Ich selber als Legastheniker kenne die Schwierigkeiten mit der Aufmerksamkeit, dies wird oft mit ADS oder AD(H)S in Verbindung gebracht. Was aber so nicht richtig ist. Denn unsere Aufmerksamkeit hängt an unserer anderen Wahrnehmung die uns beim Lesen, Schreiben und gar bei Rechnen Schwierigkeiten macht.
So nun arbeite ich schon einige Jahre mit dem PC und Schreibe und Lese viel, das verlangt viel Aufmerksamkeit und Konzentration von mir. Eben um das wesentliche vom unwesentlichen zu unterscheiden. Auch wenn Frank Schirrmacher mit seinem Buch: „PAYBACK“ kritisch beäugt wird, das er nicht wüsste wovon er Reden würden. Manche Kritiker meinen er, wäre ein Zaungast der es eben nicht richtig verstünde was das Informationszeitalter mit unserer Aufmerksamkeit veranstaltet. Klar, er ist ein Journalist der alten Klasse. Vielleicht steckt er nicht in allen, Dingen wie manche Alpha-Blogger wie Stefan Nieggemeier oder Sascha Lobo. Er gehört ja auch zu einer anderen Generation. Vielleicht auch zu einer Berufsklasse die heute, mehr und mehr an Einfluss verliert. Denn die FAZ-Auflage schwächelt auch. Vielleicht hat es auch damit zu tun, das die alten Medien an Macht verlieren, und das Internet durch Blogs und Soziale Netzwerke, alte Machtverhältnisse verschiebt. Sicherlich hat es mit dem Medienwandel zu tun! Vielleicht ist es sogar Angst vor dem Unbekannten neuen, die Schirrmacher reflektieren ließ.
In einigen Punkten ist es Ihm gelungen, unser Informationszeitalter zu reflektieren. Selber erwische ich mich immer wieder, dass ich mich wie ein getriebener fühle, nach neuen Informationen. Manchmal verliere ich mich auch, vergeude Zeit mit manchmal unwichtigen Infos im Netz. Da kann wirklich das Leben im neuen Informationszeitalter ein Labyrinth werden. An diesem Punkt hat er Recht, und die Informationsflut, dass Multitasking kann einen manchmal überfordern.
Ich bin zur Erkenntnis gekommen, das man die Aufmerksamkeit sich zurückholen kann. Auch in einem Informationszeitalter! Wir müssen uns bloß bewusst machen, dass Mensch und Maschine unterschiedliche Parts sind. Wir Meschen haben einen eigenen willen, die Maschinen haben es nicht. Mir ist bewusst geworden, man entscheidet es selber mit welchen Informationen man sich füttert.
Für mich als Legastheniker ist das Buch bisher eine interessante Perspektive, die man für sich kritisch beleuchten kann.
Selber ist es mir mehr und mehr wichtig, auch ein Offline-Leben zu führen um einfach auch einmal abzuschalten. Das braucht auch unser menschliches Gehirn. Es ist nicht falsch das wir es immer wieder mit zu viel und sogar falscher Aufmerksamkeit überfordern. Für mich sehe ich es so. Drum muss ich mein Verhalten ändern.
Und wenn ich dann die Nase voll habe stelle ich alles ab, das Handy, Notebook und zieh sogar den Stecker des aus der Telefonbuchse. Also man kann sich schon währen, gegen die Aufmerksamkeitsstörung. Man muss es sich nur bewusst werden lassen.
Das hat jedenfalls Schirmmachers Buch bei mir selber ausgelöst.
Hier ist der Link zum Verlag