Dr. Konrad Adam

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Von 1979 bis 2000 war er Mitglied der Feuilleton-Redaktion der FAZ. Anschließend ging er für knapp sieben Jahre als politischer Chefkorrespondent der Welt nach Berlin.

Staat oder Eltern?

12. Juli 2010 von Dr. Konrad Adam

Heinz Buschkowsky, der Bezirksbürgermeister von Berlin-Neukölln, ist ein resoluter Mann. Viel anderes bleibt ihm als Verwaltungschef eines Stadtviertels, in dem sich die sozialen Probleme ballen, auch nicht übrig. Um mit der SPD-Parole, die das Fördern mit dem Fordern verbindet, endlich ernst zu machen, will er sich der vielen Kinder annehmen, die von ihren Eltern vernachlässigt Artikel lesen



Notversorgung für alle

31. August 2009 von Dr. Konrad Adam

Franz Müntefering ist zwar SPD-Vorsitzender, doch sprach er auch im Namen der anderen sozialdemokratischen Partei, der CDU, als er es unfair nannte, das Handeln von Parteien nach der Wahl an dem zu messen, was sie vor der Wahl versprochen hatten. Neu war das für den aufmerksamen Bürger nicht; denn wer von uns hielte es nicht für ein Zeichen politischer Naivität, Vertrauen in die Verlässlichkeit von Leuten zu setzen, die von Programm reden, wenn sie ihren Mantel in den Wind hängen?



Hellseher und Schwarzseher

19. Mai 2009 von Dr. Konrad Adam

Voraussagen sind gefährlich, vor allem dann, wenn sie sich auf die Zukunft beziehen, heisst eine alte Volksweisheit. Die kennt auch Ulla Schmidt, unsere Gesundheitsministerin, wenn sie in einem Zeitungsinterview versichert: "Hellsehen kann niemand!" Da hat sie recht: hellsehen kann niemand, nicht einmal sie. Aber schwarzsehen kann, nein: muss jeder - vorausgesetzt, er gehört als Kassenpatient zu den Opfern von Frau Schmidts monströser Gesundheitsreform.



Der neue Ablass

20. April 2009 von Dr. Konrad Adam

Oskar Lafontaine kannte seine Partei. "Sozialdemokrat kann der nicht sein, dem niemals fiel das Teilen ein" spottete er, als er noch Führer der Sozialdemokraten war.



Enteignung auch ohne Gesetz

8. April 2009 von Dr. Konrad Adam

"Die Rente ist sicher" hatte Norbert Blüm seinerzeit versprochen. "Und die Erde ist eine Scheibe" hatte eine grosse Versicherungsgesellschaft darauf geantwortet.



Die neue Klasse

6. April 2009 von Dr. Konrad Adam

Die Deutschen sind ein reiselustiges Volk, das reiselustigste in ganz Europa. Aber wer von uns käme wohl auf den Gedanken, innerhalb von drei oder vier Tagen ebenso oft das das Flugzeug zu besteigen, um in derselben Runde mit denselben Leuten dieselben Dinge zu besprechen? Um dann, wenn alles vorbei ist, vor dasselbe Publikum zu treten und mit denselben Floskeln zu erklären, dass die Welt von nun an schöner, heller, besser, glücklicher, sicherer und was weiss ich geworden sei? Wir würden einer solchen Reiseplanung nicht viel abgewinnen können, weil sie ja gerade das vermissen lässt, was uns zum Reisen animiert, den Reiz des Neuen.



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