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Auf der Suche nach dem Richtigen

02. Oktober 2012, 10:21 | Kategorien: Wirtschaft | Schlagworte: ,

Headhunter schmieden oft den Bund fürs (Karriere-)Leben

Auch wenn die Arbeitslosenzahlen zuletzt gestiegen sind und sich die Wirtschaftsaussichten eintrüben: Das Geschäft der Headhunter läuft weiterhin prächtig. „Unser Kerngeschäft ist die Vermittlung von Fach- und Führungskräften. Hier ist der Bedarf weiterhin hoch. Spezialisten sind nach wie vor gefragt. 91 Prozent der mittelständischen Unternehmen stellen trotz der Finanzkrise neue Mitarbeiter ein, so ein Ergebnis der Studie ‚Recruiting Trends im Mittelstand 2012’ der Unis Bamberg und Frankfurt am Main und des Stellenportals Monster. Wir helfen zum Beispiel dabei, international erfahrenes Personal für die Unternehmen zu rekrutieren, die ihr Geschäft im Ausland ausbauen wollen“, sagt der Personalexperte Michael Zondler, Geschäftsführer des Beratungsunternehmens centomo http://www.centomo.de mit Sitzen in Ludwigsburg und Sindelfingen. Gut im Geschäft sei die Branche auch bei der Vermittlung von Frauen in Führungspositionen und in der Automotive- oder Energiebranche.

„Und selbst die krisengeschüttelten Banken und Finanzdienstleister können nicht auf Neueinstellungen verzichten“, berichtet das Manager Magazin http://www.manager-magazin.de. Im Investmentbanking würden Stellen abgebaut, aber gleichzeitig rüsteten Banken und Berater mit Spezialisten für Risikomanagement und für die Anpassungen an die neue Bankenregulierung auf.

Schwierige Zeiten für Unternehmen können gute Zeiten für Personalberater sein, so die Zeitschrift. Dieser Trend zeige sich nicht nur in den DAX-Konzernen und im Top-Management, sondern auch im Mittelstand und in der „Lehmschicht” des mittleren Managements und der Fachkräfte, berichtet Wolfram Tröger von der auf Positionen im mittleren Management und Fachkräfte spezialisierten Personalberatung Baumann http://www.baumann-ag.com/Home.1.0.html in Frankfurt. Auch wenn die Arbeitslosenzahlen zuletzt stiegen: Fach- und Führungskräfte vom Ingenieur bis zum IT-Spezialisten oder Marketingleiter werden zunehmend knapp und sind entsprechend gefragt.

Vertrauensvoller Vermittler zwischen Kandidat und Unternehmen

„Das macht unser Geschäft aufwändiger, aber auch weniger anfällig für leichte konjunkturelle Dellen als früher”, sagt Tröger. „Letztlich geht es uns aber genauso wie unseren Klienten: Angesichts der labilen politischen Lage in Europa weiß niemand, was das nächste Jahr bringen wird. Aber bisher läuft das Geschäft rund – darüber freuen wir uns und nehmen die entsprechenden Gewinne natürlich gerne mit.”

Doch was machen Headhunter eigentlich? „Der Headhunter ist vertrauensvoller Vermittler zwischen potenziellem Kandidaten und Unternehmen, berät alle Parteien während der Rekrutierungsphase und wahrt absolute Diskretion gegenüber den involvierten Parteien“, erläutert die Frankfurter Rundschau (FR). Aus Bewerbersicht gäbe es einen entscheidenden Vorteil, wenn man von einem Personalberater / Headhunter kontaktiert werde: „Bewerben Sie sich auf eine Anzeige, nehmen Sie die Position des Bittstellers ein. Werden Sie jedoch vom Headhunter vorgeschlagen, sind Sie ein vom Berater ‚empfohlener Interessent’ und werden als solcher vom Unternehmen umworben und nehmen automatisch eine bessere Verhandlungsposition ein.“

Und wie weckt man das Interesse eines potentiellen Kandidaten? „Zu interessieren sind Kandidaten am besten über Perspektiven“, so der Personalberater Thomas Wilde im Gespräch mit der Tageszeitung Die Welt. Außer monetären Aspekten seien das vor allem Karriereaussichten, spannende Aufgaben und eine räumliche Veränderung.

Erfolgreiche Headhunter bringen Bewerber und Chefs zusammen. Nicht selten wird daraus ein Bund fürs (Karriere-)Leben. Vom derzeitigen Boom der Beraterbranche profitieren also nicht nur die Headhunter selbst, sondern auch Unternehmen sowie Arbeitnehmer.

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