„Die außerhalb des Systems stehende Opposition ist gerade deshalb systemextern, weil sie sich nicht innerhalb des politischen Systems sieht. Sie hat diesen Platz selbst gewählt. Das ist ihr Recht. Ich achte das, wenn dabei unsere Gesetzgebung - die Gesetze über die Wahlen, Vereinigungen und Kundgebungen - nicht verletzt wird“. (Zit. nach RIA Novosti, 24.12.2009)
Diese Worte aus dem Munde des russischen Staatsoberhaupts Dmitri Medwedew haben einen merkwürdigen Klang in den Ohren eines Bürgers der Bundesrepublik, dem es wohlvertraut ist, beispielsweise als Kritiker des EU-"Reformvertrages" den Gegenüber, der den "dominanten Diskurs" rezipiert hat, von der bloßen Existenzberechtigung der öffentlichen Artikulierung eines sozusagen "systemexternen" Standpunkts überzeugen zu müssen.