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60 Jahre gegen die Familie

08. Januar 2013, 08:25 | Kategorien: Lebenswelt | Schlagworte:

Der Verein Pro Familia wird 60. Nein, ich schreibe Pro nicht in Anführungsstrichen, denn im Lateinischen hat es neben "für" auch die Nebenbedeutung "anstelle von": Auf Deutsch heißt es also "Anstelle von Familie" - ein Motto, das der Verein seit Jahrzehnten konsequent verfolgt.

 

Pro Familia feierte gerade seinen 60. Geburtstag. Dazu könnte man viel schreiben. In jederzeit belegbarer, sachlicher Kürze die Fakten: Gegründet von einem Eugeniker, der sich zum Beispiel im Dritten Reich sehr für das Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses eingesetzt hat (Hans Harmsen); hat sich Pro Familia erst 1984 von seinem bis dahin hochgeschätzten Gründer distanziert. Unter Schwangeren ist allgemein bekannt, dass, wenn man einfach nur einen Schein haben will, um abtreiben zu können, ein Kurzbesuch in einer PF-Beratungsstelle genügt. In Schulen, wo PF unbehelligt agieren kann, weiß man: Du kannst machen, was Du willst, es gibt ja Verhütung und Abtreibung. Von Verantwortung oder den Risiken und Unsicherheiten der Verhütung, von einem vor der Geburt getöteten Kind ist nicht die Rede (dort heißt das: Gebärmutterinhalt, Schwangerschaftsgewebe etc.). Geprägt ist der Verein von zwei Interessenkonflikten: 1. Pro Familia sowie dessen Dachverband IPPF lehnen jegliches Gesetz in Bezug auf Abtreibung komplett ab. Weltweit kämpft man zur Zeit gemeinsam für ein “Frauenrecht auf Abtreibung”. Erstaunlicherweise aber arbeitet PF mit seinen vielen, gut finanzierten Beratungsstellen unkontrolliert und natürlich lupenrein genau innerhalb eines solchen Gesetzes, das seiner ideologischen Ausrichtung vollständig widerspricht. 2. PF betreibt selbst Abtreibungseinrichtungen, in denen man viel Geld verdienen kann. Gleich nebenan berät der Verein aber natürlich vollkommen objektiv auch zum Leben hin. Ein gutes Jahr, um solch unheilige Scheinkühe einmal anzugehen.

 

 

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