" Familienschutz startet Online-Initiative "JA zum Betreuungsgeld"

Und jetzt die Inflationsunion! Und jetzt die Inflationsunion!

FDP und ESM - Ein Beitrag von Prof. Vaubel FDP und ESM - Ein Beitrag von Prof. Vaubel


Aktueller Goldpreis


Aktueller Silberpreis


Schlagworte

Deutschland Wetter




Finanzkrisen
Brandanschlag in Potsdam
Griechen leeren ihre Konten
Hass auf Deutsche trifft Holländer
Nahost-Konflikt
Die Sorge um Syrien nimmt zu
Doch keine Neuwahlen in Israel
Pakistan testet erfolgreich Rakete
DDR-Unrecht
Vaatz prangert Heuchelei an
Stasi-Unterlagen: 20 Jahre - 2,8 Millionen Akten-Einsichten
"Von oben" verordneter EU-Unionsstaat birgt totalitäre Tendenzen
Allgemein
Berliner Piraten- Chef tritt zurück
Brandanschlag in Potsdam
Katholikentag in Mannheim
Bildung
Offener Brief an die Betreuungsgeld-Skeptiker der FDP
Interview: JA zum Betreuungsgeld!
Gröhe ruft FDP zur Ordnung
Reformen
Minister setzen »Basel III« um
Dr. Rainer Böhm: Betreuungsgeld ist sinnvoll und notwendig
Sozialisten attackieren Merkel
Wirtschaftspolitik
US-Banken droht mehr Regulierung
Neue Umlage für Windstrom?
Merkollande sind sich einig
Familie
Offener Brief an die Betreuungsgeld-Skeptiker der FDP
Merkel plant Kompromiß zum Betreuungsgeld
Dr. Rainer Böhm: Betreuungsgeld ist sinnvoll und notwendig
Autoindustrie
Opel-Krise schwelt weiter
Neuer Schock für Opel
IG Metall ruft zum Warnstreik auf
Wahlen
Neue Umlage für Windstrom?
Führungskrise in Linkspartei
Merkollande sind sich einig
1945-49/Verfassungsbruch1990
Ein politisch tatsächlich bedeutsames Plagiat: Der Verfassungsbruch von 1991
Demonstrative Einigkeit um Zentrum für Vertriebene
Deutscher Richter: Bananenrepublik in Sichtweite
Justiz
Brandanschlag in Potsdam
Hass auf Deutsche trifft Holländer
Buback-Mord 1977 bleibt unaufgeklärt

Nach Oben  |  Impressum  |  Home  |  Politik  |  Wirtschaft  |  Lebenswelt  |  RSS RSS
© FreieWelt.net 2008