Nordrhein Westfalen hat kein Geld mehr. Auch nicht für die Sicherheit seiner Bürger. Also denkt man laut über eine Art Hilfspolizei nach, die zwar hoheitliche Aufgaben wahrnehmen würde, aber nicht so viel kostet, wie die richtige Polizei.
Da ist sie wieder: Die ewige Debatte, ob der Staat (oder ein Bundesland) sich in so vielen Bereichen teure Beamte leisten muss?
Die CDU-Fraktion im NRW Landtag hat ein Konzept erarbeitet, das vorsieht, die Polizei durch Hilfskräfte zu verstärken. Diese sollen natürlich nicht verbeamtet werden, keine so umfangreiche Ausbildung erhalten und vor allem billiger für den Landeshaushalt sein, als das gut ausgebildete Polizeibeamte sind.
Um diese, ich nenne sie mal Hipos, nicht zu überfordern, soll deren Einsatz auf Gebiete beschränkt sein wie Verkehrskontrollen, Objektschutz und - für mich der Clou - Fußstreifen!
Mir stellt sich da die Frage, ob die CDU-Fraktion den Bezug zur Realität komplett verloren hat? Was wären denn bitteschön die Aufgaben der Hipos bei diesen Fußstreifen? Etwa Verwarngelder für Falschparker verteilen? Mir scheint doch, dass hier verkannt wird, welche Möglichkeiten die Ordnungsämter haben, diese Aufgaben abzudecken. Für viele der Aufgaben, die die Polizei übernimmt, ist originär das Ordnungsamt zuständig. In vielen Komunen gibt es deshalb einen eigenen Ordnungsdienst, der die Außendienstaufgaben des Ordnungsamtes übernimmt. Dazu gehören nun mal die Überwachung des ruhenden Verkehrs, das Bearbeiten von Ruhestörungen und neben anderen Tätigkeiten auch das Bestreifen des Zuständigkeitsgebietes zu fuß.
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