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     Hedwig v. Beverfoerde
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Merkeln...
Weitere Themen: Allgemein, Reformen, Familie

...wenn der Wind sich dreht, ist eine wichtige Fähigkeit von Politikern, besonders von Spitzenpolitikern, die es bleiben wollen. Die Bundeskanzlerin hat es darin zu wahrer Meisterschaft gebracht. Meist wartet sie solange, bis die Windrichtung eindeutig ist. Dann erst hebt oder senkt sie den Daumen.

Diesmal hat es die Betreuungs-Gutscheine-statt-Geld-Eiferer, wie Ursula v. d. Leyen, Cornelia Pieper und Rainer Brüderle erwischt. Was die Regierungsneulinge von der FDP noch nicht mitbekommen haben, steht der Kanzlerin klar vor Augen: die jahrelange Eltern-Miesmache hat der CDU nicht genützt. Sie fuhr das zweitschlechteste Wahlergebnis ihrer Geschichte ein. Junge wie alte Bürgerlich-Konservative probierten es massenhaft mit FDP.  Die wäre deshalb gut beraten, nicht in dieselbe Falle zu tappen.

Abseits immer neuer medialer Begeisterungsstürme für Ursula v. d. Leyen ging dem normalen Bürger deren penetrante Super-Nanny-Attitude längst nur noch auf die Nerven. Deutschland ist eben kein Volkserziehungsheim. Berauscht von ihren Gleichstellungs- Höhenflügen muß für die Gender-/Familienministerin der Aufprall in den Niederungen der politischen Realität umso härter gewesen sein.

Obwohl man v.d. Leyen extra für diese Bundestagswahl mit einem „sicheren“ Wahlkreis in einem gutbürgerlichen Stadtteil von Hannover versorgt hatte, beliebten die Bürger hier ausgerechnet der SPD-Kandidatin das Direktmandat zu erteilen, mit einem satten Vorsprung von 8% der Stimmen. So zog für den Wahlkreis Hannover II glanzvoll Ex-Bundesministerin Edelgard Bulmahn (SPD) in den Bundestag ein anstelle von Ursula v. d. Leyen (CDU), die ihren Listenplatz 1 bemühen musste. Allein ihren journalistischen Bewunderer/inne/n verdankt Ursula v. d. Leyen, daß über diese demokratische Schmach bisher der Mantel des Schweigens gedeckt worden ist.

Die Kanzlerin indes dürfte dies sehr wohl registriert haben. Ebenso, daß die Geburtenzahlen nicht nur hartnäckig im Keller geblieben sind, sondern bedrohlich weiter abrutschen. Deutschland steht vor dem demographischen Super-Gau. Diesen Trend umzukehren hatte v. d. Leyen jahrelang vollmundig angekündigt. Damit hatte sie die Wende in der Familienpolitik begründet, die Einführung des Elterngelds, das gigantische Krippenprogramm. Ihr Mantra von der Vereinbarkeit von Familie und Beruf … 1000mal gehört… 1000mal ist nix passiert.

Die Familienpolitik der Ursula v. d. Leyen ist grandios gescheitert. Bis auf ein paar verbissene ZEIT- oder Brigitte-Leserinnen haben dies Frau und Mann aus dem Volke offenbar deutlich erkannt. Dafür als Belohnung „eine neue Herausforderung“ als Gesundheitsministerin zu erwarten,  erschien da nicht nur dem politischen Gegner vermessen.

Handfeste Familienpolitik, die diesen Namen verdient, wird in diesem Land seit Jahren ohnehin nicht von Ministerinnen, sondern vom Bundesverfassungsgericht gemacht. Momentan wird dort z.B. verhandelt, wie das volle Existenzminimum von Kindern ermittelt werden muß, welches nicht besteuert werden darf bzw. welches im Rahmen von Hartz IV jedem Kind zugestanden werden muß.  In Kürze wird ein Urteil dazu erwartet, das den Finanzminister nicht erfreuen dürfte.  

Dieser Umstand endlich treibt die neue alte Familienministerin dazu, sich mit vierjähriger Verspätung der katastrophalen Finanzlage zu widmen, in der viele Familien unverschuldet gefangen sind, gefangen deswegen, weil sie die Kinder haben, die dieses Land so dringend braucht.

Wie gesagt, der Wind hat sich gedreht...

Initiative Familienschutz

 



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Kommentare (5)




 
  Kommentare (5)

Freidenker, 25.11.2009 12:42
Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht. Art 6 (2) GG

Familientrends.de, 25.11.2009 12:05
Viel Lob für diesen Beitrag!

Zu ergänzen wäre noch, dass die uns regierenden Frauen uns auch (um-)erziehen wollen. Wie lange wollen wir uns dies noch gefallen lassen?

Und hoffentlich dämmert es dem Volke langsam, dass der Staat die Versprechen, mit denen er die Bürger immer wieder ködert, z.B. im Alter für den Bürger zu sorgen, eine Mindestgesundheitsversorgung zu sichern und für Recht und Ordnung zu sorgen, immer weniger einhalten kann. Denn die wirtschaftlichen Grundlagen dieser Versprechungen brechen langsam aber fortschreitend weg. Diese Erosion wird durch die staatlichen Geldverbrennungsaktionen (siehe heute z.B. die Nachrichten zur WestLB) noch beschleunigt.

Wer in 20 Jahren noch Halt in einer gesunden Familie, die auch ausreichend jüngere Mitglieder hat, findet, wird froh und dankbar sein.


Erna Mertens, Theeßen, 25.11.2009 11:03
Was haben se eigentlich jegen die Zeitschrift Brijitte. Det mit die Strickmuster is doch jans jut und wenn se mal richtig rin kieken, sind de Jeschichten vonne promis och nicht schlecht.Hacken se ruhig auf de frau von de Leihen herum, die will uns nur de Kinder wechnehmen

familienwehr.de, 25.11.2009 10:41
Familienpolitik?
Schon der Begriff ist ein Affront gegen die Familie.
Politik wird in Deutschland überwiegend von Menschen gemacht, die entweder keine Kinder haben oder deren Beziehungen gescheitert sind.
Selbst die evangelische „Kirche“ meint politisch sein zu müssen und wird von einer Bischöfin präsentiert, welche den Verfall der Familie symbolisiert.
Wohl gerade deshalb sehen sich die Gescheiterten, die in politischen und kirchlichen Ämtern nach ihrem Selbstwert suchen aufgerufen, ihr eigenes Versagen durch „Hilfe“ und „Solidarität“ zu kompensieren.
Hierfür schaffen sie Strukturen, die die noch verbliebenen intakten Familien in eine Situation bringen, die nur den Erfahrungshorizont der Gescheiterten bestätigt.
Der Nanny-Staat zerstört selbstverständlich die Familie, da er ihr durch sozialistische Umverteilung die Existenzgrundlage entzieht, indem er die familiäre Solidarität entwertet.
Da Kinder die zukünftigen Versorger der Kinderlosen, Beziehungsunfähigen und Gescheiterten sind, erklärt „Familienpolitik“ Kinder zum Allgemeingut , macht sie zur „gesellschaftlichen Aufgabe“.
Der Sozialismus befindet sich zwar in ständiger Metamorphose von der Sozialdemokratie über den Sozialismus zum Stalinismus über den Nationalsozialismus zur „sozialistischen Demokratie“ der DDR welche nun wieder ganz Deutschland zu bestimmen beginnt, doch eines hat sich im Sozialismus nie verändert – der Versuch die Familie zu vergesellschaften und zu zerstören.
Die sozialistische Hydra hat überlebt, die Familie aber auch.
Sozialstaat und Familie bleiben Todfeinde.
Je mehr Sozialstaat, desto weniger Familie.
Je weniger Sozialstaat, desto mehr Familie.
Die Festung Familie ist das stärkste Bollwerk gegen alle totalitären Formen der sozialistischen Entwurzlung des Menschen und der Zerstörung der natürlichen, gottgegebenen Ordnung und damit der Zivilisation.


K. Katzschke, 25.11.2009 07:47
Klare, echte und wahre Worte - Danke!!


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